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Medienmitteilung

Swisscom: stabiler Umsatz - gesteigertes Betriebsergebnis

20. August 2003

 

1.1.-30.6.2002

1.1.-30.6.2003

Veränderung

Nettoumsatz (in Mio. CHF)

7129

7154

0,4%

EBITDA (in Mio. CHF)

2268

2431

7,2%

EBIT (in Mio. CHF)

1281

1465

14,4%

Reingewinn (in Mio. CHF)

780

952

22,1%

ADSL-Anschlüsse (per 30.6.)

101'000

317'000

213,9%

Teilnehmerbestand Mobile

(per 30.6. in Mio.)

3,49

3,68

5,4%

Mitarbeitende

(Vollzeitstellen per 30.6.)

21'179

19'855

-6,3%


Die Swisscom-Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2003 ein gutes Ergebnis: Bei stabilem Umsatz nahmen das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 7,2% auf CHF 2,43 Mrd. und die Nettoeinnahmen aus operativer Geschäftstätigkeit gar um 30,6% auf CHF 2,23 Mrd. zu. Dank konsequentem Kostenmanagement sanken die operativen Kosten der Gruppe um CHF 140 Mio. auf CHF 4,8 Mrd. Der Reingewinn der Swisscom-Gruppe stieg um 22,1% auf CHF 952 Mio. Das Unternehmen plant für 2003 Investitionen in der Höhe von rund CHF 1,3 Mrd. Swisscom rechnet für das Geschäftsjahr 2003 mit einem leicht rückläufigen Umsatz und einem Betriebsergebnis (EBITDA) mindestens in der Höhe des Vorjahres (CHF 4,4 Mrd.).

Swisscom steigerte im ersten Halbjahr 2003 den Nettoumsatz mit CHF 7?154 Mio. leicht. Einem rückläufigen Umsatz in der Schweiz stand ein markantes Umsatzwachstum mit tieferen Margen bei debitel gegenüber. Umsatzeinbussen verzeichneten insbesondere Fixnet mit 7,0% und Enterprise Solutions mit 8,5%. Beim Nettoumsatz werden ab 2003 die Umsätze mit Business Numbers von anderen Anbietern netto, d.h. nach Abzug der Anteile dieser Anbieter, ausgewiesen. Bei Anwendung der gleichen Verbuchungsmethode im Vorjahr wäre der Umsatz im ersten Halbjahr 2002 um CHF 86 Mio. tiefer ausgefallen.

Mit einem um 7,2% auf CHF 2?431 Mio. gestiegenen EBITDA erzielte Swisscom ein gutes Ergebnis. Dazu trugen insbesondere die beiden Segmente Fixnet und Mobile bei. Fixnet steigerte den EBITDA um 11,3% auf CHF 1'050 Mio. und Mobile um 6,2% auf CHF 1?056 Mio. Das Ergebnis ist eine Folge des konsequenten Kostenmanagements und der Fokussierung auf Aktivitäten mit höheren Margen. Die Zahl der Vollzeitstellen sank um 6,3% auf 19'855. Im ersten Halbjahr 2003 fielen Aufwendungen für Stellenabbau und übrige Sozialplanmassnahmen von CHF 53 Mio. (Vorjahr CHF 49 Mio.) an.

Reduzierte Goodwill-Abschreibungen, ein verbessertes Finanzergebnis und tiefere Ertragssteuern bewirkten einen stärkeren Anstieg des Reingewinns im Vergleich zum EBITDA. Der Reingewinn stieg um 22,1% auf CHF 952 Mio. Der 2002 erfolgte Aktienrückkauf führte zu einem vergleichsweise höheren Wachstum des Gewinnes pro Aktie von 27,6% auf CHF 14.38.

Die Nettoverschuldung von Swisscom liegt bei lediglich CHF 125 Mio. Am 9. Mai 2003 zahlte Swisscom den Aktionären eine Dividende in der Höhe von CHF 12 pro Aktie aus; am 19. August 2003 erfolgte eine Nennwertrückzahlung von CHF 8 pro Aktie. Damit schüttete Swisscom ihren Aktionären im laufenden Jahr über CHF 1,3 Mrd. resp. CHF 20 pro Aktie aus, was ? bezogen auf den durchschnittlichen Aktienkurs des ersten Halbjahres 2003 - einer Rendite von rund 5% entspricht.

Swisscom plant für 2003 Investitionen in der Höhe von rund CHF 1,3 Mrd. Angesichts der angespannten Marktlage erwartet Swisscom für das laufende Jahr einen leicht rückläufigen Umsatz und dank konsequentem Kostenmanagement ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mindestens in der Höhe des Jahres 2002 (CHF 4,4 Mrd.).

 

Bericht der Segmente:

Dem Segment Fixnet gelang es im ersten Halbjahr 2003, durch Effizienzsteigerungen den EBITDA trotz rückläufigem Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 11,3% zu steigern. Der Umsatz mit Dritten von Fixnet sank im ersten Halbjahr 2003 um 7,0%. Der Umsatzzunahme bei den Anschlussgebühren auf Grund des starken Wachstums bei den Breitbandanschlüssen (ADSL) stand eine Umsatzabnahme beim Verkehr Retail und dem internationalen Wholesale-Geschäft gegenüber. Durch die Änderung der Verbuchungsmethode bei den Business Numbers nahmen der übrige Umsatz um CHF 56 Mio. und der Umsatz aus dem Verkehr Wholesale um CHF 7 Mio. ab. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf den EBITDA. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst, weil die Auswirkungen nicht wesentlich sind.

Der Umsatz des Verkehrs Retail nahm gegenüber dem Vorjahr um 5,7% ab. Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass nach der im zweiten Quartal 2002 eingeführten neuen Nummerierung der Swisscom-Marktanteil im Nahbereich auf das Niveau des Fernbereichs fiel. Swisscom führte zudem auf den 1. Mai 2002 einen nationalen Einheitstarif im Festnetz ein. Der nationale Einheitstarif hat einen geringen negativen Nettoeffekt auf den Umsatz. Zudem nahm das Verkehrsvolumen als Folge der anhaltenden Substitution durch Mobilfunk und die Migration von Internet-Verkehr auf Business Numbers weiter ab. Teilweise konnte der Rückgang durch eine Zunahme der Umsätze aus Fix-to-Mobile und Verkehr International kompensiert werden.

Der Umsatzrückgang beim Verkehr Wholesale von CHF 121 Mio. war vor allem auf die im Vorjahr erfolgte Schliessung von lokalen Verkaufsstellen in mehreren europäischen Ländern und den Verkauf der Geschäftsaktivitäten von Swisscom North America im vierten Quartal 2002 zurückzuführen. Die aufgegebenen oder verkauften Geschäftsaktivitäten verzeichneten eine sehr tiefe Marge, so dass die Auswirkungen auf den EBITDA gering sind.

Die Position Anschlussgebühren umfasst Gebühren für analoge und digitale Anschlüsse, Breitbandanschlüsse (ADSL) von Retail- und Wholesale-Kunden sowie Internet-Abonnementsgebühren. Der Umsatz stieg dank der wachsenden Zahl an ADSL-Anschlüssen um 7,4% auf CHF 838 Mio. Die Zahl der ADSL-Anschlüsse nahm gegenüber dem Vorjahr um 216'000 auf 317'000 Anschlüsse zu. Davon entfallen 177?000 Anschlüsse auf Bluewin Retail-Kunden und 140?000 Anschlüsse auf Kunden von anderen Anbietern.

Die übrigen Umsätze von Fixnet nahmen um CHF 60 Mio. ab. Dies ist vor allem auf die geänderte Verbuchungsmethode bei den Business Numbers von anderen Anbietern zurückzuführen. Der Effekt daraus betrug für das erste Halbjahr CHF 56 Mio. Der Umsatzrückgang mit anderen Segmenten um CHF 76 Mio. ist vor allem auf mengen- und preisbedingt tiefere Umsätze mit Enterprise Solutions zurückzuführen.

Die Reduktion des Betriebsaufwandes in der Höhe von 15,9% ist vor allem auf folgende Effekte zurückzuführen: Dank konsequentem Kostenmanagement konnten Einsparungen in den Bereichen Marketing, Informatik und beim Unterhalt der Netzanlagen erzielt werden. Weiter sank der Personalaufwand als Folge des tieferen Stellenbestandes und reduzierten Aufwendungen für den Stellenabbau. Zudem sank der Betriebsaufwand auf Grund der geänderten Verbuchungspraxis bei den Business Numbers und den geringeren Netzkosten auf Grund der Schliessung von Verkaufsstellen und dem Verkauf von Geschäftsaktivitäten im Ausland.

Der EBITDA stieg um 11,3% auf CHF 1'050 Mio. Die EBITDA-Marge betrug 36,1%. Entsprechend erhöhte sich der EBIT um 21,4% auf CHF 504 Mio. Für 2003 rechnet Fixnet auf Grund der erwähnten Effekte mit einem Umsatzrückgang und einem EBITDA in der Höhe des Jahres 2002.

Das Segment Mobile steigerte den Umsatz mit Dritten im Vergleich zum Vorjahr um 1,8% auf CHF 1?676 Mio. Die Umsatzzunahme von 2,7% bei Connectivity Voice ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Anzahl Teilnehmer zurückzuführen. Die Anzahl Teilnehmer konnte netto um 187'000 auf 3'675'000 gesteigert werden. Im Gegensatz dazu nahmen die durchschnittliche Anzahl der verrechneten Minuten (AMPU) und der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU) gegenüber dem Vorjahr ab. Die Abnahme des ARPU ist vor allem auf den anhaltenden Preiskampf im Geschäftskunden-Segment sowie Abonnementswechsel der Privatkunden zurückzuführen.

Der Umsatz von Connectivity Data und Value Added Services reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,1%. Die Abnahme resultiert vor allem aus der Änderung der Verbuchungsmethode bei den Business Numbers; ab 2003 werden die Umsätze mit Business Numbers netto, d.h. nach Abzug der Anteile der Dienstanbieter ausgewiesen. Die Umsatzabnahme aus der neuen Verbuchungsmethode betrug CHF 23 Mio. Die Änderung hat keine Auswirkungen auf den EBITDA. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst, da die Auswirkungen nicht wesentlich sind. Die Zahl der versendeten SMS stieg um 13,5%.

Der Betriebsaufwand von Mobile sank im Vergleich zum Vorjahr um CHF 57 Mio. Dem gestiegenen Personalaufwand standen tiefere Kosten für Endgeräte und Netzkosten sowie der Nettoeffekt aus der geänderten Verbuchungsmethode bei den Business Numbers gegenüber. Die durchschnittlichen Kosten pro Kunde für Kundenakquisitionen und ?bindung (Retention) konnten im Vergleich zum Vorjahr gesenkt werden. Aufgrund einer Neuregelung mit Vodafone für den Zugang zu ihren Produkten, Dienstleistungen und Plattformen werden im zweiten Halbjahr 2003 zusätzliche Kosten anfallen. Zudem wird im zweiten Halbjahr 2003 die Einführung von Vodafone Live erwartet.

Das Betriebsergebnis (EBITDA) stieg als Folge des tieferen Betriebsaufwands um CHF 62 Mio. auf CHF 1?056 Mio. Die EBITDA-Marge betrug 52,0% (Vorjahr 49,0%). Für das gesamte Jahr 2003 rechnet Mobile im Vergleich zum Vorjahr mit einer leichten Steigerung des Umsatzes und des EBITDA.

Der Umsatz mit Dritten bei Enterprise Solutions reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,5% auf CHF 644 Mio. Im nationalen Verkehr sanken Umsatz und Volumen wie bei Fixnet vor allem als Folge der im Vorjahr eingeführten neuen Nummerierung, des nationalen Einheitstarifs und der Substitution durch Mobilfunk. Die Abnahme im Bereich Networking ist vor allem auf tiefere Umsätze mit Mietleitungen zurückzuführen. Der Betriebsaufwand nahm im Vergleich zum Vorjahr um 10,2% ab. Die Abnahme ist vorab auf tiefere Transferpreise und geringere Volumen im Verkehr mit Fixnet zurückzuführen. Im Betriebsaufwand sind Aufwendungen für Stellenabbau von CHF 32 Mio. (Vorjahr CHF 11 Mio.) enthalten.

Der EBITDA nahm um CHF 9 Mio. auf CHF 55 Mio. ab. Ohne Berücksichtigung der Aufwendungen für Stellenabbau wäre der EBITDA um CHF 12 Mio. höher ausgefallen als im Vorjahr. Für das Jahr 2003 wird aufgrund der neuen Nummerierung im Jahr 2002, dem Umsatzrückgang bei den Mietleitungen und dem allgemeinen Preis- und Konkurrenzdruck mit einem tieferen Umsatz und auf Grund von Kosteneinsparungen mit einem EBITDA in der Höhe des Jahres 2002 gerechnet.

debitel steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 13,5%. Bereinigt um Wechselkurseffekte nahm der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 11,1% zu. Der Teilnehmerbestand erhöhte sich seit Jahresanfang um netto 133'000 auf 10,2 Mio. Teilnehmer. Der Teilnehmerbestand Deutschland wuchs dabei um netto 187?000; der Teilnehmerbestand International hingegen nahm um netto 54?000 ab. Die Steigerung des Teilnehmerbestandes in Deutschland erfolgte vor allem im Postpaid-Bereich. Der Umsatzanstieg in Deutschland von 16,8% ist vor allem auf die Ausweitung des telefonienahen Handelsgeschäftes und den wachsenden Teilnehmerbestand zurückzuführen.

Das Betriebsergebnis (EBITDA) nahm im Vergleich zum Vorjahr um CHF 39 Mio. ab. Die Abnahme resultiert vor allem aus den mit dem Teilnehmerbestand verbundenen Kundenakquisitionskosten. Im Jahr 2002 wurde auf dem Goodwill von debitel eine Wertminderung (Impairment) von CHF 702 Mio. gebucht. Die künftigen jährlichen Goodwillabschreibungen reduzieren sich dadurch um rund CHF 104 Mio. Für das laufende Jahr rechnet debitel auf Grund des gestiegenen Teilnehmerbestandes mit einem höheren Gesamtumsatz, aber einem tieferen EBITDA. Der tiefere EBITDA ist vor allem auf die mit dem Teilnehmerzuwachs verbundenen Kundenakquisitionskosten sowie einen tieferen ARPU zurückzuführen.

Das Segment Übrige umfasst die Gruppengesellschaften Swisscom Systems AG, Swisscom IT Services AG, Swisscom Broadcast AG, Billag AG und Swisscom Eurospot AG. Der Umsatz mit Dritten sank im Vergleich zum Vorjahr um 6,6%. Die Abnahme ist vor allem auf tiefere Umsätze von Swisscom Systems im Bereich der Teilnehmervermittlungsanlagen zurückzuführen. Der Betriebsaufwand konnte dank Kosteneinsparungen um 10,5% gesenkt werden. Im Betriebsaufwand sind Aufwendungen für Stellenabbau von CHF 4 Mio. (Vorjahr CHF 4 Mio.) enthalten. Bei Swisscom Eurospot AG fallen im zweiten Halbjahr 2003 Kosten im Zusammenhang mit dem Aufbau des internationalen WLAN-Geschäfts an.

Da für den bei Swisscom Systems AG im Jahr 2002 angekündigten Abbau von 470 Vollzeitstellen die Kosten von CHF 80 Millionen bereits im vierten Quartal 2002 erfasst wurden, wird der EBITDA des Segments Übrige 2003 höher ausfallen als im Vorjahr.

 


Bern, 20. August 2003

 

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