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Medienmitteilung

Zwischenbericht per 30. Juni 2002: Swisscom bleibt im ersten Halbjahr auf Kurs

22. August 2002

 

2001

2002

Veränderung

Nettoumsatz (in Mio. CHF)

7013

7129

1,7%

EBITDA vor einmaligen Transaktionen (in Mio. CHF)

2280

2268

-0,5%

EBIT vor einmaligen Transaktionen (in Mio. CHF)

1211

1281

5,8%

ADSL-Anschlüsse (per 30.9.)

8674

101177

 

Teilnehmerbestand Mobile (per 30.9. in Mio.)

3,2

3,49

9,1%

 

Die Swisscom-Gruppe hat die Erwartungen im ersten Halbjahr 2002 bei teilweise widrigem Umfeld erfüllt. Mit CHF 780 Mio. weist Swisscom zwar einen klar tieferen Reingewinn aus ? im Vorjahr wurde der Gewinn jedoch sehr stark von der Veräusserung von 25% der Swisscom Mobile AG an Vodafone und dem Verkauf von Immobilien beeinflusst - doch fliessen dank hohen Netto-Einnahmen aus operativer Geschäftstätigkeit von CHF 1,7 Mrd. weiterhin hohe Geldmittel zu.

Das insgesamt gute Ergebnis ist vor allem auf die weiterhin positive Entwicklung des Segments Mobile zurückzuführen. Die im Frühjahr 2002 in der Schweiz eingeführte neue Nummerierung hatte dagegen im Festnetz Marktanteilsverluste im Nahbereich zur Folge. Das ADSL-Breitbandangebot verzeichnet eine anhaltend hohe Nachfrage im Markt; die Zahl der schnellen Internet-Anschlüsse liegt bereits bei über 100?000. Der Mobile Service Provider debitel verbesserte den Geschäftsgang im zweiten Quartal 2002 dank des Wachstums ausserhalb von Deutschland.

 

Schwierige Konjunkturlage erfordert Strukturanpassungen im Geschäftskundenbereich

Schwieriger ist die Situation jedoch im Geschäftskundensegment: Die schwache Konjunktur in der Branche wie auch in der allgemeinen Wirtschaft wirkt sich negativ auf die Investitionstätigkeit der Unternehmen aus. Die nur noch mit grosser Zurückhaltung getätigten Investitionen in die Bereiche IT sowie Telekommunikationsausrüstungen und -lösungen erfordern eine Anpassung der Strukturen und Kosten im Bereich der Geschäftskunden:

Die im Ausrüstungsbereich tätige Swisscom Systems AG soll mit ihrer flächendeckenden Serviceorganisation ein wichtiger Bestandteil der Swisscom-Gruppe bleiben. Voraussetzung dafür ist jedoch eine umfassende Restrukturierung mit dem Ziel, die Gesellschaft nachhaltig profitabel zu machen. Swisscom erwartet, dass im Rahmen dieser Restrukturierungsmassnahmen längerfristig bis zu 400 Stellen von Swisscom Systems abgebaut werden müssen. Der Verwaltungsrat von Swisscom Systems AG und der CEO Werner Steiner beurteilen den Restrukturierungsbedarf und die zur Sanierung notwendigen Massnahmen unterschiedlich. Als Konsequenz wird Werner Steiner die operative Führung von Swisscom Systems per sofort abgeben und aus der Swisscom-Gruppe ausscheiden. Neuer CEO von Swisscom Systems wird der 37jährige René Fischer, bisher Leiter Finance & Controlling von Swisscom Fixnet AG. René Fischer wird im Auftrag des Verwaltungsrates den Restrukturierungsplan von Swisscom Systems ausarbeiten.

Die im IT-Bereich tätige Swisscom IT Services AG reduziert den Stellenbestand um rund 50 Arbeitsplätze.

Der Abbau der Arbeitsstellen im Geschäftskundenbereich ist Teil der bereits im März 2000 angekündigten Reduktion von insgesamt 3000 Stellen. Dieser Abbau ist notwendig, um die Unternehmensstruktur an die u.a. durch die Regulierung verursachten Marktanteilsverluste anzupassen und die Wettbewerbsfähigkeit von Swisscom langfristig zu sichern. Die betroffenen Mitarbeitenden haben Anspruch auf die Leistungen des geltenden gut ausgebauten Sozialplans der Swisscom-Gruppe.

 

Ausblick 2002 der Swisscom-Gruppe: leichtes Umsatzwachstum - stabiles Betriebsergebnis

Aufgrund der Entwicklungen im ersten Semester 2002 erwartet Swisscom für das ganze Geschäftsjahr eine geringe Steigerung beim Umsatz. Der Druck auf Umsatz und Margen im Festnetz- und Datenkommunikationsgeschäft hält an. Das Marktwachstum im Mobilfunkgeschäft wird sich weiter abschwächen.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2002 strebt Swisscom einen EBITDA in der Höhe des Vorjahres an. Dank geringerer Abschreibungen und Amortisationen erwartet Swisscom für 2002 ein höheres Betriebsergebnis EBIT (vor einmaligen Transaktionen). Durch den Wegfall der einmaligen Gewinne im 2001 aus dem Verkauf von Immobilien und dem Verkauf von 25% von Swisscom Mobile AG wird der Reingewinn 2002 wesentlich unter jenem des Vorjahres zu liegen kommen.

 

Bericht der Segmente:

Das Segment Fixnet erhöhte dank gesteigerter Wholesale-Leistungen den Nettoumsatz um 0,3%. Bei den Telefonanschlüssen steigerte Fixnet den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 3,5%, was vor allem auf die Migration von analogen zu ISDN-Anschlüssen zurückzuführen ist. Das Wachstum bei den ISDN-Kanälen hat sich im laufenden Jahr aber aufgrund der Einführung von ADSL und der Konkurrenz durch Kabelnetzbetreiber abgeflacht. Der Umsatz aus dem nationalen Telefonverkehr reduzierte sich dagegen um 5,2% oder CHF 24 Mio. Die Gründe liegen einerseits im schrumpfenden Gesamtmarkt (vor allem Substitution durch Mobilfunk) und andererseits in Marktanteilverlusten im Nahverkehr auf Grund der in der Schweiz im zweiten Quartal 2002 eingeführten neuen Nummerierung. Diese hatte zur Folge, dass alle Verbindungen im Nahbereich von Kunden mit Carrier Pre Selection über diesen Anbieter geschaltet werden. Auf den 1. Mai 2002 führte Swisscom einen nationalen Einheitstarif im Festnetz ein. Der Preis für Verbindungen im Nahbereich erhöhte sich ? gleichzeitig sank der Preis für Verbindungen im Fernbereich. Netto hatte der nationale Einheitstarif einen geringen negativen Effekt auf den Umsatz.

Die Bereiche Wholesale national und international verzeichneten höhere Verkehrsvolumen und damit überdurchschnittliche Umsatzzunahmen. Demgegenüber entwickelten sich Volumen und Umsatz bei den International Carriers? Carrier Services rückläufig. Um die Effizienz weiter zu verbessern und dem anhaltenden Margendruck zu begegnen, wurden wie bereits angekündigt im Segment Fixnet im zweiten Quartal Massnahmen zum Stellenabbau ergriffen. Diese führten zu Aufwendungen von CHF 62 Mio. und sind der Hauptgrund für die Reduktion von EBITDA und EBITDA-Marge. Die Auswirkungen der Nummerierung und der rückläufige Markt werden für das gesamte Jahr zu einem leicht tieferen Umsatz und EBITDA im Vergleich zum Vorjahr führen.

Im Segment Mobile stiegen die Umsätze der Bereiche Voice und Data dank höheren Verkehrsvolumen bzw. dank der im Vorjahresvergleich erhöhten Zahl von SMS. Der Mobilfunkmarkt erzielte als Folge der bereits hohen Marktdurchdringung von 74% nur ein geringes Wachstum. Vor diesem Hintergrund ist die Umsatzsteigerung von Mobile um 3,6% erfreulich. Seit 1. Januar 2002 konnten 115'000 Neukunden gewonnen werden. Der Kundenbestand stieg auf 3,49 Mio. Der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde (ARPU) beträgt CHF 85 im Vergleich zu CHF 90 für das gesamte Jahr 2001. Der Segmentaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,7% auf CHF 1'032 Mio. Der Personalaufwand nahm aufgrund des höheren Personalbestands um CHF 23 Mio. zu. Die tieferen Kosten für die Akquisition von Neukunden wurden zu einem grossen Teil durch Kostensteigerungen für gezielte Kundenbindungsmassnahmen kompensiert.

Der EBITDA des Segments Mobile stieg um 5,8% auf CHF 991 Mio. und die EBITDA-Marge erhöhte sich auf 49%. Für das gesamte Jahr wird eine leichte Zunahme von Umsatz und EBITDA im Vergleich zum Vorjahr erwartet.

Der Nettoumsatz von Enterprise Solutions sank gegenüber dem Vorjahr um 6,3% auf CHF 741 Mio. Der Umsatzrückgang beim Telefonverkehr ist wie bei Fixnet vor allem auf die Marktanteilsverluste im Zusammenhang mit der neuen Nummerierung zurückzuführen. Bei den Mehrwertdiensten (Value Added Services) führte eine gegenüber dem Vorjahr geänderte Kundenzuteilung zwischen Fixnet und Enterprise Solutions zu einer Umsatz- und Kostenverschiebung zu Fixnet. Die Verschiebung hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den EBITDA. Beim Geschäft mit der Datenkommunikation sank der Umsatz um 3,8%, hauptsächlich wegen Preisreduktionen bei den Mietleitungen. Im Lösungsgeschäft macht sich die unsichere Konjunkturlage bemerkbar, was sich negativ auf das erwartete Wachstum auswirkt.

Für die bereits angekündigten Massnahmen zum Stellenabbau sind im zweiten Quartal Aufwendungen von CHF 11 Mio. angefallen. Vor allem aufgrund dieser Massnahmen verringerte sich der EBITDA des Segments von CHF 60 Mio. auf CHF 43 Mio. Für das gesamte Jahr wird beim Telefonverkehr mit einem Umsatzrückgang und beim Datenkommunikationsgeschäft mit einer konjunkturbedingten Abschwächung gerechnet. Umsatz und EBITDA des Segments Enterprise Solutions werden unter dem Vorjahresniveau erwartet.

debitel konnte den Umsatz in Lokalwährung gegenüber dem Vorjahr um 5,3% steigern. In Schweizer Franken beläuft sich die Zunahme nur auf 1,2%. Der Umsatzrückgang in Deutschland von 6,8% (1,8% in Lokalwährung) wurde mit einer Zunahme im internationalen Geschäft von 23,7% (28,9% in Lokalwährung) mehr als kompensiert. Der Teilnehmerbestand von debitel sank vor allem als Folge der Bereinigung von inaktiven Kunden im Prepaid-Geschäft gegenüber dem 31. Dezember 2001 von 10 Mio. auf 9,63 Mio. Der Mobilfunkmarkt in Deutschland ist einerseits von einer spürbaren Kaufzurückhaltung geprägt, andererseits hat die hohe Marktdurchdringung ein geringeres Wachstum der Zahl der Neukunden zur Folge. Beide Effekte führten zu tieferen Umsatzerlösen. Im internationalen Geschäft ist die Zunahme des Umsatzes auf den Ausbau des Handelsgeschäfts in Frankreich sowie die Akquisition der Talkline Nederland im vierten Quartal 2001 zurückzuführen. Entsprechend der Umsatzentwicklung hat der Betriebsaufwand im internationalen Geschäft zu- und in Deutschland abgenommen. Geringeren Kundenakquisitionskosten standen höhere Aufwendungen für Kundenbindungsmassnahmen gegenüber.

Der EBITDA von debitel liegt um CHF 8 Mio. oder 8,6% unter dem Vorjahreswert. Für das gesamte Jahr kann dank den Akquisitionen im internationalen Geschäft voraussichtlich mit einem Umsatzwachstum gerechnet werden. Durch die anfallenden Integrationskosten und den Margendruck erwartet debitel einen EBITDA, der leicht unter dem Vorjahr zu liegen kommt.

Der Nettoumsatz des Segments Übrige liegt mit CHF 409 Mio. um 10,2% über dem Vorjahr. Bei Swisscom Systems resultierte aufgrund von konjunkturbedingten Schwierigkeiten beim Verkauf und der Vermietung von Teilnehmervermittlungsanlagen ein Umsatzrückgang von 14,3%. Durch den Zusammenschluss mit der AGI IT Services AG per 31. Dezember 2001 stiegen die Drittumsätze von Swisscom IT Services AG im Vergleich zum Vorjahr stark an. Allerdings liegen die im Drittmarkt realisierten Umsätze hinter den Erwartungen zurück. Der EBITDA des Segments Übrige von CHF 109 Mio. hat sich gegenüber dem Vorjahr vor allem aufgrund von Swisscom IT Services AG (Fusion mit AGI und Ergebnisverbesserung) mehr als verdoppelt. Bei Swisscom Systems AG konnten Kosteneinsparungen den Umsatzrückgang nicht vollständig kompensieren.


Bern, 22. August 2002

 

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