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Medienmitteilung

Zwischenbericht per 31. März 2001: Swisscom verzeichnet höheren Umsatz und stabiles Betriebsergebnis

17. Mai 2001

Swisscom ist finanziell kerngesund und hat wichtige Kennwerte weiter verbessert. Ein hoher Free Cash flow und die erste Zahlung von Vodafone reduzierten die Nettoverschuldung auf CHF 536 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt 50%. Die Zahl der Vollzeitstellen verringerte sich innert Jahresfrist um 1000 auf 20´274 und der Personalaufwand sank um CHF 26 Mio. auf CHF 605 Mio.

Der Drittumsatz des Segments Fixcom-Retail and Network stieg um 1,5% auf CHF 812 Mio. Bedingt durch geringere Umsätze mit anderen Swisscom-Segmenten ist die EBITDA-Marge jedoch von 37,0% auf 35,5% gesunken. Der Umsatz im Bereich Telefonverkehr ist im Vorjahresvergleich um 16,1% auf CHF 282 Mio. gesunken. Der Umsatzrückgang ist vor allem im nationalen Fernverkehr (35,6%) sowie im Telefonverkehr international (30,0%) eingetreten. Der Rückgang ist auf Marktanteilsverluste und massive Preissenkungen per 1. März 2000 zurückzuführen. Hingegen stieg der Umsatz der Value Added Services um 40,5% auf CHF 76 Mio. Dank dem anhaltend stark wachsenden ISDN-Geschäft verzeichneten die Anschlüsse ein Umsatzwachstum von 4,3% auf CHF 278 Mio. An dieser Entwicklung haben die Umsätze mit den Geschäftskunden im Segment Enterprise Solutions entsprechend partizipiert.

Bei den Verkehrsvolumen verzeichnete die Swisscom AG (Fixcom-Retail and Network und Enterprise Solutions) im Vergleich zum vierten Quartal 2000 im Festnetztelefonverkehr einen Anstieg von 1,3% auf 4´164 Mio. Minuten. Die Werte des vierten Quartals 2000 wurden von allen Verkehrsarten übertroffen.

Das Segment Fixcom-Wholesale and Carrier Services erhöhte den Drittumsatz im Vergleich zum ersten Quartal 2000 um 8,1% auf CHF 307 Mio. Dazu haben insbesondere die nationalen Interkonnektionsdienstleistungen für andere Telekommunikationsanbieter beigetragen. Die EBITDA-Marge sank als Folge von Preissenkungen von 5,6% auf 5,4%.

Der Nettoumsatz des Segments Enterprise Solutions mit externen Kunden liegt mit CHF 444 Mio. um 6,7% unter dem Vorjahreswert. Im Bereich Telefonverkehr, Anschlüsse und Value Added Services nimmt Enterprise Solutions an der beim Segment Fixcom-Retail and Network erwähnten Entwicklung teil. Der Umsatz des Mietleitungsgeschäfts liegt bedingt durch die Preissenkungen im August 2000 um 14,7% unter dem Vorjahreswert und beträgt CHF 99 Mio. Im Verlauf des Jahres ist mit punktuellen Preissenkungen zu rechnen. Hingegen verzeichnet der Umsatz des Bereichs Unternehmenskommunikation (Corporate Communication Solutions) ein starkes Wachstum von 51,4% und beträgt CHF 53 Mio. Insgesamt liegt der Umsatz des Datenkommunikationsgeschäfts jedoch um 6,0% unter dem Vorjahreswert. Die EBITDA-Marge des Segments ist als Folge der Preisreduktionen von 17,3% auf 14,9% gesunken.

Mit einer Nettoumsatzsteigerung mit externen Kunden um 22,4% auf CHF 755 Mio. ist das Segment Mobile unverändert das Wachstumsgeschäft von Swisscom. Im ersten Quartal wurden netto 146´287 Neukunden gewonnen, womit der Kundenbestand im Vergleich mit dem Stand Ende 2000 um 4,5% auf 3,31 Mio. ausgeweitet und ein Marktanteil von 67% erzielt werden konnte. Zum Wachstum des Kundenbestandes haben vor allem die Prepaid-Kunden beigetragen, deren Bestand um 9% auf 1,34 Mio. stieg. Das Umsatzwachstum resultiert insbesondere aus der mobilen Sprachkommunikation mit einer Volumensteigerung um 19,1% sowie aus dem Data-Geschäft mit einer Steigerung der Anzahl SMS auf mehr als das Fünffache auf 582 Mio. im ersten Quartal 2001. Der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde (ARPU inkl. ankommender Verkehr) sank von CHF 88 per Ende 2000 auf CHF 85. Der Rückgang des ARPU ist insbesondere auf den gestiegenen Anteil der Prepaid-Kunden zurückzuführen.

Der Aufwand gegenüber Dritten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 33,9%. Dies ist bedingt durch einen höheren Personalbestand, leicht erhöhte Aufwendungen für die Akquisition von Neukunden sowie die Vorbereitungen für GPRS und UMTS. Als Folge davon hat sich die EBITDA-Marge von 51,3% auf 50% verringert. Aufgrund der hohen Marktdurchdringung in der Schweiz wird sich das Umsatzwachstum im weiteren Verlauf des Jahres abschwächen.

Der Umsatz von debitel, dem grössten netzunabhängigen Service Provider Europas, ist im Vorjahresvergleich um 6,0 % auf CHF 947 Mio. angestiegen. Das Umsatzwachstum in Lokalwährung (EUR) beträgt rund 11%. Die Umsatzsteigerung resultiert aus dem Anstieg der Kundenbasis, die im Vergleich zu Ende 2000 um 7,5% auf 9,25 Mio. ausgeweitet werden konnte. In Deutschland ist debitel mit 7 Mio. Kunden der drittgrösste Mobilfunkanbieter. Der EBITDA von CHF 51 Mio. (gemäss IAS) liegt um 27,5% über dem ersten Quartal 2000.

Der Umsatz des Segmentes Übrige ist im Vergleich zum Vorjahreswert um 12,3% auf CHF 250 Mio. gesunken. Zurückzuführen ist dies vorab auf das Geschäft mit PBX Services (Teilnehmervermittlungsanlagen), das einen Rückgang um 24,0% auf CHF 114 Mio. verzeichnete. Der Internet Service Provider bluewin ist von der negativen Entwicklung im weltweiten Portalgeschäft betroffen. Der Nettoumsatz der bluewin-Gruppe (inkl. Umsatz mit anderen Segmenten) überstieg mit CHF 32 Mio. das Vorjahresniveau um 3,7%. Der EBITDA der bluewin-Gruppe beträgt minus CHF 11 Mio. Der Bestand an aktiven Access-Kunden konnte im Vergleich zu Ende 2000 um 11,4% auf 612´884 ausgeweitet werden. Der Marktanteil beträgt 41%.

 

Ausblick 2001:

Margen bleiben unter Druck - höherer Reingewinn Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Swisscom mit einer leichten Umsatzzunahme gegenüber dem Vorjahr und einer Verlangsamung der Marktanteilsverluste im Heimmarkt. Die EBITDA-Margen bei Fixcom-Retail and Networks und Enterprise Solutions werden aufgrund der Konkurrenzsituation weiter unter Druck bleiben. Swisscom wird die Fokussierung auf die Kernkompetenzen konsequent weiterführen. Aufgrund der hohen Marktdurchdringung wird sich das Wachstum in der Mobilkommunikation verlangsamen. Swisscom erwartet trotz des guten Ergebnisses in den ersten drei Monaten für 2001 ein tieferes operatives Ergebnis als im Vorjahr. Dank den ausserordentlichen Erträgen aus dem Verkauf von 25% der Swisscom Mobile AG und der bereits bekanntgegebenen Veräusserung von 190 Gebäuden rechnet Swisscom mit einer deutlichen Steigerung des Reingewinnes.

Der detaillierte Zwischenbericht ist via Internet abrufbar:

PDF: Zwischenbericht 1. Quartal 2001 
 
Bern, 17. Mai 2001

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