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Medienmitteilung

Swisscom weiter auf Kurs - Umsatz und Betriebsergebnis bleiben stabil

14. Mai 2003

Zwischenbericht per 31. März 2003 der Swisscom-Gruppe:

 

31.3.2002

31.3.2003

Veränderung

Nettoumsatz (in Mio. CHF)

3517

3517

- 0,0%

EBITDA (in Mio. CHF)

1168

1163

- 0,4%

EBIT (in Mio. CHF)

679

680

0,1%

Reingewinn (in Mio. CHF)

420

409

- 2,6%

ADSL-Anschlüsse (per 31.3.)

63'000

250'000

296,8%

Teilnehmerbestand Mobile (per 31.3. in Mio.)

3,43

3,63

6,0%

Mitarbeitende (Vollzeitstellen per 31.3.)

21'475

20'376

- 5,1%

 

Swisscom konnte im ersten Quartal 2003 den Nettoumsatz mit CHF 3'517 Mio. und den EBITDA mit CHF 1'163 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres halten. Beim Nettoumsatz muss berücksichtigt werden, dass die Umsätze mit Business Numbers von anderen Anbietern ab 2003 netto, d.h. nach Abzug der Anteile dieser Anbieter ausgewiesen werden. Bei Anwendung der gleichen Verbuchungsmethode im Vorjahr wäre der Umsatz 2002 um CHF 42 Mio. tiefer ausgefallen.

Weiter rückläufig ist der Umsatz in der Festnetztelefonie: Fixnet verzeichnete einen um 9,4% tieferen Umsatz (inkl. Umsatz mit anderen Segmenten); die Abnahme beträgt bei Enterprise Solutions 10,9%. Der ADSL-Boom setzte sich fort: Swisscom verzeichnet bereits 250'000 Breitband-Internet-Kunden. Mobile konnte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr halten. debitel erzielte im ersten Quartal ein Umsatzwachstum von 15,9%.

Eine Wertberichtigung auf der Beteiligung an der Fluggesellschaft Swiss von CHF 33 Mio. führte zu einem tieferen Finanzergebnis. Damit reduzierte sich der Buchwert der Beteiligung auf CHF 5 Mio.

Der Reingewinn der Swisscom-Gruppe lag im ersten Quartal 2003 mit CHF 409 Mio. um CHF 11 Mio. unter dem Vorjahr. Swisscom senkte die Zahl der Arbeitsstellen im Vergleich zum Vorjahr um 5,1% auf 20'376.

Die Swisscom-Gruppe bleibt äusserst solide finanziert: Die Nettoverschuldung sank von CHF 642 Mio. Ende 2002 auf CHF 104 Mio. am 31. März 2003. Am 9. Mai 2003 zahlte Swisscom eine Dividende in Höhe von CHF 12 pro Aktie aus; im dritten Quartal erfolgt eine Nennwertrückzahlung von CHF 8 pro Aktie. Damit schüttet Swisscom ihren Aktionären im laufenden Jahr über CHF 1,3 Mrd. aus.

Angesichts der angespannten Marktlage rechnet Swisscom für das laufende Jahr mit einem anhaltenden Umsatz- und Margendruck. In der Schweiz dürften die Umsätze bei gleichen Markt- und Regulierungsbedingungen insgesamt rückläufig sein. Dank konsequentem Kostenmanagement erwartet Swisscom dennoch ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in der Höhe des Jahres 2002.

 

Bericht der Segmente:

Der Umsatz des Segments Fixnet mit Dritten sank im ersten Quartal 2003 gegenüber dem Vorjahr um 8,5%. Der Zunahme bei den Breitbandanschlüssen (ADSL) standen Abnahmen beim Telefonverkehr und dem internationalen Wholesale-Geschäft gegenüber.

Der Umsatzrückgang beim Telefonverkehr Retail (6,2%) ist auf mehrere Effekte zurückzuführen: Nach der im zweiten Quartal 2002 eingeführten neuen Nummerierung sank der Swisscom-Marktanteil im Nahbereich auf das Niveau des Fernbereichs. Das Verkehrsvolumen nahm weiter als Folge der anhaltenden Substitution durch Mobilfunk und die Migration von Internet-Verkehr auf Business Numbers ab. Teilweise konnte der Rückgang durch die steigenden Umsätze aus Fix-to-Mobile kompensiert werden.

Der Umsatzrückgang beim Telefonverkehr Wholesale (CHF 49 Mio.) ist vor allem auf die Schliessung von Verkaufsstellen in mehreren europäischen Ländern und die Veräusserung der Geschäftsaktivitäten von Swisscom North America zurückzuführen. Das Geschäft erzielte eine sehr tiefe Marge, so dass die Auswirkungen auf den EBITDA gering sind.

Der mit analogen und digitalen Anschlüssen, Breitbandanschlüssen (ADSL) von Retail- und Wholesale-Kunden sowie Internet-Abonnementsgebühren erzielte Umsatz stieg um CHF 26 Mio. Davon entfallen CHF 25 Mio. auf das Wachstum der ADSL-Anschlüsse. Im ersten Quartal 2003 installierte Swisscom 55'000 neue ADSL-Anschlüsse, davon entfielen 31'000 auf Retail-Kunden und 24'000 auf Kunden von anderen Anbietern.

Die übrigen Umsätze nahmen um CHF 51 Mio. ab. Davon sind CHF 29 Mio. auf eine geänderte Verbuchungsmethode bei den Business Numbers von anderen Anbietern zurückzuführen. Diese Umsätze werden ab 2003 netto, d.h. nach Abzug der Anteile dieser Anbieter ausgewiesen.

Der Umsatz von Fixnet mit anderen Segmenten sank um CHF 47 Mio. Der Rückgang ist vor allem auf mengen- und preisbedingt tiefere Umsätze mit Enterprise Solutions zurückzuführen.

Der Betriebsaufwand von Fixnet sank insbesondere dank tieferen Netzkosten um 10,9%. Mit der Schliessung von Verkaufsstellen und dem Verkauf von Geschäftsaktivitäten im Ausland nahmen entsprechend dem Umsatzrückgang auch die Netzkosten ab. Der Personalaufwand stieg als Folge der im ersten Quartal 2003 erfassten Aufwendungen für den Stellenabbau in Höhe von CHF 42 Mio. (Vorjahr CHF 2 Mio.).

Der Wegfall der Umsätze im Wholesale-Geschäft hatte nur einen geringen Effekt auf den EBITDA. Die Umsatzreduktion beim Telefonverkehr Retail konnte grösstenteils mit Kostenreduktionen kompensiert werden.

Für das Jahr 2003 rechnet Fixnet mit einem Umsatzrückgang infolge der neuen Nummerierung, der anhaltenden Substitution durch Mobile und weiteren geringen Marktanteilsverlusten.

Der Umsatz des Segments Mobile mit Dritten sank im ersten Quartal 2003 im Vergleich zum Vorjahr um 0,4% auf CHF 808 Mio.

Der Connectivity Voice-Umsatz stieg vor allem auf Grund der höheren Teilnehmerzahl um 1,2%. Die durchschnittlich verrechneten Minuten (AMPU) und auch der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU) nahmen im Vorjahresvergleich teilweise konjunkturell bedingt ab. Zudem führte der Preiskampf im Bereich der Geschäftskunden und Abowechsel von Privatkunden zu einem tieferen ARPU. Dagegen konnte die Teilnehmerzahl um netto 205?000 auf 3'634?000 gesteigert werden.

Der Umsatz von Connectivity Data und Value Added Services nahm vor allem auf Grund einer geänderten Verbuchungsmethode ab. Ab 2003 werden die Umsätze mit Business Numbers netto (der Umsatz 2002 wäre um CHF 11 Mio. tiefer ausgefallen) nach Abzug der Anteile der Dienstanbieter ausgewiesen. Die Zahl der SMS, die von Mobile-Kunden versendet werden, ist weiter gewachsen: Die Zunahme beträgt 13,7%. Die neuen Dienste wie Multimedia-Messaging (MMS) und Mobile Solutions trugen hingegen noch nicht zu einer nennenswerten Umsatzerhöhung bei.

Der Betriebsaufwand des Segments Mobile konnte um CHF 34 Mio. gesenkt werden. Der Aufbau von neuen Geschäftsfeldern und eigenem Know-how bei gleichzeitigem Abbau externer Ressourcen führten zu einem höheren Personalaufwand. Die Händlerprovisionen für Kundenakquisitionen und -bindung blieben praktisch auf Vorjahresniveau. Der Aufwand für Endgeräte und die Netzkosten nahm ab.

Das Betriebsergebnis (EBITDA) des Segments stieg als Folge des tieferen Betriebsaufwands um CHF 27 Mio. auf CHF 519 Mio.

Für das gesamte Jahr 2003 rechnet Mobile trotz anhaltendem Druck auf den durchschnittlichen Umsatz pro Kunde mit einer volumengetriebenen Umsatzsteigerung.

Der Umsatz des Segments Enterprise Solutions mit Dritten sank um 10,3% auf CHF 322 Mio. Vom Umsatzrückgang in Höhe von CHF 37 Mio. entfielen auf den Telefonverkehr CHF 18 Mio. Dieser sank wie bei Fixnet vor allem als Folge der im Vorjahr eingeführten neuen Nummerierung, des nationalen Einheitstarifs und der Substitution durch den Mobilfunk. Die Abnahme im Bereich Networking ist grösstenteils auf tiefere Umsätze mit Mietleitungen zurückzuführen.

Im Januar 2003 wurde der Abbau von rund 380 Vollzeitstellen kommuniziert. Für den Abbau von 205 Vollzeitstellen wurde bis 31. März 2003 ein Aufwand von CHF 31 Mio. erfasst. Ohne Berücksichtigung der Abbaukosten sank der Betriebsaufwand entsprechend der Umsatz- und Volumenabnahmen.

Der Rückgang des EBITDA des Segments von CHF 40 Mio. auf CHF 5 Mio. ist zur Hauptsache auf den Stellenabbau zurückzuführen. Für das gesamte Jahr 2003 erwartet Enterprise Solutions auf Grund der neuen Nummerierung im Jahr 2002, des Umsatzrückgangs bei den Mietleitungen und des allgemeinen Preis- und Konkurrenzdrucks einen tieferen Umsatz.

debitel verzeichnete eine Zunahme des Gesamtumsatzes um 15,9%. Der Teilnehmerbestand konnte im ersten Quartal 2003 um 73'000 erhöht werden, davon 61'000 in Deutschland. Die Steigerung des Teilnehmerbestandes erfolgte vor allem im Postpaid-Bereich. Der Umsatzanstieg in Deutschland um 23,8% ist hauptsächlich auf eine Ausweitung des Handelsgeschäfts und auf die wachsende Teilnehmerzahl zurückzuführen. Der Hauptgrund für den um CHF 10 Mio. tieferen EBITDA sind die Kosten für Kundenakquisitionen.

Im Jahr 2002 wurde auf dem Goodwill von debitel eine ausserordentliche Wertminderung (Impairment) von CHF 702 Mio. gebucht. Damit reduzieren sich die künftigen jährlichen Goodwill-Abschreibungen um rund CHF 104 Mio (im Quartal CHF 26 Mio.).Für das laufende Jahr rechnet debitel aufgrund des höheren Teilnehmerbestandes mit einem höheren Gesamtumsatz.

Das Segment Übrige umfasst die Gruppengesellschaften Swisscom Systems AG, Swisscom IT Services AG, Swisscom Broadcast AG und Billag AG. Der Nettoumsatz mit Dritten und der EBITDA des Segments entsprechen dem Vorjahr. Der Umsatzrückgang von Swisscom Systems AG ist insbesondere auf die Abnahme der wiederkehrenden Erträge aus Vermietung und Service von Telefonvermittlungsanlagen zurückzuführen. Swisscom IT Services AG konnte den Nettoumsatz mit Dritten um CHF 5 Mio. auf CHF 55 Mio. steigern. Da für den im Jahr 2002 angekündigten Stellenabbau bei Swisscom Systems AG die Kosten von CHF 80 Mio. bereits im vierten Quartal 2002 gebucht wurden, wird der EBITDA des Segments Übrige im Jahr 2003 höher ausfallen als im Vorjahr.

 

 

 

Bern, 14. Mai 2003

 

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