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Medienmitteilung

Zwischenbericht per 30. Juni 2001: Swisscom übertrifft im ersten Halbjahr die Erwartungen

23. August 2001

Swisscom gehört zu den wenigen Telekommunikationsunternehmen weltweit, die eine ausserordentlich hohe Finanzkraft aufweisen: Das Management reduzierte dank operativen Fortschritten und erfolgreichen Transaktionen konsequent die Nettoverschuldung. Swisscom weist per 30. Juni 2001 Nettofinanzmittel in der Höhe von CHF 1,02 Mrd. aus. Der Free Cash Flow liegt im ersten Halbjahr bei hohen CHF 3,22 Mrd.

Dazu Markus Rauh, Präsident des Verwaltungsrates: "Swisscom verfügt über eine sehr solide Bilanz. Diese ist das Resultat einer umsichtigen Investitionspolitik und einer sehr sorgfältigen Beurteilung der eigenen Möglichkeiten. Swisscom ist solide wie ein Fels."

Schweizer Markt als starke operative Basis - selektives Wachstum im Ausland

Die Schweiz ist der Schlüsselmarkt von Swisscom, in welchem der Grossteil des Mittelzuflusses erwirtschaftet wird. In anderen Ländern investiert Swisscom gezielt in Teilmärkte. Wie im April dieses Jahres angekündigt, prüft Swisscom derzeit auf internationaler Ebene selektive Wachstumsmöglichkeiten und damit Akquisitionen in den ausgewählten Bereichen Datenkommunikation und Mobile Service Providing. Falls keine grössere Transaktion getätigt wird, prüft Swisscom ein Aktienrückkauf-programm. Entscheide sind noch keine gefällt.

Operative Fortschritte im ersten Halbjahr 2001

Trotz den signifikanten Preissenkungen im März 2000 ist der Nettoumsatz des Segments Fixnet - Retail and Network mit externen Kunden im Vorjahresvergleich lediglich um 1,8% auf CHF 1´533 Mio. gesunken. Im Bereich Telefonverkehr ist ein Umsatzrückgang um 9,9% auf CHF 552 Mio. zu verzeichnen. Dagegen haben sich die Mehrwertdienste (Value Added Services) positiv entwickelt: Dank dem stark expandierenden Internetverkehr stieg der Umsatz um 34,8% auf CHF 151 Mio. Als Folge des ISDN-Wachstums konnte bei den Anschlüssen eine Steigerung von 3,5% auf CHF 559 Mio. erzielt werden. Die Verkehrsvolumen sind im Vorjahresvergleich im nationalen Telefonverkehr um 7,8% gesunken und im internationalen Telefonverkehr um 2,4% angestiegen. Dank der positiven Entwicklung der Value Added Services sowie aufgrund von Einsparungen im Personalbereich konnte die EBITDA-Marge des Segments trotz signifikanten Preisreduktionen im Telefonverkehr stabil gehalten werden.

Das Segment Fixnet - Wholesale and Carrier Services erhöhte im Vergleich zum Vorjahreswert den Nettoumsatz mit externen Kunden um 2,1% auf CHF 646 Mio. Zu dieser Steigerung haben die nationalen Interkonnektionsdienst-leistungen für alternative Telekommunikationsanbieter sowie die internationalen Tochtergesellschaften beigetragen. Hingegen resultierte beim international ankommenden Verkehr aufgrund der gesunkenen Terminierungspreise ein Umsatzrückgang.

Der Nettoumsatz des Segments Enterprise Solutions mit externen Kunden liegt mit CHF 895 Mio. um 3,1% unter dem Vorjahreswert. Die Preissenkungen per 1. März 2000 und die Marktanteilsverluste führten im Telefonverkehr zu einer Umsatzreduktion von 9,6%. Positive Beiträge resultieren aus den Bereichen Unternehmenskommunikation und Value Added Services, die einen Anstieg um 29,3% auf CHF 106 Mio. bzw. um 57,9% auf CHF 60 Mio. ausweisen. Der Umsatz in der Datenkommunikation sank um 6,6% auf CHF 382 Mio. Insbesondere verzeichnete das Mietleitungsgeschäft einen Umsatzrückgang um 14,7% auf CHF 203 Mio., bedingt durch anhaltenden Preisdruck. Durch die positive Entwicklung der Unternehmenskommunikation und der Value Added Services und dank einem günstigen Kostenverlauf erreicht die EBITDA-Marge von Enterprise Solutions das Vorjahresniveau.

Mit einer Umsatzsteigerung von 18,5% auf CHF 1´528 Mio. im Vergleich zum Vorjahressemester ist Mobile weiterhin das Wachstumsgeschäft von Swisscom. Im ersten Halbjahr 2001 konnten 259´000 Neukunden gewonnen werden, womit der Kundenbestand per 30. Juni 2001 auf 3,43 Mio. ansteigt. Der Anteil der Prepaid-Kunden hat sich im ersten Halbjahr 2001 um 2,3 Prozentpunkte auf 40% erhöht. Da die Neukunden im Durchschnitt weniger telefonieren, liegt der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde (ARPU) mit CHF 83 unter dem Niveau des Jahresende 2000 von CHF 89. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr rund 1,2 Mrd. SMS versandt. Trotz der Abflachung des SMS-Wachstums im zweiten Quartal 2001 stieg das Volumen gegenüber der Vorjahresperiode um 390%. Die Roamingumsätze liegen aufgrund des fortschreitenden Netzausbaus der Mitbewerber und von Marktanteilsverlusten unter den Vorjahreswerten. Die EBITDA-Marge von Mobile konnte trotz der im Vorjahresvergleich um 10,7% erhöhten Betriebsaufwendungen von 44,2% auf 48% gesteigert werden. Aus dem Wachstum des Kunden- und Verkehrsvolumens resultieren direkt ein erhöhter Ma-terialaufwand und erhöhte Personalaufwendungen durch die wachstumsbedingte Ausweitung der Unternehmensstrukturen. Hingegen konnten die Kosten für die Gewinnung und das Halten der Kunden im Vorjahresvergleich um 18,9% reduziert werden.

Der Umsatz von debitel ist im Vorjahresvergleich um 1,9% auf CHF 1´896 Mio. angestiegen. Das Umsatzwachstum in der Lokalwährung Euro beträgt 4,6%. Die Umsatzsteigerung resultiert aus dem Anstieg der Kundenbasis, die im ersten Halbjahr 2001 um 10,5% auf 9,5 Mio. ausgeweitet werden konnte. Das gegenüber dem Vorjahr geringere Umsatzwachstum ist auf Preissenkungen zurückzuführen. Ausserdem wirken sich die geringeren Umsätze der im Vorjahr stark gewachsenen Zahl von Prepaid-Kunden aus. Der EBITDA von CHF 93 Mio. liegt um 27,4% über dem Vorjahreswert. Um das Ergebnis im debitel-Geschäft ausserhalb von Deutschland nachhaltig zu verbessern, wurden gezielte Schritte eingeleitet. Neben der Anpassung des Geschäftsmodells in Frankreich wurde die Beteiligung von 48% an debitel Belgium veräussert. Die Anteile an debitel Nederland wurden im Juli 2001 auf 100% erhöht. Im ersten Halbjahr 2001 trägt das internationale Geschäft positiv zum Konzernergebnis bei.

Im Vorjahresvergleich ist der Umsatz des Segments Übrige um 6,9% auf CHF 525 Mio. gesunken. Dies ist vor allem auf das Geschäft mit PBX Services (Verkauf, Vermietung, Service von Teilnehmervermittlungsanlagen) zurückzuführen. Hier wurde ein Umsatzrückgang von 22,8% auf CHF 230 Mio. realisiert. Der Internet Service Provider bluewin AG konnte dank gesteigerter Volumen im Anschlussbereich den Nettoumsatz (einschliesslich Umsatz mit anderen Segmenten) um 17,2% auf CHF 68 Mio. steigern. bluewin hält einen Marktanteil von 45%. Dabei wurde der Bestand an aktiven Access-Kunden im ersten Halbjahr 2001 um 16,9% auf 642´715 ausgeweitet, wobei sich das Teilnehmerwachstum im zweiten Quartal 2001 abgeschwächt hat. Zur positiven Entwicklung des EBITDA des Segments Übrige hat die erstmalige Vollkonsolidierung von Swisscom Directories beigetragen.

Ausblick 2001: EBITDA in Höhe des Vorjahres erwartet - hoher Reingewinn

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Swisscom eine leichte Umsatzzunahme gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum bei Mobile und debitel wird aufgrund der hohen Penetrationsraten abflachen. Die Marktanteilsverluste im Telefonverkehr konnten im ersten Halbjahr verlangsamt werden. In einigen Segmenten der Festnetztelefonie sowie des Daten- und Mobilbereichs ist mit einem anhaltenden Preisdruck zu rechnen. Falls sich die Marktbedingungen im zweiten Semester nicht wesentlich verändern, strebt Swisscom einen EBITDA in der Höhe des Vorjahres an. Dank den ausserordentlichen Erträgen aus dem Verkauf von 25% von Swisscom Mobile AG und der Veräusserung von Immobilien wird eine deutliche Steigerung des Reingewinns erwartet.

An der Swisscom-Generalversammlung vom 29. Mai 2001 wurde eine Nennwertreduktion von CHF 8 pro Aktie beschlossen. Die daraus resultierende Ausschüttung von CHF 588,4 Mio. an die Aktionäre wird am 11. September 2001 erfolgen.

Der detaillierte Zwischenbericht ist im Internet abrufbar unter:

PDF: Zwischenbericht erstes Halbjahr 2001 
 
Der Aktionärsbrief:

PDF: Aktionärsbrief 

 
Bern, 23. August 2001

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