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Medienmitteilung

Swisscom reicht Bewerbung um Grundversorgung ein

04. März 2002

Swisscom hat die Bewerbung für die Grundversorgungskonzession ab 1. Januar 2003 eingereicht. Die Grundversorgung umfasst zahlreiche Telecom-Dienstleistungen, die im ganzen Land zu gleichen Preisen angeboten werden. Nach den vom Bundesrat im letzten Jahr verordneten Preisobergrenzen beim Telefonanschluss und der vorgeschriebenen Berechnungsmethode für Investitionsbeiträge bleibt die hohe Kostenunterdeckung in der Grundversorgung bestehen. Die klar unter den ökonomischen Kosten liegende Preisregulierung reduziert den Anreiz für Investitionen.

Gemäss gültigem Fernmeldegesetz erbringt Swisscom seit 1998 bis Ende 2002 die Grundversorgung ohne jede Abgeltung. Die führende Schweizer Telekommunikationsanbieterin bewirbt sich für die Grundversorgungskonzession von 2003 bis 2007. Als flächendeckend präsente und mit einer eigenen Infrastruktur ausgestattete Vollsortimentsanbieterin bekennt sich Swisscom zu einem modernen Service au public. Im Zentrum der Telecom-Grundversorgung in der Schweiz steht der Festnetz-Telefonanschluss, der einen landesweiten Zugang zum öffentlichen Telefondienst und zum Internet zu gleichen Bedingungen ermöglicht.

Hohe ungedeckte Kosten - Preisregulierung hemmt künftige Investitionen


Die vom Bundesrat aus politischen Überlegungen festgelegte Preisobergrenze für den herkömmlichen Telefonanschluss (analog) von CHF 25.25 (inkl. MwSt) ist nicht kostendeckend. Gemäss der nach Ansicht von Swisscom korrekten Berechnungsmethode auf der Basis LRIC (Long Run Incremental Cost) entstehen der Grundversorgerin hohe ungedeckte Kosten. Das Gesetz sieht vor, die ungedeckten Kosten der Grundversorgung mit Investitionsbeiträgen aus einem Fonds abzugelten, den die Telecom-Branche speist. Da der Bundesrat jedoch Buchwerte und damit historische Kosten als Berechnungsbasis in der Verordnung festgesetzt hat, resultieren rechnerisch tiefere Kosten und damit auch geringere Beiträge an den Investitionsfonds.

Weil Swisscom aufgrund ihrer führenden Marktstellung ohnehin den grössten Teil des Fonds selber finanzieren würde und die Bildung und Bewirtschaftung eines Fonds einen beträchtlichen administrativen Aufwand verursacht, verzichtet Swisscom darauf, Investitionsbeiträge für die Grundversorgung 2003 bis 2007 geltend zu machen. Auf der Basis LRIC hätte Swisscom einen Fonds beantragt. Der Bundesrat hat mit seiner Wahl der Berechnungsbasis den Investitionsanreiz für die Grundversorgerin klar reduziert.

Bern, 4. März 2002

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