Bern, 17 Dezember 2010, 14:15
Swisscom und IWB hatten sich vor rund acht Monaten darauf geeinigt, beim Glasfaserausbau in der Stadt Basel zusammenzuarbeiten und dazu einen Vorvertrag abgeschlossen. Nun haben Carsten Schloter, CEO von Swisscom, und Dr. David Thiel, Vorsitzender der Geschäftsleitung IWB, den finalen Vertrag unterzeichnet. Swisscom und IWB werden bis Ende 2017 alle Basler Haushalte und Geschäftshäuser an das ultraschnelle Glasfasernetz anbinden. Dabei übernehmen Swisscom 60 Prozent und IWB 40 Prozent der Investitionen in Höhe von rund CHF 170 Millionen. Ein Entscheid des Grossen Rats des Kantons Basel-Stadt wird für Anfang 2011 erwartet.
Die Vereinbarung zwischen IWB und Swisscom ermöglicht echten Wettbewerb. Das Mehrfasermodell mit vier Fasern in jede Wohnungen und jedes Geschäft entspricht den Empfehlungen der ComCom. In Verbindung mit dem Layer 1 Angebot der IWB von unbeleuchteten Glasfasern wird den anderen Anbietern ein diskriminierungsfreier Zugang zum Glasfasernetz in Basel gewährleistet.
Parallel zu den Verhandlungen haben beide Unternehmen die Arbeiten für den Netzausbau mit Hochdruck vorangetrieben. Swisscom hat bereits grosse Teile der Stadt Basel erschlossen, welche vollständig in die Kooperation eingebracht werden. Die IWB starteten ein gemeinsames Pilotprojekt und erledigten umfangreiche Vorbereitungsarbeiten. Demnächst lancieren die IWB Produktangebote für Serviceprovider, die in Basel Produkte und Dienste auf dem Glasfasernetz anbieten wollen. Ziel ist ein möglichst attraktiver Preis für die Nutzung der unbeleuchteten Glasfasern, der Grundlage für günstige Produktangebote auf dem Glasfasernetz ist. Bei Swisscom können sowohl Privatkunden wie auch andere alternative Dienste-Anbieter schon jetzt erste Services auf dem Glasfasernetz bestellen.
Swisscom beteiligt sich an den Gesamtinvestitionen von rund CHF 170 Mio. mit 60 Prozent, die IWB tragen 40 Prozent. Ein Ausgleichsmechanismus wurde vereinbart, falls die reale Netznutzung eines Partners den Investitionsanteil überschreitet. Die Kooperation bedarf noch der Zustimmung des Grossen Rats des Kantons Basel-Stadt. Ein Entscheid wird für Anfang 2011 erwartet. Zudem wird der Vertrag der Wettbewerbskommission zur Prüfung vorgelegt.