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Interview

Privat im Firmennetzwerk

Bring Your Own Device (ByoD): Unter diesem Motto erlauben immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitenden, ihre privaten Smartphones, Tablets oder Notebooks für geschäftliche Zwecke zu nutzen. ByoD muss aber sauber konzipiert werden, sagt Jürg Hurter, Leiter des Kompetenzzentrums Mobile Business bei Swisscom.

Herr Hurter, können Unternehmenn mit ByoD Geld sparen?
Wenn man ehrlich ist, fliesst ein Teil der eingesparten Hardware-Investitionen woanders hin: Es braucht Software für eine sichere Einbindung der Privatgeräte ins Firmennetzwerk und das Management ist genauso aufwendig wie mit firmeneigenen Geräten. Die Nutzer wollen ausserdem auch Support.

Es reicht demnach nicht, einfach das iPhone oder den Privat-Laptop im Büro zu erlauben?
Auf keinen Fall. Wir empfehlen, schrittweise vorzugehen: Mit einem kleinen Nutzerkreis anfangen und Erfahrungen sammeln. Erst dann kommt der grossflächige Rollout. Gut überlegen und gezielt handeln ist auf jeden Fall besser als ein Schnellschuss. Der kostet nicht nur Geld, sondern auch Goodwill, wenn man später zurückkrebsen muss.

Wieso kann es zu Einschränkungen kommen?
Die Mitarbeitenden erwarten, dass sie mit dem eigenen Gerät den gleichen Zugang haben wie mit dem Firmen-PC. Das ist aber oft nicht ratsam oder technisch gar nicht möglich. Zudem wollen auch die Unternehmen selbst zu Beginn einen möglichst umfassenden Zugang gewähren. Später erkennen sie, dass sie manche Geschäftsdaten doch lieber nicht auf den Privatgeräten haben wollen, nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen.

Ist auch punkto Privatsphäre Skepsis angebracht?
Das Unternehmen erhält durch ByoD Einblick in die private Umgebung der Mitarbeitenden. Das muss kommuniziert und durch Richtlinien geregelt werden. Auf der anderen Seite hat der Mitarbeitende auf seinem Privatgerät immer ein Stück der Firma dabei. Spezielle Software zur Trennung von privaten und geschäftlichen Daten auf dem Mobilgerät existiert zwar bereits, sie ist aber noch nicht völlig ausgereift. In diesem Bereich wird sich aber in den nächsten Monaten viel tun.

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