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Medienmitteilung

Fair Play im Umgang mit Mehrwertdiensten 090x

09. Januar 2004

Orange, sunrise und Swisscom (Fixnet, Mobile, Enterprise Solutions) gehen künftig gemeinsam gegen Missbräuche bei Anbietern von gebührenpflichtigen 090x-Nummern vor. Dazu wurde eine Vereinbarung gegen Missbrauch bei Mehrwertdiensten getroffen, die Angebote via Telefon oder Internet (Dialer) betrifft.

Im Bereich der Mehrwertdienste sind verschiedene Unternehmen beteiligt. Der Kunde zahlt üblicherweise seine Rechnung dem Netzbetreiber (z.B. Orange, sunrise, Swisscom), der das Inkasso im Auftrag des Fernmeldedienstanbieters wahrnimmt, bei dem die 090x-Nummer des eigentlichen Dienstanbieters eingerichtet ist. Die Verantwortung für den Inhalt und Betrieb inkl. Minuten- bzw. Einmalgebühr des Angebots liegt einzig beim 090x-Diensteanbieter.

Vereinbarung gilt als vertragliche Grundlage

Künftig wird die Inkassodienstleistung von Orange, sunrise und Swisscom nur noch für Unternehmen erbracht, welche die Vereinbarung gegen Missbrauch bei Mehrwertdiensten als vertragliche Grundlage unterzeichnen. Die Vereinbarung wird in die bestehenden Interkonnektionsverträge mit den Diensteanbietern integriert. Wenn künftig trotzdem ein Anbieter von Mehrwertdienst-Nummern gegen diese Regeln verstösst, erhält er seinen Anteil nicht mehr ausbezahlt. Unterschreibt er diese Vereinbarung nicht, so muss er sein Inkasso selbst vornehmen.

Wird ein Missbrauch anhand von gehäuften und begründeten Kundenreklamationen, durch auffällige Verkehrsmuster oder eine Anzeige durch das Bakom aufgedeckt, so werden die Auszahlungen gegenüber dem Dienstanbieter gestoppt. Bei wiederholtem Missbrauch der Mehrwertdienstnummer wird die Inkassoleistung gekündigt. Leider ist es den Netzbetreibern gesetzlich nicht erlaubt, bei Missbrauch die fragwürdige Mehrwertdienstnummer komplett abzuschalten, was letztlich die wirkungsvollste Massnahme darstellen würde.

Schutz der Kunden steht im Vordergrund

Die genannten Netzbetreiber haben sich zu den Massnahmen entschlossen, um den Nutzen der Mehrwertdienste zu steigern und mögliche Missbräuche noch wirkungsvoller zu bekämpfen. In erster Linie sollen Kunden der Netzbetreiber besser geschützt werden. Ausserdem können die fairen Angebote von Mehrwertdiensten nur mit konsequentem Vorgehen gegen die Missbräuche weiterhin erfolgreich bestehen.

Dieses Vorgehen verschärft die bereits bestehenden Massnahmen u.a. im Rahmen der Sicta-Branchenvereinbarung und hilft dem Missbrauch von 090x-Nummern Einhalt zu gebieten.

9. Januar 2004

Kontakt

Swisscom AG
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3050 Bern

media@swisscom.com