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Medienmitteilung

Zwischenbericht per 30. September 2002: Swisscom erfüllt mit stabilem Ergebnis die Erwartungen

21. November 2002

In einem teilweise widrigen konjunkturellen Umfeld setzt die Swisscom-Gruppe den erfolgreichen Kurs fort: Der Umsatz liegt in den ersten neun Monaten des Jahres 2002 mit einem Plus von 2,0% auf CHF 10,8 Mrd. leicht über dem Vorjahreswert. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bleibt mit CHF 3,4 Mrd. stabil. Der EBIT (vor einmaligen Transaktionen) erhöhte sich als Folge von reduzierten Abschreibungen um 4,7%. Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet das führende Schweizer Telekommunikationsunternehmen unverändert ein leichtes Umsatzwachstum und strebt einen EBITDA in der Höhe des Vorjahres an.

 

 2001

 2002

 Veränderung

Nettoumsatz (in Mio. CHF)

 10572

 10788

 2%

EBITDA vor einmaligen Transaktionen (in Mio. CHF)

 3443

 3414

 -0,8%

EBIT vor einmaligen Transaktionen (in Mio. CHF)

 1845

 1931

 4,7%

ADSL-Anschlüsse (per 30.9.)

 16603

 132617

 698,8%

Teilnehmerbestand Mobile (per 30.9. in Mio.)

 3,30

 3,54

 7,5%

 

Swisscom steigerte den Umsatz per 30. September 2002 gegenüber der Vorjahresperiode um 2,0% auf CHF 10'788 Mio. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) nahm geringfügig um 0,8% auf CHF 3'414 Mio. ab. Weiterhin positiv entwickelte sich das Segment Mobile mit einer Umsatzsteigerung von 3,3% und einer EBITDA-Verbesserung von 7,6%. Unter dem Vorjahr liegen hingegen Umsätze und EBITDA von Fixnet und Enterprise Solutions. Auf Grund von tieferen Abschreibungen auf Sachanlagen und Goodwill stieg das Betriebsergebnis vor einmaligen Transaktionen (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 4,7%.

Mit CHF 1'211 Mio. weist Swisscom zwar einen tieferen Reingewinn aus - im Vorjahr wurde der Gewinn jedoch sehr stark von der Veräusserung von 25% der Swisscom Mobile AG an Vodafone und dem Verkauf von Immobilien beeinflusst. Weiterhin solide ist die Swisscom-Bilanz: Die Nettoverschuldung ist mit CHF 1'205 Mio. sehr gering; die Eigenkapitalquote liegt mit 42,2% auch nach dem im Frühjahr 2002 erfolgten Aktienrückkauf hoch.

 

Ausblick für Geschäftsjahr 2002 wird bestätigt

Swisscom erwartet für 2002 eine geringe Steigerung beim Umsatz. Der Druck auf Umsatz und Margen im Festnetz- und Datenkommunikationsgeschäft bleibt bestehen. Das Marktwachstum im Mobilfunkgeschäft wird sich weiter abschwächen.

Swisscom strebt an, für das gesamte Geschäftsjahr 2002 einen EBITDA in der Höhe des Vorjahrs zu erzielen. Durch den Wegfall der einmaligen Gewinne im Jahr 2001 aus dem Verkauf von Immobilien und dem Verkauf von 25% von Swisscom Mobile AG wird der Reingewinn 2002 wesentlich unter dem Vorjahr zu liegen kommen. 
 

Bericht der Segmente:

Der Nettoumsatz des Segments Fixnet nahm gegenüber der Vorjahresperiode leicht um 1,2% ab. Bei den Telefonanschlüssen steigerte Fixnet dank der wachsenden Zahl von ISDN-Anschlüssen den Umsatz um 3,1%. Als Folge der Einführung von ADSL und Konkurrenzprodukten der Kabelnetzbetreiber hat sich der Trend zum Wechsel von analogen zu digitalen Anschlüssen (ISDN) abgeflacht. Die in der nationalen Telefonie erzielten Umsätze sanken um 6,6% auf CHF 638 Mio. Der Grund liegt zur Hauptsache in einem rückläufigen Marktvolumen der Festnetztelefonie (Substitution durch Mobilfunk) und in Marktanteilsverlusten als Folge der in der Schweiz im zweiten Quartal 2002 eingeführten neuen Nummerierung. Damit werden alle Verbindungen im Nahbereich von Kunden mit Carrier Pre Selection über diesen Anbieter geschaltet und der Marktanteil von Swisscom im Nahbereich ist auf das Niveau des Fernbereichs gefallen. Per 1. Mai 2002 führte Swisscom einen nationalen Einheitstarif im Festnetz ein. Der Preis für Verbindungen im Nahbereich erhöhte sich; gleichzeitig sank der Preis für Verbindungen im Fernbereich. Netto hatte der nationale Einheitstarif einen geringen negativen Effekt auf den Umsatz.

Im Bereich der Mehrwertdienste (Value Added Services) führte eine geänderte Kundenzuteilung zu einer Umsatz- und Kostenverschiebung vom Segment Enterprise Solutions zu Fixnet. Der ISP-Umsatz (Internet-dial-up) ist auf Grund des Breitbandangebots (ADSL) erstmals leicht rückläufig. Bei den Mehrwertdiensten führten Kundenabgänge zu Umsatzverlusten. Wholesale national und international erzielten dank höheren Verkehrsvolumen Umsatzzunahmen. Demgegenüber reduzierten ein tieferes Verkehrsvolumen und tiefere Durchschnittspreise bei den International Carriers, Carrier Services den Umsatz um 12,3%.

Der Segmentaufwand von Fixnet liegt in der Höhe des Vorjahreswertes, wobei im Jahr 2002 Aufwendungen für Stellenabbaumassnahmen im Betrag von CHF 69 Mio. (Vorjahr CHF 7 Mio.) enthalten sind. Der EBITDA von Fixnet liegt auf Grund des tieferen Umsatzes 2,8% unter dem Vorjahr. Für das gesamte Jahr wird im Vergleich zum Vorjahr mit einem leicht tieferen Umsatz und EBITDA gerechnet.

Das Segment Mobile steigerte den Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahr insbesondere dank einem Wachstum in den Bereichen Voice und Data um 3,3% auf CHF 3'071 Mio. Im Sprachverkehr (Voice) wurde auf Grund der höheren Anzahl Teilnehmer eine Umsatzsteigerung von 4,6% erzielt. Dank dem anhaltenden Erfolg von SMS bei den Privatkunden erhöhte sich der Umsatz in der Datenkommunikation um 27,0%. Trotz der hohen Marktdurchdringung der Mobilkommunikation in der Schweiz von 75% konnte ein Wachstum der Zahl der Kunden von Swisscom Mobile von 7,5% erzielt werden. In den ersten drei Quartalen nahm die Zahl der Kunden um 168'000 Teilnehmer zu. Das Abwandern hochwertiger Postpaid-Kunden wird durch Kundenbindungsmassnahmen minimiert.

Der Segmentaufwand von Mobile reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,6% auf CHF 1'558 Mio. Die Abnahme ist durch den reduzierten Materialaufwand für Endgeräte begründet. Der Rückgang bei den Kundenakquisitionskosten wird durch intensivierte Kundenbindungsmassnahmen teilweise kompensiert. Als Folge der wachstumsbedingten Erhöhung des Personalbestandes sind gestiegene Personalaufwendungen zu verzeichnen. Der EBITDA von Mobile stieg um 7,6% auf CHF 1'513 Millionen; die EBITDA-Marge erhöhte sich auf 49,3%. Für das gesamte Jahr wird mit einer Zunahme von Umsatz und EBITDA im Vergleich zum Vorjahr gerechnet.

Im Segment Enterprise Solutions liegt der Nettoumsatz um 8,1% unter dem Vorjahreswert. Der Umsatzrückgang beim nationalen Telefonverkehr um 4,5% ist wie bei Fixnet im Wesentlichen auf die Marktanteilsverluste im Zusammenhang mit der neuen Nummerierung in der Schweiz sowie auf die Einführung des nationalen Einheitstarifs zurückzuführen. Bei den Mehrwertdiensten (Value Added Services) führte eine im Vergleich zum Vorjahr geänderte Kundenzuteilung zwischen Fixnet und Enterprise Solutions zu einer Umsatz- und Kostenverschiebung zu Fixnet. Die Verschiebung hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den EBITDA. Beim Geschäft mit der Datenkommunikation sank der Umsatz um 9,0%. Ursache dafür sind die konjunkturell bedingte schwache Nachfrage im Projektgeschäft sowie Preisreduktionen bei den Mietleitungen.

Der Segmentaufwand von Enterprise Solutions reduzierte sich auf Grund des Umsatzrückgangs. Der Umsatzrückgang konnte jedoch nicht durch Kostenanpassungen kompensiert werden. Der EBITDA in den ersten neun Monaten 2002 reduzierte sich daher um 57,3% auf CHF 41 Mio. Für das gesamte Jahr wird der Telefonie-Umsatz wie im Segment Fixnet unter dem Vorjahr liegen. Auch das Datenkommunikationsgeschäft wird als Folge der schlechten Konjunkturlage den Vorjahreswert nicht erreichen. Der EBITDA des Segments wird deutlich unter dem Vorjahr liegen.

debitel konnte den Umsatz in Lokalwährung gegenüber dem Vorjahr um 8,4% steigern. In Schweizer Franken beläuft sich die Zunahme auf 4,5%. Das Mobilfunkgeschäft in Deutschland hat nach der zurückhaltenden Entwicklung in der ersten Jahreshälfte aufgrund der höheren Anzahl aktiver Kunden und leicht gestiegenem ARPU eine Belebung erfahren. Der im Vorjahresvergleich geringere Teilnehmerbestand in Deutschland ist hauptsächlich Folge der Bereinigung von inaktiven Kunden im Prepaid-Geschäft. Im internationalen Geschäft ist die Zunahme des Umsatzes im Wesentlichen auf den Ausbau des Handelsgeschäfts in Frankreich sowie die Akquisition der Talkline Nederland B.V. im vierten Quartal 2001 zurückzuführen.

Der EBITDA von debitel liegt um CHF 21 Millionen oder 14,8% unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf Einmaleffekte des Vorjahres im Bereich Prepaid und den Verkauf der belgischen Tochtergesellschaft zurückzuführen. Ausserdem spiegeln sich im überproportionalen Anstieg des Betriebsaufwands die Aufwendungen für die Integration insbesondere der Talkline Nederland B.V. sowie für Kundenbindungsmassnahmen wider. Für das gesamte Jahr rechnet debitel mit einem Umsatzwachstum. Durch den Margendruck erwartet debitel einen EBITDA, der leicht unter dem Vorjahr zu liegen kommt.

Der Nettoumsatz des Segments Übrige liegt mit CHF 1'070 Millionen um 3,7% über dem Vorjahr. Bei Swisscom Systems resultierte ein Umsatzrückgang von 14,9%. Vor allem beim Verkauf und der Vermietung von Teilnehmervermittlungsanlagen ist ein starker Nachfragerückgang zu verzeichnen. Mit dem Zusammenschluss mit der AGI IT Services per 31. Dezember 2001 stiegen die Drittumsätze von Swisscom IT Services im Vergleich zum Vorjahr stark an. Allerdings liegen die im Drittmarkt realisierten Umsätze hinter den Erwartungen zurück.

Der EBITDA des Segments von CHF 172 Millionen hat sich gegenüber dem Vorjahr hauptsächlich auf Grund von Swisscom IT Services (Zusammenschluss mit AGI IT Services AG und Ergebnisverbesserung) um 36,5% auf CHF 172 Mio. erhöht. Bei Swisscom Systems konnten Kosteneinsparungen den Umsatzrückgang nicht vollständig kompensieren. Bereits mit dem Halbjahresabschluss wurde angekündigt, dass bei Swisscom Systems auf Grund der Ergebnisse und Aussichten in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld bis zu 400 Stellen abgebaut werden.

Bern, 21. November 2002

 

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