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Medienmitteilung

Swisscom mit stabilem Geschäftsverlauf

13. August 2004

Zwischenbericht per 30. Juni 2004 der Swisscom-Gruppe:

  

1.1.-30.6.2003

1.1.-30.6.2004

Veränderung

Nettoumsatz (in Mio. CHF)

4'977

4'999

0,4%

EBITDA (in Mio. CHF)

2'385

2'251

-5,6%

EBIT (in Mio. CHF)

1'536

1'471

-4,2%

Reingewinn (in Mio. CHF)

952

757

-20,5%

Equity Free Cash Flow

(in Mio. CHF)

498

1'755

252,4%

ADSL-Anschlüsse (per 30.6.)

317'000

656'000

106,9%

Kunden Mobile (per 30.6. in Mio.)

3'675

3'898

6,1%

Mitarbeitende

(Vollzeitstellen per 30.6.)

16'507

15'721

-4,8%

Am 8. Juni 2004 veräusserte Swisscom ihre Beteiligung an debitel. Als Folge davon wird debitel im Konzernabschluss von Swisscom als nicht weitergeführter Geschäftsbereich gesondert ausgewiesen.
 
Der Umsatz von Swisscom stieg im ersten Halbjahr 2004 (ohne debitel) um 0,4% auf CHF 5 Mrd. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) nahm im Vergleich zum Vorjahr um 5,6% auf CHF 2,25 Mrd. ab. Die Reduktion des Reingewinns um 20,5% auf CHF 757 Mio. ist vor allem auf die beim Verkauf von debitel erfolgte ergebniswirksame Verbuchung der seit dem Kauf 1999 angefallenen Fremdwährungsdifferenz von CHF 238 Mio. zurückzuführen. Ohne die debitel-Gruppe erwartet Swisscom für das Geschäftsjahr 2004 bei weiterhin intensivem Wettbewerb und gleichen Regulierungsbedingungen einen konsolidierten Umsatz von rund CHF 10 Mrd. und ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund CHF 4,3 Mrd.


Swisscom steigerte per 30. Juni 2004 den Umsatz (ohne debitel) um 0,4% auf CHF 4'999 Mio. Die Umsätze von Fixnet und Mobile nahmen um 0,3% bzw. 5,6% zu; hingegen reduzierte sich der Umsatz von Enterprise Solutions um 8,6%. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA, ohne debitel) von Swisscom nahm im Vergleich zum Vorjahr um 5,6% auf CHF 2'251 Mio. ab. Steigerungen im Betriebsergebnis von Fixnet um CHF 43 Mio. und Enterprise Solutions um CHF 38 Mio. stehen Abnahmen bei Mobile um CHF 79 Mio. und beim Segment Corporate um CHF 132 Mio. gegenüber.

 

Einmalige Effekte als Folge des Verkaufs von debitel - reduzierter Reingewinn

Am 8. Juni 2004 veräusserte Swisscom ihre Beteiligung an debitel. Im Konzernabschluss wird debitel als nicht weitergeführter Geschäftsbereich gesondert ausgewiesen. Im ersten Halbjahr 2004 betrug das Ergebnis aus dem nicht weitergeführten Geschäftsbereich minus CHF 241 Mio. (Vorjahr minus CHF 77 Mio.). Diese setzen sich aus dem Periodenergebnis von debitel bis zum Vollzug der Transaktion von CHF 5 Mio. und dem Verlust aus der Veräusserung von CHF 246 Mio. zusammen. Im Verlust ist die seit dem Kauf im Jahr 1999 angefallene und bisher ergebnisneutral im Eigenkapital verbuchte Fremdwährungsdifferenz von CHF 238 Mio. enthalten.

Hauptsächlich als Folge der Ausbuchung dieser Fremdwährungsdifferenz nahm der Reingewinn um 20,5% oder CHF 195 Mio. ab. Ohne Berücksichtigung von debitel ging der Reingewinn um CHF 31 Mio. zurück.

Der Equity Free Cash Flow von Swisscom erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um CHF 1'257 Mio. auf CHF 1'755 Mio. Den tieferen Nettoeinnahmen aus operativer Tätigkeit standen geringere Nettoausgaben aus Investitionstätigkeit, tiefere Zahlungen an Minderheitsaktionäre und reduzierte Rückzahlungen von Finanzschulden sowie die Nettoeinnahmen aus dem Verkauf von debitel in Höhe von CHF 573 Mio. gegenüber.

 

Unveränderter Ausblick für 2004 mit EBITDA von CHF 4,3 Mrd.

Ohne die debitel-Gruppe erwartet Swisscom für das laufende Jahr bei weiterhin intensivem Wettbewerb und gleichen Regulierungsbedingungen einen konsolidierten Umsatz von rund CHF 10 Mrd. und ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund CHF 4,3 Mrd. Die Investitionen werden im Jahr 2004 bei rund CHF 1,3 Mrd. liegen.

 

Bericht der Segmente

Der Umsatz des Segments Fixnet mit externen Kunden stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,2% auf CHF 2'296 Mio. Die Umsatzzunahme bei den Anschlussgebühren - bedingt durch das starke Wachstum bei den Breitbandanschlüssen (ADSL) - kompensierte die Abnahmen in den übrigen Umsatzbereichen. Der Umsatz des Verkehrs Retail nahm gegenüber dem Vorjahr um 4,6% auf CHF 642 Mio. ab. Der Rückgang ist vor allem auf die anhaltende Substitution durch Mobilfunk und die Migration von Internet-Verkehr auf ADSL zurückzuführen.

Beim Verkehr Wholesale sank der Umsatz um 1,2% auf CHF 340 Mio. Einer Zunahme auf Grund höherer Volumen im Bereich International Termination standen Abnahmen als Folge einer Preisreduktion der regulierten nationalen Interkonnektionspreise und tieferer Volumen im Bereich International Incoming gegenüber.

Der Umsatz bei den Anschlussgebühren stieg dank der weiter wachsenden Zahl von Breitbandanschlüssen (ADSL) um 10,1% auf CHF 923 Mio. Die ADSL-Anschlüsse verdoppelten sich gegenüber dem Vorjahr auf 656'000 Anschlüsse. Davon entfallen 389'000 Anschlüsse auf Bluewin Retail-Kunden und 267'000 Anschlüsse auf Kunden von anderen Anbietern. Die Position Anschlussgebühren umfasst Gebühren für analoge und digitale Anschlüsse, Breitbandanschlüsse (ADSL) von Retail- und Wholesale-Kunden sowie Internet-Abonnementsgebühren. Der Rückgang beim übrigen Umsatz ist auf den Verkauf der Beteiligung an Telecom FL AG im Oktober 2003 und tiefere Umsätze bei den Mietleitungen zurückzuführen.

Der Betriebsaufwand von Fixnet nahm gegenüber dem Vorjahr um 1,8% auf CHF 1'758 Mio. ab, was vor allem auf den tieferen Stellenbestand und reduzierte Aufwendungen für den Stellenabbau zurückzuführen ist. Der EBITDA des Segments Fixnet stieg um 4,0% auf CHF 1'121 Mio. Die EBITDA-Marge betrug 38,9% (Vorjahr 37,6%). Für das Jahr 2004 rechnet Fixnet gegenüber dem Vorjahr mit einem Umsatzrückgang und einem EBITDA in Höhe des Vorjahres.

Das Segment Mobile steigerte den Umsatz mit externen Kunden im Vergleich zum Vorjahr als Folge der gestiegenen Anzahl Teilnehmer um 4,9% auf CHF 1'805 Mio. Die Umsatzzunahme im Bereich Connectivity Voice um 3,7% ist hauptsächlich auf die Ausweitung der Kundenbasis zurückzuführen, die den Umsatzverlust auf Grund der Vertragsauflösung Mitte 2003 zwischen Mobile und einem anderen Mobilfunknetzbetreiber für das nationale Roaming überkompensieren konnte. Die Zahl der Mobile-Kunden wuchs gegenüber dem Vorjahr um netto 223'000 auf 3,898 Mio. Die Steigerung ist vor allem auf die erfolgreiche Einführung von Vodafone live! zurückzuführen. Die durchschnittliche Anzahl verrechneter Minuten pro Kunde und Monat (AMPU) nahm gegenüber dem Vorjahr von 121 auf 118 Minuten leicht ab. Dagegen konnte der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU) auf Vorjahrsniveau gehalten werden.

Der Umsatz im Bereich Connectivity Data und Value Added Services stieg gegenüber dem Vorjahr um 12,9%. Die Zunahme ist vor allem auf die erhöhte Kundenzahl und die Direktabrechnung von SMS mit anderen Netzbetreibern zurückzuführen. Die Zunahme beim übrigen Umsatz betrug 14,5% und ist hauptsächlich auf die erhöhte Zahl verkaufter Endgeräte zurückzuführen.
Der Betriebsaufwand von Mobile stieg gegenüber dem Vorjahr um 19,8% auf CHF 1'169 Mio. Der Kundenzuwachs führte zu erhöhten Kosten für Akquisition und Kundenbindung sowie höheren Aufwendungen für den Einkauf von Endgeräten. Weiter sind im Betriebsaufwand 2004 Kosten einer Neuregelung mit Vodafone für den Zugang zu ihren Produkten und Dienstleistungen, insbesondere zu Vodafone live!, enthalten. Im Vorjahr wurden die entsprechenden Aufwendungen für das gesamte Jahr im vierten Quartal 2003 erfasst.

Das Betriebsergebnis (EBITDA) sank auf Grund der mit dem Kundenzuwachs verbundenen erhöhten Aufwendungen, der Vertragsauflösung beim National Roaming und der Neuregelung mit Vodafone um 7,5% auf CHF 977 Mio. Die EBITDA-Marge ging als Folge dieser Effekte von 52% auf 45,5% zurück. Das Segment Mobile erwartet für das Jahr 2004 auf Grund des erhöhten Teilnehmerbestands einen Anstieg des Umsatzes sowie einen EBITDA in Höhe des Vorjahres.

Der Umsatz des Segments Enterprise Solutions mit externen Kunden nahm gegenüber dem Vorjahr um 10,9% auf CHF 491 Mio. ab. Der Umsatz im Bereich Verkehr sank um 13,5% auf CHF 154 Mio. und ist hauptsächlich auf die Substitution durch Mobilfunk sowie tiefere Volumen und Preise als Folge des steten Konkurrenzdrucks zurückzuführen. Im Bereich Networking ging der Umsatz als Folge geringerer Volumen und Preise aus dem Mietleitungsgeschäft zurück. Der Umsatz im Bereich Inhouse und Processes nahm vor allem auf Grund tieferer Umsätze aus Business Numbers ab.

Die Abnahme des Betriebsaufwands um 15,4% ist hauptsächlich auf das umsatzbedingt geringere Einkaufsvolumen, Kosteneinsparungen und tiefere Aufwendungen für Stellenabbau zurückzuführen. Diese betrugen im ersten Halbjahr 2004 minus CHF 2 Mio. (Vorjahr CHF 32 Mio.).

Der EBITDA stieg auf Grund der vorerwähnten Effekte um CHF 38 Mio. auf CHF 65 Mio. Die EBITDA-Marge betrug 11,5% (Vorjahr 4,4%). Für 2004 rechnet Enterprise Solutions auf Grund des anhaltenden Preis- und Konkurrenzdrucks mit einem tieferen Umsatz, aber mit einem EBITDA in Höhe des Vorjahres.

Das Segment Übrige umfasst die Gruppengesellschaften Swisscom Systems AG, Swisscom IT Services AG, Swisscom Broadcast AG, Billag-Gruppe und Swisscom Eurospot AG. Der Umsatz mit externen Kunden sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,9%. Die Abnahme ist auf tiefere Umsätze von Swisscom Systems und Swisscom IT Services auf Grund des schwachen konjunkturellen Umfelds zurückzuführen. Der Umsatz von Billag nahm auf Grund der im Dezember 2003 akquirierten Billag Card Services AG zu.

Der Betriebsaufwand nahm im Vergleich zum Vorjahr entsprechend der Umsatzentwicklung und tieferem Personalaufwand in Folge eines tieferen Personalbestandes ab. Weiter sind im Betriebsaufwand Kosten für den Aufbau des internationalen WLAN-Geschäfts von Swisscom Eurospot enthalten.

Der EBITDA blieb vor allem auf Grund der Kosteneinsparungen auf Vorjahresniveau. Die EBITDA-Marge betrug 17,5% (Vorjahr 17,2%). Für das Jahr 2004 wird für das Segment Übrige als Folge der Akquisition von Billag Card Services AG im Dezember 2003 mit einem höheren Umsatz und auf Grund von tieferen Aufwendungen für Stellenabbau mit einem höheren EBITDA gerechnet.

 

Der detaillierte Zwischenbericht ist im Internet abrufbar unter:


http://www.swisscom.com/halfyearreport-2004

 

Bern, 13. August 2004

 

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