Nachhaltigkeit heisst Einsparpotentiale erkennen und nutzen
Fabian Etter, Leiter Corporate Responsibility bei Swisscom, erklärt, welchen ökonomischen, ökologischen und sozialen Nutzen nachhaltiges Arbeiten bringt und stellt klar, dass das Thema Nachhaltigkeit nicht nur Grossunternehmen etwas angeht, sondern auch KMU und jeder Einzelne ihren Beitrag leisten können.
Herr Etter, welchen Stellenwert hat nachhaltiges Wirtschaften bei Swisscom?
Als international tätiges Grossunternehmen sind wir uns unserer besonderen Verantwortung bewusst. Wir legen grossen Wert auf die Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte sowie auf langfristiges Engagement. Wir haben uns beispielsweise zum Ziel gesetzt, bis 2015 unsere Energieeffizienz um 20% zu steigern und unsere CO2 Emissionen um jährlich 3% zu reduzieren. Zudem unterstützen wir mit unseren Angeboten unsere Kunden in einem nachhaltigen Arbeitsstil.
Inwiefern leisten moderne Kommunikationslösungen einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten?
Nehmen wir Swisscom als Beispiel. Dank Unified Communications & Collaboration (UCC) können 10’000 Mitarbeitende an rund 60 Standorten effizient zusammenarbeiten. Dieses standortunabhängige und -übergreifende Arbeiten spart enorm viel Zeit und Energie. Konkret spart Swisscom dank UCC jährlich 100 Jahre Reisezeit und den CO2-Ausstoss von 800 Autos. Ausserdem haben unsere Mitarbeitenden die Möglichkeit, Home Office zu nutzen. Dies hilft der Work-Life-Balance, macht zufriedener und somit produktiver.
Solche Lösungen sind doch aber nur für Grossunternehmen interessant.
Das stimmt so nicht. Bei der Kommunikationsinfrastruktur haben alle Unternehmen Einsparpotential, unabhängig von ihrer Grösse und Branche. So lässt sich beispielsweise jedes Büro bereits mit wenigen Schritten mobil machen.
Ab welcher Grösse lohnt sich das bei KMU?
Einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten, ist für jedes Unternehmen möglich. Auch bei einer KMU mit einer Handvoll Mitarbeitenden lohnen sich z.B. Kommunikationslösungen wie das mobile Büro oder UCC. Denn ganz unabhängig von der Anzahl der Benutzer erhöht eine beschleunigte interne und firmenübergreifende Kommunikation die Arbeitsqualität.
Gibt es spezielle Branchen, die sich besonders eignen?
Es dürfte jedem klar sein, dass ein Bauarbeiter kaum im Home Office arbeiten wird. Im Gegensatz zu handwerklichen Berufen ist geistiges Arbeiten aber grundsätzlich unabhängig vom Standort möglich.
Aber ganz ehrlich, wo ist der Haken an der Sache?
Nachhaltiges Arbeiten setzt neben einer funktionierenden technischen Seite auch ein entsprechendes Denken in der Unternehmenskultur voraus. Die modernsten und effizientesten Kommunikationslösungen nützen wenig, wenn der Benutzer sie ungenügend oder gar nicht einsetzt. Gerade beim Thema Home Office tun sich leider immer noch viele Arbeitgeber schwer. Gerade deshalb ist aus unserer Sicht der Home Office Day eine gute Sache, da dazu beiträgt, die Akzeptanz dieser Arbeitsform zu unterstützen.
Arbeiten Sie selbst auch im Home Office?
Selbstverständlich gehöre ich zu den Befürwortern von Home Office und bin stolz darauf, dass Swisscom dies einerseits technisch überhaupt möglich macht und andererseits auch selbst in der Unternehmenskultur vorlebt. Dadurch können wir intern und bei unseren Kunden einen Beitrag zur ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit leisten.
Mehr Informationen unter:
www.swisscom.com/verantwortung