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Medienmitteilung

Entwicklung zur Unternehmensgruppe: Swisscom erhöht Tempo, Schlagkraft und Flexibilität

25. August 2000

Um die Wettbewerbsfähigkeit im sich schnell wandelnden Telecom-Umfeld zu sichern, passt Swisscom ihre Organisation an: Der Konzern mit seiner Stammhausstruktur wird bis Ende 2001 schrittweise in eine Gruppe operativ selbständiger Gesellschaften weiter entwickelt. Dies ermöglicht klare Zuweisungen der Ergebnisverantwortungen, die Fokussierung der operativen Gesellschaften auf ihre Teilmärkte, eine erhöhte Transparenz und damit mehr Attraktivität am Kapital- sowie am Personalmarkt. Swisscom führt damit die 1999 im Projekt "Progress" eingeleitete Vertikalisierung konsequent weiter. Die Umwandlung in eine Gruppe hat keinen zusätzlichen Stellenabbau zur Folge. Im weiteren wird Swisscom ihre Beteiligungen an ausländischen Telekom-Unternehmen vermehrt auf den Wachstumsmarkt Mobilkommunikation konzentrieren und ihre Anteile an Festnetz-orientierten Unternehmen teilweise veräussern.

Der Grundsatzentscheid des Swisscom-Verwaltungsrates sieht die Ueberführung der heutigen Stammhausstruktur in eine Gruppenorganisation vor. Die Umsetzung erfolgt schrittweise bis Ende 2001. Die zentralen Elemente der neuen Organisation sind ein stark verkleinertes Headquarter sowie die konsequente Ausgliederung der einzelnen Geschäftsfelder in operativ selbständige Einheiten. An die Stelle der für das Gesamtunternehmen verantwortlichen Konzernleitung treten weitgehend autonome Geschäftsleitungen der operativen Einheiten und eine auf die finanzielle und strategische Führung fokussierte Gruppenleitung.

"Mit der neuen Unternehmensorganisation stellt Swisscom die Weichen für die Zukunft", begründete VR-Präsident Markus Rauh die Entscheide des Verwaltungsrates. "Die neue Organisation vereinfacht die Führung, schafft Transparenz und die notwendige Flexibilität, um in der schnellebigen Telekombranche erfolgreich zu sein." Swisscom-CEO Jens Alder betonte: "Bei einer Unternehmensgruppe werden die Ergebnisverantwortlichkeiten klar zugeordnet, die einzelnen Gesellschaften können sich voll auf ihre Märkte konzentrieren, es werden strategische Partnerschaften in den einzelnen Teilmärkten möglich. Damit wird Swisscom attraktiver für hochqualifizerte und ambitionierte Management-Talente, die Mittelbeschaffung an den Finanzmärkten wird erleichtert, es ergibt sich eine Erhöhung der Werttransparenz."

Für die schrittweise Weiterentwicklung von Swisscom in eine Gruppe fällte der Verwaltungsrat folgende Entscheide: 

Etablierung einer auf die finanzielle und strategische Führung fokussierten Gruppenleitung anstelle der heute kollektiv für das Gesamtunternehmen verantwortlichen Konzernleitung  
 
Schaffung eines stark verkleinerten Gruppenheadquarter mit den für die Gruppenführung notwendigen Headquartersfunktionen (Finance & Controlling, Strategy & International, Corporate Communications, Corporate Management Services, Human Resource Management und Chief Information Officer).  
  
Ausgliederung der Division Mobile Com in eine separate Aktiengesellschaft.  
 
Grundsatzentscheid für weitere Ausgliederungen. Diese werden von Fall zu Fall durch den Verwaltungsrat in Abhängigkeit von der Entwicklung der Märkte sowie weiterer Analysen beschlossen.  
 
Die Entscheide des Verwaltungsrates haben keinen zusätzlichen, d.h. über den bereits früher angekündigten hinausgehenden Stellenabbau zur Folge.

Dominik Koechlin, während vier Jahren Mitglied der Konzernleitung und Leiter der Division Strategy & International, die in eine Headquartersfunktion & uuml;berführt wird, hat aus persönlichen Gründen entschieden, per 1. Januar 2001 von dieser Funktion zurückzutreten. CEO Jens Alder bedankte sich bei Dominik Koechlin für dessen grosse Verdienste um die Swisscom. Koechlin war neben anderem massgeblich an den umfassenden Umstrukturierungsprozessen "Change" und "Progress" sowie am Börsengang von Swisscom beteiligt. Er realisierte u.a. die Akquisition von debitel (über CHF 4 Mia.) und die Bereinigung der internationalen Beteiligungen. Der CEO wird Koechlin, der über einen weitreichenden Erfahrungsschatz verfügt, auch über den 1. Januar 2001 hinaus mit der Betreuung strategischer Projekte, speziell im Bereich internationaler Kooperationen, beauftragen.

Konzentration auf Mobilkommunikation im internationalen Geschäft


Im Bereich des internationalen Geschäfts hat der Verwaltungsrat die grundsätzliche Konzentration der Beteiligungen auf den Zukunftsmarkt Mobilkommunikation gutgeheissen. Entsprechend wird Swisscom ihre 50%-Beteiligung an der Firma tesion in Baden-Württemberg an den bisherigen Miteigentümer Energie Baden-Württemberg (EnBW) veräussern. Geplant ist auch der Verkauf der Beteiligung am elsässischen Unternehmen Estel. Bezüglich Swisscom SpA in Mailand laufen Gespräche, um mit einem möglichen Partner künftige Geschäftsmöglichkeiten zu entwickeln. Ein Rückzug aus der national tätigen UTA Telekom AG, der Nummer 2 im österreichischen Telekommunikationsmarkt, ist nicht vorgesehen. Für UTA, an der Swisscom mit 50% und einer Aktie beteiligt ist, wird im Rahmen der strategischen Unternehmensausrichtung derzeit auch ein Börsengang geprüft.

Nach dem Rückzug aus der UMTS-Auktion in Deutschland konzentrieren sich Swisscom und die Tochtergesellschaft debitel verstärkt auf das Wachstum der Kundenbasis vor allem im Bereich Mobilkommunikation. Swisscom und debitel streben strategische Partnerschaften mit dem Ziel an, eine optimale Wertschöpfungstiefe im künftigen UMTS-Markt zu erreichen. Diese können von einem reinen Wiederverkaufsmodell bis hin zu einem virtuellen Netzwerbetreiber (MVNO) gehen. Erste Gespräche mit potenziellen Partnern wurden bereits eingeleitet.

Bern, 25. August 2000

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