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Medienmitteilung

Entbündelung der letzten Meile behindert Investitionen

19. Februar 2003

Eine vom Bakom in Auftrag gegebene Studie (April 2002) eines deutschen Instituts kam zum Schluss, dass die Schweiz bereits heute in Bezug auf Wettbewerb in der Telekommunikation gemeinsam mit Dänemark und Schweden an der Spitze in Europa liegt. Beim Bevölkerungsanteil, welcher Dienste alternativer Anbieter nutzt, belegt die Schweiz gar die zweite Stelle.

Andere Studien verdeutlichen, dass sich aus der Entbündelung der letzten Meile keine positiven Effekte nachweisen lassen. So zeigen die Erfahrungen in anderen Ländern, dass die Entbündelung kein taugliches Mittel für eine bessere und preiswertere Versorgung darstellt. In den USA beispielsweise wirkt sich die bereits 1996 eingeführte Entbündelung klar negativ auf die Infrastrukturinvestitionen aus. Die ULL-Regulierung wird in den USA derzeit kritisch hinterfragt.

Schweiz liegt heute mit an der Spitze der Breitband-Marktdurchdringung

Auf der letzten Meile steht Swisscom mit ihrem Netz seit Jahren im intensiven Wettbewerb mit anderen Infrastrukturen wie den Kabelnetzen. Entgegen der Situation in vielen europäischen Ländern besitzt Swisscom keine Anteile an Kabelnetzbetreibern. Die Kunden profitieren als Folge des Wettbewerbs von sinkenden Preisen, die heute unter dem europäischen Durchschnitt liegen. Dies trifft vor allem auf die für die Entwicklung der Informationsgesellschaft wichtigen Breitbanddienste (z.B. schneller Internet-Zugang) zu, wo Swisscom basierend auf ADSL in intensivem Wettbewerb mit den Kabelnetzbetreibern steht. Kabelnetzbetreiber werden Swisscom künftig auch mit Telefonieangeboten auf der letzten Meile konkurrenzieren.

Ohne Entbündelung ist ein wirksamer Infrastrukturwettbewerb entstanden, der zu einem harten Preiskampf und einer im Vergleich mit anderen Ländern hohen Marktdurchdringung mit Breitbanddiensten geführt hat. Aktuelle Vergleiche zeigen, dass die Schweiz mit einer Marktdurchdringung für Breitbandanschlüsse von 11% mit Belgien, Dänemark und Österreich zur europäischen Spitzengruppe gehört. Die Nachfrage im Breitbandmarkt steigt weiter rasch an, was auf einen funktionierenden Wettbewerb hinweist.

Mit einer Entbündelungsverpflichtung würde sich der Anreiz für Infrastrukturinvestitionen von Swisscom und alternativen Anbietern reduzieren, insbesondere wenn die regulierten Preise die Kosten kaum oder nicht decken. Alternative Anbieter würden als "Rosinenpicker" agieren und ihr auf der Infrastruktur von Swisscom basierendes Angebot auf die Ballungszentren und lukrative Geschäftskunden konzentrieren können.


Bern, 19. Februar 2003

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