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Medienmitteilung

Swisscom steigert Betriebsergebnis und Reingewinn

20. November 2003

Die Swisscom-Gruppe bleibt auf Erfolgskurs: Bei stabilem Umsatz verbesserte das führende Schweizer Telekommunikationsunternehmen in den ersten drei Quartalen das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 5,7% auf CHF 3,61 Mrd. Die EBITDA-Steigerung ist vor allem auf das konsequente Kostenmanagement zurückzuführen. Die Nettoeinnahmen aus operativer Geschäftstätigkeit stiegen um 23,6% auf CHF 3,48 Mrd. Der Reingewinn der Swisscom-Gruppe erhöhte sich um 13,5% auf CHF 1?374 Mio., der Reingewinn pro Aktie stieg gar um 16,9%. Swisscom plant für das laufende Jahr Investitionen von maximal CHF 1,3 Mrd. Die Gruppe rechnet für 2003 mit einem leicht rückläufigen Umsatz und einem Betriebsergebnis (EBITDA) von rund CHF 4,5 Mrd. (Vorjahr CHF 4,4 Mrd.).

 

 1.1.-30.9.2002

 1.1.-30.9.2003

 Veränderung

Nettoumsatz (in Mio. CHF)

10788

10827

0,4%

EBITDA (in Mio. CHF)

3414

3607

5,7%

EBIT (in Mio. CHF)

1931

2163

12,0%

Reingewinn (in Mio. CHF)

1211

1374

13,5%

Equity Free Cash Flow

(in Mio. CHF)

830

1509

81,8%

ADSL-Anschlüsse (per 30.9.)

132'000

383'000

190,2%

Teilnehmer Mobile

(per 30.9. in Mio.)

3,54

3,74

5,5%

Mitarbeitende

(Vollzeitstellen per 30.9.)

20'762

19'519

-6,0%

Swisscom steigerte per Ende September 2003 den Nettoumsatz mit CHF 10'827 Mio. leicht. Einem rückläufigen Umsatz in der Schweiz stand ein markantes Umsatzwachstum mit tieferen Margen bei debitel gegenüber. Umsatzeinbussen verzeichneten insbesondere Fixnet mit 8,1% und Enterprise Solutions mit 9,4%. Beim Nettoumsatz werden seit 2003 die Umsätze mit Business Numbers von anderen Anbietern netto ausgewiesen, d.h. nach Abzug der Anteile dieser Anbieter. Bei Anwendung der gleichen Verbuchungsmethode im Vorjahr wäre der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2002 um CHF 130 Mio. tiefer ausgefallen.

Mit einem um 5,7% auf CHF 3?607 Mio. gestiegenen EBITDA erzielte Swisscom ein gutes Ergebnis. Dazu trugen insbesondere die beiden Segmente Fixnet und Mobile bei. Das Ergebnis ist eine Folge des konsequenten Kostenmanagements und der Fokussierung auf Aktivitäten mit höheren Margen. Die Zahl der Vollzeitstellen sank um 6,0% auf 19?519. In den ersten neun Monaten 2003 fielen Aufwendungen für Stellenabbau und übrige Sozialplanmassnahmen von CHF 81 Mio. (Vorjahr CHF 70 Mio.) an.

Reduzierte Goodwill-Abschreibungen, ein verbessertes Finanzergebnis und tiefere Ertragssteuern bewirkten einen stärkeren prozentualen Anstieg des Reingewinns im Vergleich zum EBITDA. Der Reingewinn beträgt CHF 1'374 Mio. und liegt damit 13,5% oder CHF 163 Mio. über der Vorjahresperiode. Die Zunahme ist vor allem auf den um CHF 193 Mio. höheren EBITDA zurückzuführen. Der Reingewinn pro Aktie stieg als Folge des Aktienrückkaufs im letzten Jahr gar um 16,9%.

Swisscom verfügt per 30. September 2003 über Nettofinanzmittel in Höhe von CHF 334 Mio. Dies ist eine Verbesserung gegenüber Ende 2002 um CHF 976 Mio. Die Veränderung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Nettoeinnahmen aus operativer Geschäftstätigkeit die Investitionen und Gewinnausschüttungen erheblich übersteigen. In den ersten neun Monaten 2003 wurden Finanzverbindlichkeiten in der Höhe von CHF 855 Mio. zurück bezahlt. Davon entfielen CHF 750 Mio. auf eine Darlehensrückzahlung gegenüber der Schweizer Post. Die übrigen Rückzahlungen betrafen vor allem Verbindlichkeiten aus Finanzleasing.

Angesichts der angespannten Marktlage erwartet Swisscom für das laufende Jahr einen leicht rückläufigen Umsatz. Dank konsequentem Kostenmanagement rechnet Swisscom mit einem EBITDA von rund CHF 4,5 Mrd. (Vorjahr CHF 4,4 Mrd.). Für das Jahr 2003 erwartet Swisscom Investitionen von maximal CHF 1,3 Mrd.

 

Bericht der Segmente:

Der Umsatz des Segments Fixnet mit Dritten sank gegenüber dem Vorjahr um 7,0% auf CHF 3'329 Mio. Der Umsatzzunahme bei den Anschlussgebühren als Folge des starken Wachstums bei den Breitbandanschlüssen (ADSL) stand eine Umsatzabnahme beim Verkehr Retail und dem internationalen Wholesale-Geschäft gegenüber. Durch die Änderung der Verbuchungsmethode bei den Business Numbers nahmen der übrige Umsatz um CHF 83 Mio. und der Umsatz Verkehr Wholesale um CHF 11 Mio. ab. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf den EBITDA. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst, weil die Auswirkungen nicht wesentlich sind.

Der Umsatz des Verkehrs Retail nahm gegenüber dem Vorjahr um 5,1% ab. Der Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass nach der im zweiten Quartal 2002 eingeführten neuen Nummerierung der Swisscom-Marktanteil im Nahbereich auf das Niveau des Fernbereichs fiel. Der von Swisscom auf den 1. Mai 2002 eingeführte nationale Einheitstarif im Festnetz hat nur einen geringen negativen Nettoeffekt auf den Umsatz. Das Verkehrsvolumen nahm zudem als Folge der anhaltenden Substitution durch Mobilfunk und die Migration von Internet-Verkehr auf Business Numbers und ADSL weiter ab. Teilweise konnte der Rückgang durch eine Zunahme der Umsätze aus Fix-to-Mobile und Verkehr International kompensiert werden.

Der Umsatzrückgang beim Verkehr Wholesale von CHF 191 Mio. ist vor allem auf die im Vorjahr erfolgte Schliessung von lokalen Verkaufsstellen in mehreren europäischen Ländern und den Verkauf der Geschäftsaktivitäten von Swisscom North America im vierten Quartal 2002 zurückzuführen. Die aufgegebenen oder verkauften Geschäftsaktivitäten verzeichneten eine sehr tiefe Marge, so dass die Auswirkungen auf den EBITDA gering sind.

Der Umsatz bei den Anschlussgebühren stieg dank der weiter wachsenden Zahl von Breitbandanschlüssen (ADSL) um 8,0% auf CHF 1'271 Mio. Die Zahl der ADSL-Anschlüsse nahm gegenüber dem Vorjahr um 251'000 auf 383?000 Anschlüsse zu. Davon entfallen 216?000 Anschlüsse auf Bluewin-Kunden (Retail) und 167?000 Anschlüsse auf Kunden von anderen Anbietern. Die Position Anschlussgebühren umfasst Gebühren für analoge und digitale Anschlüsse, Breitbandanschlüsse (ADSL) von Retail- und Wholesale-Kunden sowie Internet-Abonnementsgebühren.

Der Rückgang der übrigen Umsätze um CHF 87 Mio. ist vor allem auf die geänderte Verbuchungsmethode bei den Business Numbers von anderen Anbietern zurückzuführen. Der daraus resultierende Effekt betrug für die ersten neun Monate CHF 83 Mio. Der Umsatz mit anderen Segmenten sank um CHF 131 Mio. und resultiert vor allem aus mengen- und preisbedingt tieferen Umsätzen mit Enterprise Solutions.

Der Betriebsaufwand nahm gegenüber dem Vorjahr um 15,7% auf CHF 2'744 Mio. ab. Dank konsequentem Kostenmanagement konnten vor allem Einsparungen beim Informatikaufwand und beim Unterhalt der Netzanlagen erzielt werden. Weiter nahm der Personalaufwand als Folge des tieferen Stellenbestands und reduzierter Aufwendungen für den Stellenabbau ab. Zudem sank der Betriebsaufwand aufgrund der geänderten Verbuchungspraxis bei den Business Numbers und der geringeren Netzkosten als Folge der Schliessung von Verkaufsstellen und dem Verkauf von Geschäftsaktivitäten im Ausland.

Der EBITDA von Fixnet stieg als Folge von Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen um 8,9 % auf CHF 1'585 Mio. Die EBITDA-Marge betrug 36,6% (Vorjahr 30,9%). Für 2003 rechnet Fixnet aufgrund der erwähnten Effekte mit einem Umsatzrückgang, aber einem höheren EBITDA.

Am 6. November 2003 entschied die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) über zwei Interkonnektionsverfahren, die zwei Mitbewerber im Jahr 2000 initiiert hatten. Die beiden ComCom-Verfügungen verordnen rückwirkend für die Jahre 2000 bis 2003 eine Senkung der Interkonnektionspreise von 25% bis 35%. Die Verfügungen gelten lediglich für die zwei Mitbewerber. Swisscom hat seit Einreichen der Klagen auf der Grundlage einer eigenen Einschätzung der möglichen finanziellen Folgen Rückstellungen gebildet. Als Folge der ComCom-Entscheide sieht Swisscom keine Veranlassung, die bisherige Einschätzung zu ändern. Swisscom wird gegen die ComCom-Verfügungen Beschwerde beim Bundesgericht einreichen.

Das Segment Mobile steigerte den Umsatz mit Dritten im Vergleich zum Vorjahr um 2,0% auf CHF 2'574 Mio. Die Umsatzzunahme bei Connectivity Voice um 2,9% ist hauptsächlich auf die Ausweitung der Kundenbasis zurückzuführen. Die Anzahl Teilnehmer wuchs gegenüber dem Vorjahr um netto 194'000 auf 3,736 Mio. Dagegen nahmen die durchschnittliche Anzahl der verrechneten Minuten (AMPU) um 4% und der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU) gegenüber dem Vorjahr ab. Die Abnahme des ARPU (aktuell CH 82 pro Monat) ist vor allem auf den Preiskampf im Geschäftskundensegment sowie Abonnementswechsel der Privatkunden zurückzuführen.

Der Umsatz von Connectivity Data und Value Added Services reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,5%. Die Abnahme resultiert aus der Änderung der Verbuchungsmethode bei den Business Numbers; ab 2003 werden die Umsätze mit Business Numbers netto, d.h. nach Abzug der Anteile der Dienstanbieter ausgewiesen. Die Umsatzabnahme aus der neuen Verbuchungsmethode betrug CHF 36 Mio. Die Änderung hat keine Auswirkungen auf den EBITDA. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst, da die Auswirkungen nicht wesentlich sind. Die Zahl der versendeten SMS nimmt weiter zu und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 12,2%.

Der Betriebsaufwand von Mobile sank gegenüber dem Vorjahr um 1,0% auf CHF 1?541 Mio. Dem gestiegenen Personalaufwand standen tiefere Kosten für das Netz, Kundenakquisition und -bindung (Retention) sowie der Effekt aus der geänderten Verbuchungsmethode bei den Business Numbers gegenüber. Im Betriebsaufwand sind zudem Kosten von CHF 29 Mio. aus einer Neuregelung mit Vodafone für den Zugang zu ihren Produkten und Dienstleistungen, insbesondere Vodafone Live!, enthalten. Die Einführung von Vodafone Live! erfolgte am 13. November 2003.

Das Betriebsergebnis (EBITDA) stieg um 2,5% auf CHF 1'554 Mio. Die EBITDA-Marge betrug 50,2% (Vorjahr 49,3%). Für das gesamte Jahr 2003 rechnet Mobile gegenüber dem Vorjahr mit einem Umsatz und einem EBITDA in der Höhe des Vorjahres.

Der Umsatz von Enterprise Solutions mit Dritten reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,0% auf CHF 949 Mio. Der Umsatz im Bereich Verkehr sank um CHF 45 Mio. und ist wie bei Fixnet hauptsächlich auf die im Vorjahr eingeführte neue Nummerierung, den nationalen Einheitstarif und die Substitution durch Mobilfunk zurückzuführen. Im Bereich Networking ist der Umsatzrückgang vor allem auf tiefere Umsätze mit Mietleitungen zurückzuführen.

Die Abnahme des Betriebsaufwandes um 13,5% resultiert hauptsächlich aus geringeren Volumen mit Fixnet. Im Betriebsaufwand sind Aufwendungen für Stellenabbau von CHF 32 Mio. (Vorjahr CHF 9 Mio.) enthalten.

Der EBITDA stieg vor allem als Folge von Kosteneinsparungen um CHF 38 Mio. auf CHF 103 Mio. Die EBITDA-Marge betrug 10,0% (Vorjahr 5,7%). Für das Jahr 2003 wird aufgrund der neuen Nummerierung im Jahr 2002, des Umsatzrückgangs bei den Mietleitungen und des allgemeinen Preis- und Konkurrenzdrucks mit einem tieferen Umsatz gerechnet. Dank Kosteneinsparungen erwartet Enterprise Solutions einen höheren EBITDA.

debitel steigerte den Umsatz in Lokalwährung gegenüber dem Vorjahr um 9,1%. In Schweizer Franken betrug die Zunahme 12,6% bzw. CHF 377 Mio. Der Umsatzanstieg ist vor allem auf eine Ausweitung des telefonienahen Handelsgeschäfts und den wachsenden Teilnehmerbestand in Deutschland zurückzuführen. Der Teilnehmerbestand wuchs seit Jahresanfang um netto 242'000 auf 10,3 Mio. Teilnehmer. Dabei erhöhte sich der Teilnehmerbestand Deutschland um netto 331'000; der Teilnehmerbestand International hingegen nahm um netto 89'000 ab. Die Steigerung des Teilnehmerbestandes Deutschland erfolgte vor allem im Postpaid-Bereich.

Das Betriebsergebnis (EBITDA) nahm im Vergleich zum Vorjahr um CHF 39 Mio. ab. Die Abnahme resultiert vor allem aus den mit dem Teilnehmerwachstum verbundenen Kundenakquisitionskosten und einem tieferen durchschnittlichen Umsatz pro Kunde (ARPU). Für das laufende Jahr rechnet debitel als Folge des gestiegenen Teilnehmerbestandes mit einem höheren Gesamtumsatz, aber einem tieferen EBITDA. Der tiefere EBITDA ist vor allem auf die mit dem Teilnehmeranstieg verbundenen Kundenakquisitionskosten sowie einen tieferen ARPU zurückzuführen.

Das Segment Übrige umfasst die Gruppengesellschaften Swisscom Systems AG, Swisscom IT Services AG, Swisscom Broadcast AG, Billag AG und Swisscom Eurospot AG. Der Umsatz mit Dritten sank im Vergleich zum Vorjahr um 6,1%. Die Abnahme ist vor allem auf tiefere Umsätze von Swisscom Systems im Bereich der Teilnehmervermittlungsanlagen zurückzuführen.

Der Betriebsaufwand konnte dank Kosteneinsparungen um 10,9% gesenkt werden. Im Betriebsaufwand sind Aufwendungen für den Stellenabbau von CHF 4 Mio. (Vorjahr CHF 16 Mio.) enthalten. Bei Swisscom Eurospot AG fallen im Jahr 2003 Kosten im Zusammenhang mit dem Aufbau des internationalen WLAN-Geschäfts an. Die im Oktober bei Swisscom IT Services angekündigte Restrukturierung hat zusätzliche Aufwendungen im vierten Quartal 2003 zur Folge.

Für 2003 wird für das Segment Übrige bei tieferem Umsatz mit einem höheren EBITDA im Vergleich zum Vorjahr gerechnet.

Der detaillierte Zwischenbericht ist im Internet abrufbar unter:


www.swisscom.com/q3-report-2003


Bern, 20. November 2003

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