Sony Ericsson Xperia Arc – das Display-Handyvon Peter Wolf, Trend Scout und Journalist bei Ringier AG
Als ich das Arc zum ersten Mal aus seiner Schachtel nahm, hatte ich das Gefühl, ein Display und nicht ein Handy in der Hand zu halten. Während des Hochfahrens bekam ich dann Gelegenheit, herauszufinden, weshalb es «Arc» (Bogen) heisst: In der Mitte ist das bloss 11 mm dicke Gerät nochmals ganze 2 mm dünner, wodurch es extrem gut in der Hand liegt. Es ist also ein Gerät, bei dem alles aus Bildschirm besteht ausser vertikal 27 mm und horizontal 10 mm. Ein Teil der bildschirmfreien Zone wird benötigt für die Zurück-, Home- und Menütasten (unten) und für den Lautsprecher und den Abstandssensor (oben).
Auf der Oberseite befindet sich auch der HDMI-Anschluss – und damit kann das Arc seine grosse Stärke ausspielen: nämlich Bilder auf grosse Bildschirme bringen. Das können einerseits Videos sein, andererseits aber auch PDFs, sodass man auch Präsentationen vom Handy aus halten kann. Das Ausgabegerät muss dazu bloss über einen HDMI-Anschluss verfügen. Das trifft für neuere PC-Monitore, grosse TV-Geräte und vereinzelte Beamer zu. Es ist schon beeindruckend, wenn man einen Vortrag einfach so mal locker vom Handy aus vorführen kann. Allerdings muss man dabei recht nahe beim Bildschirm stehen, weil das mitgelieferte Adapterkabel nicht sehr lang ist. Dann aber kann man alles zeigen, was man aufs Handydisplay bringen kann. Das können Apps sein oder PDFs (die man aber besser vorgängig optimiert, sodass sie das Bild schnell aufbauen), das können Videos ab Speicherkarte oder aus YouTube sein, oder das können Bilder sein, die mit der eingebauten 8-Megapixel-Kamera aufgenommen worden sind. Der Fotoapparat hat übrigens eine «Smile Detection», die erst auslöst, wenn die anvisierte Person auch lächelt.
Abgesehen von seinen Unterhaltungsqualitäten ist das Arc aber auch ein Business-Handy, mit dem Adressen und Kalendereinträge synchronisiert werden können und mit dem sich E-Mails lesen und verfassen lassen. Auch hier macht sich der grosse Bildschirm positiv bemerkbar, weil dadurch auch die virtuelle Tastatur grosszügiger ausfallen kann – vor allem im Quermodus.
Ich habe das Arc wegen seines grossen Bildschirms gerne zum Navigieren im Auto verwendet (hierbei lohnt es sich jedoch, ein Ladekabel mitzuführen, damit das Gerät seinen Strom von der Auobatterie beziehen kann – sonst ist man am Ziel und das Handy leer). Auch Browsen und Lesen macht richtig Spass damit. Sogar Zeitschriften lassen sich notfalls damit konsumieren, wenn sie mehrspaltig gesetzt sind und es einem nichts ausmacht, im PDF hin und her zu fahren. Bei Büchern stellt sich dieses Problem natürlich nicht, denn beim eReading wird automatisch entsprechend der gewählten Schriftgrösse in Spalten umbrochen.
Zum Gamen eignet sich das Smartphone ebenfalls sehr gut, weil es einen schnellen Prozessor hat (das Spiel «Roboto» läuft zum Beispiel längst nicht auf jedem Android-Handy, aber hier macht es echt Spass, den ruckelfreien Animationen zuzuschauen und verzögerungsfrei spielen zu können). Ach ja, fast vergessen: Ein Mobiltelefon ist es selbstverständlich auch noch!
Apps, die ich auf dem Xperia Arc gerne nutze