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Testbericht

Testbericht: HTC Desire Z

Von Peter Wolf

Es ist schon erstaunlich, wie sehr man durch eine richtige Tastatur verwöhnt wird! Ist nur eine virtuelle Bildschirmtastatur verfügbar, dann findet man sich halt damit ab und entwickelt mit der Zeit eine erstaunliche Geschicklichkeit im Herumtappsen. Doch kaum gibt es ein Modell mit richtigen Tasten, mag man die Bildschirmtastatur bloss noch für kurze Eingaben verwenden.

Und genau das ist jetzt der Fall: Die virtuelle Tastatur des HTC Desire war eigentlich schon recht gut zu bedienen, weil bei jedem Antippen ein leichtes Vibrieren als haptisches Feedback spürbar ist. Das neue Modell Desire Z jedoch bietet unter seinem Display eine echte Volltastatur an und die macht das Schreiben extrem viel komfortabler. Klappen wir also die Tastatur heraus. Das heisst: Eigentlich hebt sich das Display hoch wie das Dach eines Cabriolets und gleitet nach hinten, um die Tastatur freizulegen.

Auch mit offener Tastatur kann das Handy gut in den Händen gehalten werden und kippt nicht nach hinten ab. So schreibt man flüssig mit beiden Daumen. Oder man legt es auf den Tisch und tippt mit zwei bis vier Fingern darauf. Auch dann liegt es flach auf und kippt nicht etwa nach hinten ab.

Sehr praktisch ist, dass es für Komma und Punkt eigene Tasten gibt. Sie liegen links und rechts von der angenehm grossen Leerschlagtaste. Umlaute können auf zwei Arten eingegeben werden: Entweder mit der Doppelbelegung der jeweiligen Taste (also zum Beispiel FN und dann J für das«ä») oder indem das «a» lange gedrückt wird und dann aus dem Pop-up-Menü die entsprechende Variante ausgewählt wird. Analog erzeugt man auch é und è oder ç. Auch das @ und das Fragezeichen haben ihre eigenen Tasten bekommen.

Mit einer solch guten Tastatur macht es natürlich um so mehr Spass, zu tippen. Sei dies beim Erfassen von Adressen, beim Eingeben von Text in ein Suchfeld eingeben oder beim Schreiben in Office-Applikationen wie  «DocumentsToGo», «ThinkFree Office» oder «Quickoffice». Auch mit dem «DB Text Editor» der kostenlosen Dropbox lässt sich übrigens Text erstellen und verändern.

Wenn ich mein Equipment heute noch einmal neu zusammenstellen würde, dann wäre alles um das Desire Z herumgruppiert. Und alle anderen Geräte würde ich dann nur noch in der W-LAN-Version beschaffen. Denn das Android-Handy kann auch als WLAN-Hotspot für bis zu 8 Benutzer herhalten.

Trotz der zusätzlichen Tastatur ist das HTC Desire Z bloss 2,3mm dicker als das Desire ohne Hardware-Tastatur und nur 45 g schwerer.

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Über Peter Wolf

e-research AG

Peter Wolf ist Technologie-Kolumnist bei verschiedenen Publikationen und Senior Trend Scout Analyst bei der e-research AG. Früher konzipierte und leitete Peter Wolf für «Blick» und «SonntagsBlick» das IT- und Unterhaltungselektronik-Ressort und entwickelte für «Cash» die Blogs und den Multimediacontent.