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Medienmitteilung

Swisscom steigert Betriebsergebnis und Reingewinn

24. März 2004

Die Swisscom-Gruppe erzielte 2003 ein gutes Ergebnis: Bei stabilem Umsatz steigerte das führende Schweizer Telekommunikationsunternehmen das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 5,2% auf CHF 4,64 Mrd. Der Reingewinn der Swisscom-Gruppe erhöhte sich um 90,4% auf CHF 1'569 Mio. Der stark gestiegene Equity Free Cash Flow von CHF 2,9 Mrd. wird in Form einer Dividende von CHF 13 pro Aktie und eines Aktienrückkaufs an die Aktionäre ausgeschüttet. Swisscom plant für das laufende Jahr Investitionen von rund CHF 1,3 Mrd. Ohne die debitel-Gruppe erwartet Swisscom für das Geschäftsjahr 2004 bei weiterhin intensivem Wettbewerb und gleichen Regulierungsbedingungen einen konsolidierten Umsatz von rund CHF 10 Mrd. und ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund CHF 4,3 Mrd.

 

2002

 2003

 Veränderung

Nettoumsatz (in Mio. CHF)

 14526

 14581

0,4%

EBITDA (in Mio. CHF)

 4413

 4641

 5,2%

EBIT (in Mio. CHF)

 1706

2436

42,8%

Reingewinn (in Mio. CHF)

 824

1569

90,4%

Equity Free Cash Flow (in Mio. CHF)

 1119

2913

160,3%

ADSL-Anschlüsse (per 31.12.)

 195'000

487'000

149,7%

Teilnehmer Mobile (per 31.12. in Mio.)

 3,6

3,8

5,3%

Mitarbeitende (Vollzeitstellen per 31.12.)

 20'470

19'207

-6,2%

 

Dank Effizienzsteigerungen und konsequentem Kostenmanagement konnte Swisscom im Jahr 2003 das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 5,2 % auf CHF 4'641 Mio. steigern. Der konsolidierte Umsatz nahm um 0,4% zu. Bei Mobile blieb der Umsatz stabil. Bei Fixnet nahm er um 6,6% und bei Enterprise Solutions um 9,9% ab. debitel verzeichnete ein Umsatzwachstum von 10,8%.

Zur EBITDA-Verbesserung von CHF 228 Mio. hat im Wesentlichen Fixnet mit CHF 201 Mio. beigetragen. Grund waren Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen. Bei Mobile stieg der EBITDA nur leicht um 0,5%.

Swisscom befindet sich derzeit in Diskussionen bezüglich einer potentiellen Veräusserung ihrer Anteile an der debitel AG. Auf Grund der derzeitigen Werteinschätzungen wurde für 2003 eine weitere ausserordentliche Wertberichtigung (Impairment) auf dem Goodwill in Höhe von CHF 280 Mio. verbucht.

Der Finanzaufwand nahm auf Grund eines tieferen Zinsaufwands, geringeren Wertberichtigungen auf Finanzanlagen und positiven Fremdwährungseffekten ab.

Die Ertragssteuern nahmen entsprechend dem Ergebnis zu. Im Vorjahr ist ein einmaliger Aufwand von CHF 115 Mio. als Folge von Steuersatzänderungen enthalten.

Die Erhöhung des Reingewinns um 90,4% auf CHF 1'569 Mio. ist auf das bessere Betriebsergebnis und Finanzergebnis sowie auf geringere ordentliche und ausserordentliche Goodwillabschreibungen zurückzuführen. Der Reingewinn pro Aktie beträgt CHF 23,7 (Vorjahr CHF 12,2).

Der für die Bestimmung der Gesamtausschüttung an die Aktionäre massgebende Equity Free Cash Flow beträgt CHF 2'913 Mio. (Vorjahr CHF 1'119 Mio.). Der Verwaltungsrat von Swisscom beantragt der Generalversammlung eine Dividende von CHF 13 pro Aktie, was einer Gewinnausschüttung von CHF 861 Mio. oder rund 50% des Reingewinns vor Wertberichtigung Goodwill debitel entspricht. Der restliche Teil des Equity Free Cash Flow von bis zu CHF 2 Mrd. wird gemäss der kommunizierten Ausschüttungspolitik mittels Aktienrückkauf an die Aktionäre ausbezahlt. Der Aktienrückkauf wird über eine 2. Handelslinie durchgeführt und spätestens im Mai 2004 lanciert.

Als Dank für die guten Leistungen und als Ansporn für die Zukunft beteiligt Swisscom ihre Mitarbeitenden in Form von Aktien am Unternehmenserfolg 2003. Zusätzlich hat der Verwaltungsrat von Swisscom über ein Aktienprogramm für sämtliche Kadermitglieder entschieden. Swisscom wird in diesem Zusammenhang bis zu 65'000 Aktien (weniger als 0,1% der ausstehenden Aktien) am freien Markt beschaffen.

Ohne die debitel-Gruppe erwartet Swisscom für das Geschäftsjahr 2004 bei weiterhin intensivem Wettbewerb und gleichen Regulierungsbedingungen einen konsolidierten Umsatz von rund CHF 10 Mrd. und ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund CHF 4,3 Mrd.  Die Investitionen werden im Jahr 2004 bei rund CHF 1,3 Mrd. liegen.

 

Bericht der Segmente

Der Umsatz des Segments Fixnet mit Dritten nahm gegenüber dem Vorjahr um 5,5% auf CHF 4'498 Mio. ab. Das starke Wachstum bei den Breitbandanschlüssen (ADSL) erhöhte den Umsatz aus Anschlussgebühren. Dagegen verzeichneten der Retail- und der Wholesale-Verkehr Umsatzrückgänge. Wegen der Änderung der Verbuchungsmethode bei den Business Numbers nahmen der übrige Umsatz um CHF 117 Mio. und der Umsatz des Wholesale-Verkehrs um CHF 26 Mio. ab.

Der Umsatz des Retail-Verkehrs sank gegenüber dem Vorjahr um 4,6%. Der Rückgang ist insbesondere eine Folge der im zweiten Quartal 2002 eingeführten neuen Nummerierung. Danach fiel der Swisscom-Marktanteil im Nahbereich auf das Niveau des Fernbereichs. Der von Swisscom auf den 1. Mai 2002 eingeführte nationale Einheitstarif im Festnetz hat nur einen geringen negativen Nettoeffekt auf den Umsatz. Das Verkehrsvolumen nahm zudem als Folge der anhaltenden Substitution durch Mobilfunk und die Migration von Internet-Verkehr auf ADSL weiter ab.

Beim Wholesale-Verkehr ging der Umsatz um CHF 249 Mio. zurück. Gründe für den Rückgang sind die im Vorjahr erfolgte Schliessung von lokalen Verkaufsstellen in mehreren europäischen Ländern und der Verkauf der Geschäftsaktivitäten von Swisscom North America im vierten Quartal 2002. Die aufgegebenen oder verkauften Geschäftsaktivitäten verzeichneten eine sehr tiefe Marge, so dass die Auswirkungen auf den EBITDA gering sind.

Der Umsatz bei den Anschlussgebühren stieg dank der weiter wachsenden Anzahl Breitbandanschlüsse (ADSL) um 8,5% auf CHF 1'715 Mio. Am 31. Dezember 2003 waren 487'000 ADSL-Anschlüsse geschaltet. Davon entfallen 274'000 Anschlüsse auf Bluewin Retail-Kunden und 213'000 Anschlüsse auf Kunden von anderen Anbietern. Das Wachstum bei den ISDN-Anschlüssen flachte dagegen ab und die Zahl der analogen Anschlüsse (PSTN) verringerte sich um 2,4%.

Der Rückgang der übrigen Umsätze um CHF 132 Mio. ist vor allem auf die geänderte Verbuchungsmethode bei den Business Numbers von anderen Anbietern zurückzuführen. Diese Umsätze werden ab 2003 netto, d.h. nach Abzug der Anteile dieser Anbieter ausgewiesen. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf den EBITDA. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst, weil die Auswirkungen nicht wesentlich sind. Der Effekt der neuen Verbuchungsmethode beträgt CHF 117 Mio.

Der Umsatz von Fixnet mit anderen Segmenten sank um CHF 152 Mio. als Folge der mengen- und preisbedingt tieferen Umsätze mit Enterprise Solutions und der geänderten Verbuchungsmethode der Business Numbers.

Der Betriebsaufwand nahm gegenüber dem Vorjahr um 14,1% auf CHF 3'771 Mio. ab. Dank konsequentem Kostenmanagement konnten vor allem Einsparungen beim Informatikaufwand, beim Unterhalt der Netzanlagen und Werbung erzielt werden. Weiter sank der Personalaufwand als Folge des tieferen Stellenbestands und reduzierter Aufwendungen für Stellenabbau. Zudem sank der Betriebsaufwand auf Grund der geänderten Verbuchungspraxis bei den Business Numbers und der geringeren Netzkosten als Konsequenz der Schliessung von Verkaufsstellen und dem Verkauf von Geschäftsaktivitäten im Ausland.

Im November 2003 entschied die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) über zwei Interkonnektionsverfahren, die zwei Mitbewerber im Jahr 2000 initiiert hatten. Die beiden ComCom-Verfügungen verordnen rückwirkend für die Jahre 2000 bis 2003 eine Senkung der Interkonnektionspreise um 25% bis 35%. Die Verfügungen gelten lediglich für die zwei Mitbewerber. Swisscom hat seit Einreichen der Klagen auf der Grundlage einer eigenen Einschätzung Rückstellungen gebildet. Als Folge der ComCom-Entscheide wurden auf Grund einer Neueinschätzung durch das Management die Rückstellungen aufwandwirksam erhöht. Swisscom hat gegen die ComCom-Verfügungen Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht.

Der EBITDA von Fixnet stieg dank Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen um 10,7% auf CHF 2'075 Mio. Die EBITDA-Marge betrug 35,5% (Vorjahr 29,9%).

Das Segment Mobile steigerte den Umsatz mit Dritten im Vergleich zum Vorjahr um 1,8% auf CHF 3'434 Mio. Die Umsatzzunahme bei Connectivity Voice um 3,2% kann dank der Ausweitung der Kundenbasis und der direkten Verkehrsterminierung mit anderen Mobilfunknetzbetreibern zustande. Dagegen nahmen die durchschnittliche Anzahl der verrechneten Minuten pro Kunde (AMPU) und der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU) gegenüber dem Vorjahr ab. Der Rückgang beim AMPU ist konjunkturbedingt, was auch den ARPU belastet. Darüber hinaus wird der ARPU durch den stetigen Preiskampf im Geschäftskunden-Segment sowie Abonnementswechsel der Privatkunden reduziert.

Der Umsatz von Connectivity Data und Value Added Services reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 6,6%. Die Abnahme resultierte aus der Änderung der Verbuchungsmethode bei den Business Numbers; ab 2003 werden die Umsätze mit Business Numbers netto, d.h. nach Abzug der Anteile der Dienstanbieter ausgewiesen. Die Umsatzabnahme aus der neuen Verbuchungsmethode betrug CHF 48 Mio. Die Änderung hat keine Auswirkungen auf den EBITDA. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst, da die Auswirkungen nicht wesentlich sind. Die Zahl der versendeten SMS nahm um 11,9% zu.

Der Betriebsaufwand von Mobile erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,8% auf CHF 2'156 Mio. Im Betriebsaufwand sind zudem Kosten aus einer Neuregelung mit Vodafone für den Zugang zu ihren Produkten und Dienstleistungen enthalten, insbesondere Vodafone live!. Die Einführung von Vodafone live! im vierten Quartal 2003 verlief erfolgreich: Bis Ende 2003 konnten 50'000 Kunden gewonnen werden.

Der EBITDA stieg um 0,5% auf CHF 1'984 Mio. Die EBITDA-Marge betrug 47,9% (Vorjahr 48,0%). Die Investitionen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 9,9%. Hauptgründe dafür sind der Ausbau des UMTS- sowie des GSM-Netzes.

Der Umsatz des Segments Enterprise Solutions mit Dritten reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,2% auf CHF 1'261 Mio. Der Umsatz im Bereich Verkehr sank um CHF 59 Mio. Grösste Einflussfaktoren für diesen Rückgang sind wie bei Fixnet die im Vorjahr eingeführte neue Nummerierung, der nationale Einheitstarif und Marktanteilsverluste. Im Bereich Networking ging der Umsatz grösstenteils wegen tieferen Umsätzen mit Mietleitungen zurück.

Die Abnahme des Betriebsaufwandes um 13,2% ist hauptsächlich auf geringere Volumen mit Fixnet zurückzuführen. Im Betriebsaufwand sind Aufwendungen für Stellenabbau von CHF 41 Mio. (Vorjahr CHF 10 Mio.) enthalten.

Der EBITDA stieg vor allem als Folge von Kosteneinsparungen um CHF 37 Mio. auf CHF 134 Mio. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 6,4% auf 9,8%.

Die 93%-Beteiligung von Swisscom an debitel ist für Swisscom eine Finanzbeteiligung. Swisscom befindet sich derzeit in Diskussionen bezüglich einer potentiellen Veräusserung ihrer Anteile an der debitel AG. Auf Grund der derzeitigen Werteinschätzungen wurde für 2003 eine weitere ausserordentliche Wertberichtigung (Impairment) auf dem Goodwill in Höhe von CHF 280 Mio. verbucht. Bei einer Veräusserung von debitel werden zudem im Jahr 2004 die bisher ergebnisneutral im konsolidierten Eigenkapital von Swisscom erfassten Verluste aus Währungsumrechnung in Höhe von CHF 221 Mio. als Aufwand in die Erfolgsrechnung gebucht.

debitel steigerte den Umsatz in Euro gegenüber dem Vorjahr um 6,5%. In Schweizer Franken betrug die Zunahme als Folge der Wechselkursentwicklung sogar 10,8%. Der EBITDA nahm im Vergleich zum Vorjahr um CHF 22 Mio. ab. Die Abnahme resultiert vor allem aus den mit dem Teilnehmeranstieg verbundenen Kundenakquisitions- und Kundenbindungskosten.

Das Segment Übrige umfasst die Gruppengesellschaften Swisscom Systems AG, Swisscom IT Services AG, Swisscom Broadcast AG, Billag AG und die Swisscom Eurospot Gruppe. Im Dezember 2003 erwarb Billag AG die T-Systems Card Services AG (neu Billag Card Services AG). Das Unternehmen ist im Bereich der Kundenbindung auf der Basis von Kundenkarten tätig.

Der Umsatz mit Dritten im Segment Übrige sank im Vergleich zum Vorjahr um 8,6%. Die Abnahme ist vor allem auf tiefere Umsätze von Swisscom Systems AG im Bereich der Teilnehmervermittlungsanlagen als Folge des anhaltenden Konkurrenzdrucks und des schwachen wirtschaftlichen Umfelds zurückzuführen.

Vom Drittumsatz von Swisscom IT Services AG von CHF 214 Mio. wurden CHF 165 Mio. (Vorjahr CHF 174 Mio.) mit den Minderheitsaktionären erzielt. Der Umsatz mit Dritten betrug 2003 CHF 49 Mio., was einer Steigerung zum Vorjahr von 25,6% entspricht.

Der Umsatz mit anderen Segmenten ging ebenfalls zurück; hauptsächlich weil die verrechneten Dienstleistungen von Swisscom IT Services AG an andere Konzerngesellschaften auf Grund von Kosteneinsparungen abnahmen.

Der Betriebsaufwand nahm im Vergleich zum Vorjahr um 15,1% auf CHF 1'148 Mio. ab. Die Abnahme ist auf tiefere Betriebskosten entsprechend der Umsatzentwicklung sowie tiefere Aufwendungen für Stellenabbaumassnahmen zurückzuführen. 2003 betrugen diese CHF 48 Mio. (Vorjahr CHF 101 Mio.). Weiter sind im Betriebsaufwand Kosten für den Aufbau des internationalen WLAN-Geschäfts von Swisscom Eurospot enthalten.

Die EBITDA-Verbesserung des Segments um CHF 45 Mio. auf CHF 156 Mio. ist hauptsächlich auf einen tieferen Aufwand für Stellenabbau zurückzuführen. Dieser betrug 2003 CHF 48 Mio. (Vorjahr CHF 101 Mio.).

Der detaillierte Jahresbericht ist im Internet abrufbar unter:
http://www.swisscom.com/bericht2003

Bern, 24. März 2004

 

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