HTC Wildfire S: eine Hand voll Smartphonevon Peter Wolf, Trend Scout und Journalist bei Ringier AG

Das Wildfire S und das Flyer sind im Android-Kosmos, was das iPhone und das iPad im Apple-Universum sind: kleiner und grosser Bruder.
 

Allerdings sind die beiden Androiden einiges kompakter: Das Flyer misst knapp die Hälfte eines iPads und ist daher leichter transportierbar, weil es in die meisten Taschen passt. Das Wildfire ist ebenfalls aufs absolute Minimum geschrumpft worden: Es ist zwar 3 mm dicker als das iPhone 4, aber 14 mm weniger hoch und 32 Gramm leichter. Ja, es ist derart klein und leicht, dass ich öfter mal fürchtete, es verloren zu haben – bis es dann in irgendeiner Tasche doch wieder auftauchte.

Obwohl es eines der kleinsten Smartphones überhaupt ist, liegt es noch gut in der Hand und lässt sich per Daumen effizient bedienen. Sogar vernünftig darauf tippen ist möglich. So entstand auch dieser Text hier. Das geht dank dem Vibrations-Feedback recht gut, welches jeden Druck auf eine der virtuellen Tasten mit leichtem Vibrieren quittiert. Natürlich ginge das Schreiben auf einem Handy mit echter Tastatur noch komfortabler von der Hand, ganz abgesehen davon, dass ich auf dem Winzling sowieso bloss mit einem Daumen tippe. Aber sobald ich gelernt hatte, der Textvorhersage zu vertrauen, konnte ich flüssig Text eingeben.

Auf diese Art lassen sich Mails bequem beantworten, Notizen erstellen, Termine oder Adressen eintragen. Es ist also einerseits ein voll funktionsfähiges Business-Smartphone, andererseits aber so klein, dass es als Dauerbegleiter überall dabei sein kann. Falls die Grösse seines Displays dann doch mal nicht mehr ausreichen sollte, kann das Wildfire seine Internetverbindung auch irgendeinem einem Wi-Fi-Tablet zur Verfügung stellen oder einen Laptop online bringen.

Das Wildfire S ist ein kompaktes Businesshandy, ein Musikplayer, ein Hotspot für andere Geräte, ein Navigationsgerät – und was immer sonst man daraus machen möchte mithilfe der vielen Apps aus dem Android Market. Der grösste Nachteil des Geräts ist sein relativ kleiner interner Speicher. Nicht jede App lässt sich auf die SD-Speicherkarte verschieben, und weil ich viele davon benutze und auch sonst viele Daten auf dem Gerät habe, ist sein Speicher eigentlich dauernd knapp vor dem Überlaufen.

Abgesehen davon ist das Wildfire ein putziger, flinker Begleiter, den ich nicht mehr hergeben möchte. Ich habe mich schon dabei ertappt, dass ich mich damit vor den Laptop setzte, der ja ein weitaus grösseres Display aufweist, und trotzdem auf dem Winzling weiterarbeitete.

Apps, die ich auf dem Wildfire S gerne nutze und die sogar auf dem kleinen Display gut rüberkommen

  •  
      • Simfy Music Player: Erlaubt es auf PCs und diversen Smartphones, Musik aus einem Angebot von 11 Millionen Songs in Playlisten zu arrangieren und direkt aufs Handy zu streamen. Was man immer wieder hören will, lässt sich auch lokal in der App selber speichern. (Player gratis, Service rund 9 Euro pro Monat)

      • Stitcher Smart Radio: Sozusagen Radio on Demand. Fügt Bestandteile von Radiosendungen entsprechend dem eigenen Geschmack aneinander und streamt sie dann. Auf diese Art kann man Nachrichten oder Talkshows genau dann hören, wann man will. (gratis)

      • Google Reader: Guter und einfacher RSS Feed Reader. (gratis)

      • AR Sudoku Solver: Ist zwar ein bisschen fies, löst aber fast jedes Sudoku durch blosses Darüberhalten der Kamera. (gratis)

      • News: Nachrichten lassen sich auch auf dem kleinsten Display konsumieren, wenn der Inhalt richtig angepasst ist. Einige Beispiele:

Erfasst am: 26.08.2011 | Kategorien: Arbeitsplatz | Tags: Arbeitsplatz, Collaboration, Mobilität, Mobiltelefone, Telefonie, Testberichte
  • Rating:
  • 1 2 3 4 5

Kommentar verfassen

*Pflichtfelder