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Medienmitteilung

Zwischenbericht: Swisscom erzielt solides Ergebnis im ersten Quartal

17. Mai 2002

Zwischenbericht der Swisscom-Gruppe: 1. Januar 2002 - 31. März 2002

 

2001

2002

Veränderung

Nettoumsatz (in Mio. CHF)

3510

3517

0,2%

EBITDA vor einmaligen Transaktionen (in Mio. CHF)

1205

1168

-3,1%

EBIT vor einmaligen Transaktionen (in Mio. CHF)

664

679

2,3%

ADSL-Anschlüsse (per 31.3.)

2492

62966

-

Teilnehmerbestand Mobile (per 31.3. in Mio.)

3,07

3,43

11,8%

 

Der Geschäftsgang der Swisscom-Gruppe hat die Erwartungen im ersten Quartal 2002 erfüllt: Im Bereich Festnetz sind trotz anhaltendem Konkurrenzdruck nur leichte Marktanteilsverluste zu verbuchen. Die ADSL-Breitbandinitiative stösst auf ein positives Echo bei den Kunden. Die Mobilkommunikation verzeichnet aufgrund der zunehmenden Marktsättigung ein geringeres Wachstum, trägt aber wesentlich zum soliden Ergebnis der Gruppe bei.

Das operative Geschäft der Swisscom-Gruppe generiert einen anhaltend hohen Cash-flow. Gegen den Trend in der europäischen Telecom-Branche hat Swisscom netto keine Schulden. Auch nach dem im Frühjahr 2002 erfolgten Aktienrückkauf liegt die Eigenkapitalquote der Gruppe bei hohen 38,1%. Weil der einmalige Gewinn aus der Veräusserung eines Anteils von Swisscom Mobile AG im Jahr 2001 wegfällt, liegt der Reingewinn von CHF 420 Mio. im ersten Quartal 2002 wesentlich unter dem Vorjahreswert.

 

Weitere gezielte Massnahmen zur Straffung des operativen Geschäfts geplant

Zentral für den Erfolg von Swisscom bleiben gezielte Massnahmen für eine verbesserte Performance im Kerngeschäft. Mit der konsequenten Verbesserung der operativen Leistung begegnet Swisscom dem anhaltenden Druck der Mitbewerber:

Swisscom Fixnet reduziert die Anzahl der Standorte der nationalen und internationalen Auskunftsdienste aufgrund der wachsenden Konkurrenz von 17 auf 11. Ab 2003 werden die nationalen Auskunftsdienste nur noch an den bisherigen Standorten Winterthur, Chur, Rapperswil SG, Olten, Bern, Biel, Lugano, Neuenburg und Sitten erbracht. Die Call Centers in Baden, Freiburg, Luzern, Pruntrut und Thun werden geschlossen. Die bisher in St.Gallen, Genf und Lugano erbrachten internationalen Auskunftsdienste werden ab 2004 in St.Gallen und Lugano zusammengefasst. Von der Zusammenlegung sind rund 250 Mitarbeitende betroffen, dabei ist jedoch keine Reduktion der Arbeitsstellen beim Auskunftsdienst vorgesehen.

Die Basis für künftige Optimierungen im operativen Geschäft bildet eine klare Führung der Gruppengesellschaften aufgrund von finanziellen Kenngrössen. Rückwirkend per 1. Januar 2002 bringt Swisscom weitere Unternehmensteile in Gruppengesellschaften ein: Es sind dies Swisscom Fixnet AG, Swisscom Enterprise Solutions AG und Swisscom Systems AG.

 

Swisscom erhöht Beteiligung an Bluewin auf 100%

Die im April 2000 eingegangene gegenseitige Beteiligung von Bluewin und Tamedia (Bluewin hielt 15% an der Winner Market AG und Tamedia 8% an Bluewin) wird im Rahmen der engeren Zusammenarbeit zwischen Swisscom Fixnet und Bluewin sowie der Verknüpfung des Printbereichs von Tamedia mit den eigenen Online-Medien per Ende Mai 2002 aufgehoben. Somit wird Bluewin zu 100% eine Swisscom-Tochtergesellschaft. Als führender Anbieter von Internetdienstleistungen und Portalbetreiber wird Bluewin weiter den Breitbandbereich voran treiben.

 

Ausblick 2002 der Swisscom-Gruppe: anhaltender Margendruck - stabiler EBITDA

Aufgrund den Entwicklungen im ersten Quartal 2002 erwartet Swisscom für das ganze Jahr 2002 bei gleichbleibenden Marktbedingungen eine geringe Steigerung beim Umsatz. Der Druck auf die Margen im Festnetz- und Datenkommunikationsgeschäft bleibt bestehen. Das Marktwachstum im Mobilfunkgeschäft wird sich weiter abschwächen. Swisscom strebt für das gesamte Geschäftsjahr 2002 einen EBITDA in der Höhe des Vorjahres an. Weil die einmaligen Gewinne in 2001 aus dem Verkauf von Immobilien und dem Verkauf von 25% von Swisscom Mobile AG wegfallen, wird der Reingewinn 2002 wesentlich tiefer ausfallen.

 

Bericht der Segmente:

Das Segment Fixnet liegt mit einem Nettoumsatz von CHF 1_645 Mio. um 2,2% über dem Vorjahr. Die Steigerung stammt zur Hauptsache aus dem Transfer von Teilen der Value Added Services aus dem Segment Enterprise Solutions in das Segment Fixnet. Der Umsatz aus Telefonanschlussgebühren weist aufgrund der anhaltend starken Nachfrage nach ISDN-Anschlüssen eine Steigerung von 4,2% auf CHF 369 Mio. aus. Beim nationalen Telefonverkehr resultierte als Folge von tieferen Verkehrsvolumen und Marktanteilsverlusten eine Umsatzreduktion um 3,4% auf CHF 228 Mio. Im internationalen Telefonverkehr verteidigte Swisscom den Marktanteil und weitete die Volumen aus.

Im nationalen Wholesalegeschäft ist das Wachstum von 11,3% auf volumenbedingte Steigerungen bei Interkonnektionsdienstleistungen und ADSL-Anschlüssen zurückzuführen. Im internationalen Bereich wurde der Zuwachs durch die ausländischen Tochtergesellschaften generiert. Beim ADSL-Breitbandangebot setzte ein eigentlicher Boom ein. Der Internet-Provider Bluewin konnte im ersten Quartal 2002 rund 14'000 neue ADSL-Abonnenten gewinnen. Die Zahl der ADSL-Anschlüsse beträgt Ende März insgesamt (Wholesale und Bluewin) rund 63'000. Der EBITDA des Segments Fixnet liegt mit CHF 526 Mio. praktisch auf Vorjahresniveau.

Das Segment Mobile steigerte den Nettoumsatz gegenüber dem Vorjahr um 5,1% auf CHF 1008 Mio. Das Marktwachstum im Mobilfunktmarkt hat sich bei einer hohen Marktdurchdringung von 72% erwartungsgemäss abgeschwächt. Im ersten Quartal konnten netto rund 55_000 Neukunden gewonnen und der Kundenbestand auf über 3,4 Mio. ausgeweitet werden. Der Umsatz im Bereich der Datenkommunikation stieg um 46% auf CHF 82 Mio. Der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde (ARPU) beträgt CHF 84 gegenüber CHF 90 für das gesamte Jahr 2001.

Mobile erhöhte den EBITDA um 3,4% und verzeichnet einen geringen Margenrückgang auf 48,8%. Im weiteren Verlauf des Jahres erwartet Swisscom Mobile eine Bestätigung der steigenden Umsätze im Voice- und Data-Bereich sowie eine Verstärkung der Endgerätenachfrage. Aufgrund des Aufwands für die Einführung neuer Technologien und Services erwartet Mobile für 2002 eine abgeschwächte EBITDA-Marge.

Bei Enterprise Solutions liegt der Nettoumsatz von CHF 375 Mio. um 5,3% unter dem Vorjahr. Ursache ist vor allem der Transfer von Teilen der Value Added Services in das Segment Fixnet. Die Drittumsätze aus dem Telefonverkehr national und international befinden sich auf Vorjahresniveau. Vergleichbar mit Fixnet ist im nationalen Telefonverkehr eine volumenbedingte Umsatzreduktion von 1,7% eingetreten. Der internationale Telefonverkehr hat sich positiv entwickelt. Der Umsatz in der Datenkommunikation bewegt sich insgesamt auf Vorjahresniveau. Im Geschäft mit Lösungen zur Unternehmenskommunikation wurden im Vorjahresvergleich höhere Umsätze erzielt. Bei den Mietleitungen resultierten als Folge von punktuellen Preisreduktionen im anhaltend starken Wettbewerb Umsatzreduktionen. Der EBITDA des Segments sank gegenüber dem Vorjahr um 10,5% auf CHF 34 Mio.

debitel steigerte den Umsatz in Lokalwährung gegenüber dem Vorjahr um 0,8%. Als Folge der Währungsentwicklung liegt der Umsatz in Schweizer Franken um 3,6% unter dem Vorjahr. Die Kundenbasis hat sich im Vergleich zum Höchststand von Ende 2001 um 2,5% auf 9,75 Mio. Teilnehmer verringert. Grösstenteils ist dies auf die Bereinigung von inaktiven Kunden im Prepaid-Geschäft zurückzuführen. Der Umsatz in Deutschland nahm im Vergleich zum Vorjahr um 13,7% (10% in Lokalwährung) auf CHF 604 Mio. ab. Der Rückgang resultiert vor allem aus reduzierten Prämienerlösen und weiteren Preissenkungen im Mobilfunk. Im internationalen Geschäft wurde eine Umsatzsteigerung von 25,1% (30% in Lokalwährung) auf CHF 309 Mio. erreicht. Gründe sind die erfreuliche Geschäftsentwicklung in Frankreich sowie die Akquisition der Talkline Nederlande im vierten Quartal 2001.

Der EBITDA des debitel-Konzerns in Höhe von CHF 32 Mio. liegt um 37,3% unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Im Vorjahr war allerdings ein Einmaleffekt von CHF 13 Mio. aus dem Prepaid-Geschäft enthalten. Massgeblich für den reduzierten EBITDA sind die höheren Aufwendungen für Kundenbindungsmassnahmen, die sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelten. debitel strebt für das ganze Jahr 2002 einen Umsatz und EBITDA in Höhe des Vorjahres an.

Der Nettoumsatz des Segments Übrige liegt mit CHF 339 Mio. leicht unter dem Vorjahr. Swisscom Systems verzeichnet wegen konjunkturbedingten Schwierigkeiten beim Verkauf und Vermietung von Teilnehmervermittlungsanlagen einen Umsatzrückgang von 22,8%. Durch den Zusammenschluss mit der AGI IT Services AG per 31. Dezember 2001 konnte Swisscom IT Services AG den Drittumsatz deutlich auf CHF 50 Mio. steigern. Der EBITDA des Segments erhöhte sich insgesamt um 4,3% auf CHF 49 Mio.


Bern, 17. Mai 2002

 

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