Navigation

Virtual Business Club

Globale Navigation

  • Lösungen
  • Bedürfnisse
  • Events

Testbericht

Galaxy S III: Das Aufmerksame

von Peter Wolf

Auf dieses Smartphone haben viele gewartet. Nicht nur, weil es schnell und stark sein soll, sondern auch, weil es ganz neue Möglichkeiten offeriert, wie man mit dem Handy kommuniziert.

Wenn ich im Adressbuch jemanden gefunden habe und ihn anrufen will, dann werde ich das Telefon wohl zum Ohr führen. Bei jedem anderen Gerät muss ich dazu aber zuerst noch die Anrufen-Taste drücken. Nicht so mit der Direktanruf-Funktion: Da hebt man wirklich einfach nur noch das Telefon zum Ohr, es vibriert kurz, und dann wird die oberste Nummer im Adressbuch-Eintrag gewählt.

Wenn ich das Telefon nicht mehr benutze, lege ich es hin. Dann verdunkelt es seinen Bildschirm automatisch. Und sobald ich es wieder hochhebe, schaltet es ihn selbständig wieder ein. Aber es geht noch weiter: Es schaut einem zu, ob man es noch anschaut: Solange die Frontkamera mein Gesicht (bzw. ein Gesicht) sieht, verdunkelt es den Bildschirm nicht, was sonst je nach Timeout-Zeit recht schnell geschieht. Ich kann sogar mein Gesicht anstelle eines PIN-Codes zum Entriegeln des gesperrten Geräts verwenden; das funktioniert sehr zuverlässig (bei Brillenträgern - mit und ohne Brille). Dies ist allerdings nicht das sicherste aller Geräteverriegelungsverfahren. Wer auf hohe Sicherheit angewiesen ist, kann auch den ganzen Telefoninhalt verschlüsseln und passwortschützen.

Das Smartphone ist sowieso sehr wohlerzogen: Wenn es ruhig sein soll, legt man es einfach umgekehrt auf den Tisch, und es hört auf, zu klingeln oder Musik abzuspielen. Man kann ihm auch die Hand vor den Mund (bzw. das Display) halten, dies hat denselben Effekt.

Der Bewegungssensor lässt sich auch für anderes verwenden: Beim Bilder betrachten einfach zwei Finger aufs Display legen und das Handy nach vorn oder hinten kippen, um das Bild zu vergrössern oder verkleinern. Einen Finger drauflegen und es um diesen Punkt bewegen, um im Bild zu navigieren. Oder Doppeltippen auf den oberen Gehäuserand führt in Listen ans obere Ende. Damit solche Tricks funktionieren, müssen unter «Bewegungsaktivierung» die entsprechenden Funktionen eingeschaltet sein.

Das Galaxy S III lässt sich nicht nur mit Gesten steuern. Es hört auch gut zu, und vieles lässt sich per Stimme bedienen. Überhaupt ist es sehr kommunikativ, denn auch zur Datenübertragung hält es einiges bereit:
 

  • Near Field Communication (NFC) transferiert Bilder, Videos, Songs etc. auf sehr kurzen Distanzen; die NFC-Geräte müssen einander also fast berühren. Das garantiert, dass die Daten oder Informationen auch wirklich auf dem gewünschten Gerät landen.
  • Mit Wi-Fi Direct lassen sich Dateien innerhalb des Raums ähnlich wie mit Bluetooth an entsprechend ausgestattete Geräte schicken, zum Beispiel an ein Samsung Tablet. Bluetooth selber ist übrigens auch an Bord.
  • Aber extrem praktisch ist «Kies air», mit dem Telefondateien ohne Kabel mit einem Computer ausgetauscht werden können. Dieses Samsung-Programm muss zuerst aus dem App-Store heruntergeladen werden. Nach dem Start zeigt es eine URL an, die im Browser des PCs oder Laptops eingegeben werden kann, und schon ist dieser mit dem Smartphone verbunden. Der Browser zeigt dann Fotos, Videos, Musik, Kontakte, Kalendereinträge etc. an und erlaubt das Hoch- und Runterladen dieser Dateien.


Ein kleines, aber feines Design-Detail: Die Lautstärketasten und der Ausschaltknopf liegen einander nicht exakt gegenüber, sodass man nicht unbeabsichtigt das Gerät ausschaltet, wenn man es leiser stellen will. Leider ist der hintere Lautsprecher viel zu klein und schwach, und man deckt ihn öfter mal mit dem Zeigefinger ab, wenn man das sehr handliche Telefon hält.

Das Samsung Galaxy S III ist ein schnelles, leichtes Smartphone mit grossem, hellem AMOLED-Display, das gut in der Hand liegt und ein interessantes neues Bedienkonzept mitbringt. Wie jedes Android-Gerät ist es als Geschäfts-Handy ebenso geeignet wie für Freizeit und Unterhaltung.

Man muss sich ein bisschen an die vielen neuen Bedienungsmöglichkeiten gewöhnen, aber wer die Zeit investiert, hat ein gehorsames, aufmerksames und personalisierbares Arbeitsgerät, das viel Freude bereitet. Einiges davon konnte bereits der Vorgänger S II, aber erst im S III wurde dieses Bedienkonzept konsequent umgesetzt. Ausserdem ist es schneller und hat einen schöneren Display.

Mehr Informationen finden Sie unter http://www.samsung.com/global/galaxys3/

0 Kommentare

Bitte Kommentar verfassen!
* Pflichtfeld
Bitte beachten Sie das Swisscom die Kommentare begutachtet und bei Verletzung der Netiquette sich entsprechende Schritte vorbehält.

Über Peter Wolf








e-research

Peter Wolf testet elektronische Lesegeräte, Smartphones, Social-Media-Plattformen und andere neue Kommunikationsformen. Er studierte an der ETH Elektroingenieurwesen und leitete früher der Cash-Blog und konzipierte für Blick und Sonntags-Block die IT- und Multimediaseiten.