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Interview

Urs Schaeppi im Gespräch mit der Computerworld

Interview: Hansjörg Honegger und Reto Vogt

Das Motto der fünften Swiss dialogue Arena, zu der Swisscom im September 2012 einlädt, lautet «heute bereit für morgen». Computerworld spricht mit Urs Schaeppi, Leiter Bereich Grosskunden und Mitglied der Geschäftsleitung, über den Markt, Cloud-Services und Kundennähe.

Computerworld: An der diesjährigen Swiss dialogue Arena spricht einer der Referenten über die IT im Jahr 2021. Das ist ganz schön ambitioniert. Was treibt die Business-IT in zehn Jahren um?

Urs Schaeppi: Die Business-Herausforderungen werden immer noch dieselben sein: Kostendruck, Wettbewerbskraft, Kundennähe. CW: Aber die technologischen Voraussetzungen werden andere sein? Schaeppi: Ja, klar. Man kann nicht genau sagen, was noch kommt, aber die ganz grundsätzlichen technologischen Trends lassen sich bereits heute abschätzen: Jedes Jahr verdoppelt sich die Leistungsfähigkeit der Netze und Datenspeicher. Damit sinken die Preise pro Unit. Das wird wiederum zu einer noch stärkeren Digitalisierung führen. Alle Geräte werden miteinander kommunizieren. Das findet jetzt schon mit den Apps statt.

CW: Inwiefern?

Schaeppi: Bereits heute greifen viele Applikationen auf geschäftliche Daten zu. Laut Prognosen werden zwei Drittel aller Apps, die in diesem Jahr programmiert werden, auf Unternehmensdaten zugreifen.

CW: Wissen das die IT-Verantwortlichen? Oder greifen diese Apps praktisch hinter dem Rücken der CIOs auf die Daten zu, weil die Anwender selbst aktiv werden und Apps installieren?

Schaeppi: Es gibt in jedem Unternehmen Regeln, wie mit Daten umzugehen ist.

CW: Die aber häufig einfach ignoriert werden. Heute machen die Anwender einfach vorwärts, wenn die IT einen Dienst nicht schnell genug bereitstellen kann.

Schaeppi: Es stimmt schon, vieles geht heute an der IT vorbei. Sehr viele Veränderungen – auch bei den Firmen, die wir betreuen – werden von den Endkunden vorangetrieben. Früher tat dies der CIO. Die IT pocht zwar auf ihre Richtlinien, aber man sollte nicht naiv sein: Den Datenschutz muss man sehr ernst nehmen.

CW: Hier hilft die Swisscom?

Schaeppi: Ja, um diesen Wachstumsmarkt kümmert sich bei uns eine spezielle Business- Unit. Wir investieren entsprechend viel, weil in allen Unternehmen das Thema Sicherheit sehr weit oben auf der Prioritätenliste steht. Es geht letztlich immer um die Balance zwischen Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit. Ist etwas total sicher, ist es unter Umständen nicht mehr nutzerfreundlich.

 

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