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BrainGym – das Treibhaus der Inspiration
„Im BrainGym kann man ausserhalb gewohnter Bahnen denken“, erklärt Christina Taylor, Leiterin der Abteilung Best Experience bei Swisscom im Privatkundensegment. Sie war es, welche die Idee vom BrainGym vor rund vier Jahren in die Schweiz gebracht hatte. Dabei spielte ihre berufliche Erfahrung aus den USA eine wichtige Rolle. Denn als Outpost von Swisscom im Silicon Valley trat sie mit unterschiedlichsten Firmen in Kontakt. Und eines hatten alle gemeinsam – nämlich die Unternehmenskultur. Sie pflegen Kontakte, stellen die Kunden ins Zentrum, fördern Talente und lassen Fehler zu. „Wir nennen diese Art des Arbeitens und Denkens Human Centered Design. Um eine solche Kultur zu etablieren und zu pflegen, braucht es unter anderem einen Raum – sozusagen ein erlebbares Symbol.“ So wurde das Projekt BrainGym geboren. Ein Ort, wo sich Mitarbeitende austauschen, Human Centered Design als Disziplin erlernen und ihre Inspiration finden.
Das BrainGym steht nie still. Es passt sich laufend den Bedürfnissen seiner Besucher an. Es geht darum, eine andere, auch physische Perspektive einzunehmen. Möbel dürfen im BrainGym umgestellt oder gar von ausserhalb mitgebracht werden. So sollen neue Sitz- und Arbeitskonstellationen entstehen, die dem Ort einen Charakter verleihen und die es ermöglichen, neue Geschichten einzubringen. Kreative Lösungen finden hier genauso Platz wie die Freiheit, neue Erfahrungen zu sammeln und aus diesen zu lernen. Somit ist das BrainGym ein wesentliches Element der laufenden kulturellen Transformation bei Swisscom. „Das BrainGym ist Swisscoms physisches Commitment zu Human Centered Design“, bringt es Christina Taylor auf den Punkt.
Gezieltes Ausbrechen aus dem Arbeitsalltag
In den Anfängen des BrainGym waren da zunächst das riesige Büchergestell und der grosse Holztisch. Denn eine der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Silicon Valley war für Christina Taylor, dass eine informelle Bibliotheks-Atmosphäre den Wissensaustausch fördert. „Mein Anspruch: wenn du Fragen zu Human Centered Design, Design Thinking, dem Entwickeln ausserordentlicher Kundenerlebnisse oder Innovations-Ansätze hast, so findest du die Antworten im BrainGym. Sei es über Bücher, Kollegen, gezielte Gespräche mit externen Firmen oder die thematischen Events, die im BrainGym stattfinden.
Karin Hilzinger gab dem BrainGym sein aktuelles Gesicht. Sie hat die ursprüngliche Idee übernommen und entwickelt den physischen Raum seitdem laufend weiter. Die Arbeitsumgebung soll dabei immer so gestaltet werden, dass sie die Weiterentwicklung des Individuums und des Unternehmens gleichermassen unterstützt. Ihr geht es darum, dass die Mitarbeitenden gezielt aus dem Trott des Alltäglichen kommen. Dazu können sie im BrainGym Arbeitsformen anwenden, für die ihnen in den üblichen Räumlichkeiten schlicht der Platz oder das Material fehlt.
Das BrainGym ist – bei aller Kreativität – nicht willkürlich entstanden. Beim Aufbau wie auch bei den Weiterentwicklungen standen stets die Nutzer und deren Bedürfnisse im Zentrum der Überlegungen. Mitarbeitende wie Management sollen ermutigt werden, nach kreativen Lösungen zu suchen, um begeisternde Kundenerlebnisse zu schaffen. Das BrainGym liegt in der ehemaligen Schalterhalle der Post am Bollwerk in Bern. Folglich wurde der Raum nicht für ein Open Space Büro konzipiert. Ein Vorhang aus rund 20'000 Tennisbällen dient als Schallschutz und behebt so das Akustikproblem. Über den gesamten Boden erstreckt sich ein grosser Teppich, auf welchem eine stark verpixelte Alpenlandschaft abgebildet ist. Der Hallenteppich soll mit seinen natürlichen Farbtönen laut wissenschaftlichen Experten die Kreativität fördern.
Das BrainGym zeigt Wirkung
Ausser einem massiven, grossen Holztisch sind alle Einrichtungsgegenstände mobil oder sogar mit Rädern versehen. Auf diese Weise können die Möbel jederzeit weg- oder neu zusammengestellt werden. Damit kann den Bedürfnissen von Klein- und Grossgruppen Rechnung getragen werden. Solche Möbel waren im Handel aber nicht zu einem bezahlbaren Preis aufzutreiben. Die Innenarchitekten und Handwerker unter der Leitung von Karin Hilzinger erstanden deshalb vieles aus Brockenhäusern, zerlegten es in seine Einzelteile und bauten diese dann zu neuen, zweckdienlichen Möbelstücken zusammen. Deshalb sind fast alle Möbelstücke im BrainGym einzigartig.
Bei aller Gemütlichkeit und inspirierenden Atmosphäre: das BrainGym ist ein Arbeitsort. Als solcher wird er aber nicht nur von einzelnen Mitarbeitenden genutzt, sondern dient auch als Plattform für grössere Projektarbeiten. Beispielsweise hat sich im Projekt Campus ein Team intensiv mit der Verbesserung des Einkaufserlebnisses in den Swisscom Shops beschäftigt. Dazu führte das Projektteam im BrainGym einen Workshop mit Swisscom-Kunden durch. Zusammen liess sich dann definieren, welche Faktoren zu einem optimalen Einkaufserlebnis beitragen. Diese Erkenntnisse haben viel zum Kundenerlebnis in den Shops beigetragen. Nebst der Projektarbeit bietet das BrainGym auch Raum für Events wie den Swisscom Welcome Day, das CX Forum, oder Veranstaltungen der Nachhaltigkeits-Community von Swisscom, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Befragt man schliesslich die Mitarbeitenden von Swisscom zum BrainGym, so fällt ihr Feedback meist positiv aus. Oft fallen Stichworte wie Inspiration und Atmosphäre. Dennoch hält Karin Hilzinger fest: „Wir schaffen lediglich den Raum – belebt wird das BrainGym von seinen Benutzern.“