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Medienmitteilung

Zwischenbericht per 30 Juni 2000: Swisscom mit höherem Umsatz und Reingewinn

29. August 2000

Der Swisscom-Konzern steigerte im ersten Halbjahr 2000 den Umsatz als Folge des Einbezugs von debitel um 33,4% auf CHF 6,9 Mia. In der Mobilkommunikation weitete der Konzern die europäische Kundenbasis per 30. Juni 2000 auf 8,6 Mio. massiv aus und legte damit die Grundlage für ein weiterhin erfolgreiches Geschäft. Markante Preissenkungen führten zu erheblich tieferen Margen in der Festnetztelefonie. Das Betriebsergebnis des Swisscom-Konzerns sank um ein Drittel auf CHF 1,1 Mia. Aufgrund des Verkaufs des Anteils an Cablecom stieg der Reingewinn auf CHF 2,4 Mia. Als Folge des anhaltenden Margendrucks rechnet das Unternehmen für 2000 mit einem deutlich tieferen Betriebsergebnis, jedoch einem höheren Umsatz und einem stabilen Reingewinn.

Die Festnetztelefonie ist weiterhin geprägt durch Preiszerfall und hohen Margendruck: Der Umsatz von Public Com ging um 22,4% auf CHF 2097 Mio. zurück und die EBIT-Marge von 32,4% auf 18,2%. Der anhaltende Boom beim Internetverkehr verdoppelte das Verkehrsvolumen im Bereich der Value Added Services. Per Ende Juni 2000 verzeichnete Swisscom zudem 1,61 Mio. ISDN-Kanäle (+43,1%) und 3,48 Mio. analoge Anschlüsse. Die Markteinführung der ADSL-Technologie ab Herbst 2000 schafft die Voraussetzungen für weiteres Wachstum.

Klarer Marktleader in der Mobilkommunikation


Das Schweizer Mobilkommunikationsgeschäft nimmt weiter kräftig zu: Mobile Com gewann im ersten Halbjahr 2000 netto 424´000 Neukunden und erhöhte den Umsatz um 20,4% auf CHF 1364 Mio. Mit 2,72 Mio. Kunden und einem Marktanteil von 68% ist Swisscom klarer Marktleader. Der Betriebsaufwand von Mobile Com stieg wegen erhöhter Roamingkosten, Materialaufwendungen und Händlerprovisionen um 38,9%. Die EBIT-Marge reduzierte sich von 48,1% auf 40,4%. Mit der Lancierung des bedeutendsten Schweizer WAP-Portals, mit mobilen E-Commerce-Lösungen und ortsbasierten Datendiensten erschliesst Swisscom gezielt neue Geschäftssegmente, um die Nutzung der Mobilkommunikation weiter zu steigern.

Der Umsatz im Bereich Business Com (Mietleitungs- und Datenübertragungsdienste, Unternehmenskommunikation, Ausrüstungen) blieb mit CHF 692 Mio. praktisch unverändert. Die EBIT-Marge reduzierte sich aufgrund des hohen Preisdrucks bei den internationalen Mietleitungen und der Kosten für den Aufbau neuer Geschäftsfelder von 2% auf minus 0,4%. Mit Conextrade lancierte Swisscom einen Business-to-Business-Marktplatz, der die Beschaffungsprozesse von Unternehmen optimiert und deren Kosten reduziert. Swisscom ist zudem an der plenaxx.com AG beteiligt, dem ersten integrierten Business-to-Business-Portal für das Schweizer KMU-Segment.

Eine Umsatzsteigerung von 69,6% auf CHF 575 Mio. verzeichnete der Bereich Wholesale und Carrier Services dank Zuwächsen bei den nationalen Interkonnektionsdienstleistungen und den internationalen Carrier-Diensten.

Für Bluewin, den führenden Internet-Provider der Schweiz, plant Swisscom den Gang an die an Schweizer Börse SWX New Market innerhalb der nächsten Monate.

debitel mit monatlich über 260´000 Neukunden in Europa

Im ersten Halbjahr 2000 wuchs die Kundenzahl in Deutschland bei debitel netto um über 1,3 Mio. auf rund 4,5 Mio., in Europa um 1,6 Mio. auf rund 6,3 Mio. (davon Mobilkunden per 30. Juni 2000: 5,9 Mio.). Bis Ende 2000 strebt debitel in Deutschland eine Steigerung der Kundenbasis auf über 6,5 Mio. Teilnehmer an, in Europa auf über 8,6 Mio. debitel erzielte im ersten Halbjahr einen Umsatz von CHF 1861 Mio. (+ 33,8%). Da der Erwerb von debitel per 1. Oktober 1999 erfolgte, ist das Unternehmen in den Vorjahreszahlen nicht enthalten. Der EBIT vor Goodwill-Abschreibungen beträgt CHF 55 Mio. und liegt damit um 33% unter dem Vorjahr. Als grösster netzunabhängiger Service Provider Europas will debitel mit Partnern aus dem Kreis der Lizenzinhaber als alternativer und innovativer Anbieter von UMTS-Dienstleistungen an diesem Wachstumsmarkt partizipieren.

Gestiegene Betriebsaufwendungen - planmässiger Abbau von rund 1600 Stellen

Der Betriebsaufwand einschliesslich Abschreibungen nahm im 1. Halbjahr 2000 gegenüber der Vorjahresperiode um CHF 2280 Mio. zu. Davon entfallen auf debitel einschliesslich Goodwill-Abschreibung CHF 1973 Mio. Der Material- und Dienstleistungsaufwand stieg ohne debitel um CHF 301 Mio. Der Personalaufwand hat ohne Berücksichtigung von debitel um CHF 15 Mio. ab-, der übrige Betriebsaufwand um CHF 30 Mio. zugenommen. Der Personalbestand ohne debitel konnte plangemäss um 8,1% auf 18´288 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reduziert werden. Swisscom einigte sich mit den Sozialpartnern über die Eckwerte des künftig gültigen Sozialplans: Von 2001 bis 2003 werden im Schweizer Kerngeschäft rund 3000 Stellen abgebaut und etwa gleich viele ausgelagert. Für die Massnahmen zum Stellenabbau werden im zweiten Halbjahr 2000 Restrukturierungsaufwendungen anfallen.

Ausblick 2000: höherer Umsatz, tieferes Betriebsergebnis und stabiler Reingewinn


Die erstmalige Konsolidierung von debitel wird zu einer markanten Steigerung des Jahresumsatzes 2000 führen. Als Folge der erweiterten Kundenbasis erwartet Swisscom bei Mobile Com eine weitere Umsatzzunahme. Der Umsatz von Public Com wird jedoch wesentlich unter dem Vorjahreswert zu liegen kommen. Aufgrund beschränkter Wachstumsmöglichkeiten im Inland und wegen des anhaltenden Preisdrucks wird das Betriebsergebnis (EBIT) deutlich tiefer als im Vorjahr ausfallen. Dank ausserordentlicher Transaktionen wie dem bereits erfolgten Verkauf des Anteils an Cablecom wird für das Geschäftsjahr 2000 ein Reingewinn im Rahmen des Vorjahres erwartet. Die Veräusserung eines Teils der Immobilien in der Schweiz ist für das Jahr 2001 geplant.

PDF: Zwischenbericht per 30. Juni 2000 
 

Bern, 29.August 2000

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