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Das Telekommunikationsumfeld ist geprägt durch kontinuierlichen Wandel in den Bereichen der Technologie, der Regulierung, des Wettbewerbs und des Kundenverhaltens. Veränderungen in den Risikokategorien "Strategie-, Kredit-, Markt-, Geschäfts-, und operative Risiken" haben das Potenzial, die Erreichung der Unternehmensziele negativ zu beeinflussen. Im Folgenden werden die Risikofaktoren erläutert, welche die künftigen Unternehmensziele von Swisscom wesentlich beeinflussen können.

 

Regulierung und Verfahren

Bestimmungen im Fernmelde- und Wettbewerbsrecht bergen für Swisscom gewisse Risiken, welche die zukünftige Ertrags- und Vermögenslage des Unternehmens beeinflussen können. Im Vordergrund stehen insbesondere die Preisregulierung der Zugangsdienste sowie Verfügungen von Behörden bzw. deren Rekursinstanzen, die zu kurzfristigen Mittelabflüssen führen können. Die Regulierung kann auch Auswirkungen auf die Produkte- und Dienstleistungsausgestaltung sowie auf Investitionsentscheide haben.

 

Wirtschaftlicher Abschwung
Die Finanzkrise und der wirtschaftliche Abschwung haben bis zum aktuellen Zeitpunkt nur eine geringfügige Auswirkung auf Swisscom gezeigt. Trotz leichter wirtschaftlicher Erholung bleibt eine hohe Unsicherheit bezüglich künftiger Entwicklung bestehen. Swisscom überwacht den Risikofaktor mit einem entsprechenden Wirtschaftsindikatoren-Cockpit. Ein wesentliches Risiko stellen die tendenziell steigende Arbeitslosigkeit und ein erneuter Rückgang der Wirtschaftsleistung dar.
 

Telekommunikationsmarkt Schweiz
Die Konsolidierung der Marktteilnehmer in der Schweiz könnte die Wettbewerbsstruktur und das Marktverhalten nachhaltig ändern. Insbesondere die angekündigte Fusion von der Orange Communications AG mit der Sunrise Communications AGwird den Schweizer Telekommunikationsmarkt verändern. Dieser Risikofaktor wird durch eine effiziente und wettbewerbsfähige Swisscom minimiert. Die Transformation im Telekommunikationsmarkt in Richtung TIME-Industrie und die wachsende Konkurrenz durch OTT-Provider (Over the top: Apple, Google etc.) erzeugt ein Transformations-Risiko. Dieses Risiko wird durch verschiedene Massnahmen minimiert - wie beispielsweise Umstrukturierungen, neue Geschäftsmodelle und Effizienzmassnahmen.
 

Glasfasernetzausbau (FTTH)
Das Projekt Glasfasernetzausbau beinhaltet hohe Investitionen über einen mehrjährigen Zeitraum. Entsprechend hoch sind die inhärenten Projektrisiken, die Investitionsunsicherheiten und die Risiken in der Umsetzungsstrategie. Darüber hinaus sind mit dem Projekt hohe regulatorische und politische Risiken verbunden. Swisscom betreibt im Bereich FTTH ein aktives Risikomanagement, indem sie eine Mehrfaserstrategie verfolgt und Kooperationsmodelle anbietet.
 

Geschäftsunterbruch
Das Geschäft von Swisscom ist in hohem Masse abhängig von technischen Infrastrukturen wie Kommunikationsnetzen und Das Geschäft von Swisscom ist in hohem Masse abhängig von technischen Infrastrukturen wie Kommunikationsnetzen und Informatik. In diesen Bereichen können z.B. höhere Gewalt, menschliches Versagen, Hard- und Softwareausfälle, und kriminelle Handlungen von Drittpersonen (z. B. Computerviren) zu Schäden oder Funktionsunterbrüchen führen. Dies kann entsprechend negativen Auswirkungen auf das Ansehen von Swisscom haben und zu geringeren Umsätzen führen. Ein weiteres Risiko besteht in der durch den Technologiewandel getriebenen immer rascheren Überalterung der Infrastruktur. Die mangelnde Harmonisierung von älteren und neuen Systemen könnte Swisscom beispielsweise daran hindern, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und weitere Kostensenkungspotenziale zu nutzen.

 
Umwelt und Gesundheit
Mögliche Beeinträchtigungen von Umwelt und Gesundheit wurden in der Vergangenheit wiederholt mit elektromagnetischer Strahlung - beispielsweise von Mobilfunkantennen oder mobilen Endgeräten - in Zusammenhang gebracht. Die Akzeptanzprobleme in der Öffentlichkeit, insbesondere im Zusammenhang mit dem Standort von Mobilfunkantennen, wirken sich bei Swisscom bereits heute in erschwerten Bedingungen im Netzbau aus. In Zukunft besteht das Risiko, dass die geltenden Vorschriften für elektromagnetische Emissionen weiter verschärft oder neue Vorschriften in Kraft gesetzt werden. Dies hätte für Swisscom Kosten für zusätzliche Antennen oder andere Massnahmen für die Einhaltung der Vorschriften zur Folge.
 

Werthaltigkeit Fastweb und Marktkonsolidierung Italien
Der italienische Markt könnte in der nahen Zukunft eine Konsolidierung erfahren, die sich negativ auf die Zielerreichung von Fastweb auswirken könnte. Swisscom übernahm im Mai 2007 das italienische Unternehmen Fastweb zu Anschaffungskosten von CHF 5,1 Milliarden. Zum Übernahmezeitpunkt verfügte Fastweb zudem über eine Nettoverschuldung von CHF 1,8 Milliarden. Durch die Übernahme von Fastweb konnte Swisscom das Wachstumspotenzial wesentlich erhöhen. Sollte das künftige Wachstum geringer als prognostiziert ausfallen, besteht das Risiko, dass eine Wertminderung des so-genannten Goodwills erfasst werden muss.