Swisscom folgen News abonnieren Netzkarten Kontakt
Swisscom folgen News abonnieren Netzkarten Kontakt

Medienmitteilung

Hoher Konkurrenz- und Preisdruck - Swisscom dämpft Erwartungen für 2005

12. Mai 2005

Der Nettoumsatz der Swisscom-Gruppe sank im Vergleich zum Vorjahr um 1,7% auf CHF 2,45 Mrd. Der Umsatzrückgang konnte nicht im gleichen Umfang durch Kosteneinsparungen kompensiert werden und das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) nahm um 2,7% auf CHF 1,09 Mrd. ab. Dank tieferen Abschreibungen und einem höherem Nettofinanzergebnis stieg hingegen der Reingewinn vor Abzug der Minderheitsanteile um 6,6% auf CHF 613 Mio. Als Folge des Aktienrückkaufsprogramms im Jahr 2004 liegt der Zuwachs beim Reingewinn pro Aktie höher; dieser stieg um 14,8% auf CHF 8,46. Swisscom lanciert wie bereits angekündigt auch 2005 ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von CHF 2 Mrd. Swisscom erwartet für das Geschäftsjahr 2005 vor allem als Folge des hohen Konkurrenz- und Preisdrucks bei Mobile und Fixnet einen Umsatzrückgang auf rund CHF 9,6 Mrd. und eine Abnahme des EBITDA auf rund CHF 4,1 Mrd.

 

1.1.-31.3.2004

1.1.-31.3.2005

 Veränderung

Nettoumsatz (in Mio. CHF)

 2488

 2445

 -1,7%

EBITDA (in Mio. CHF)

 1122

 1092

 -2,7%

EBIT (in Mio. CHF)

 730

 735

 0,7%

Reingewinn* (in Mio. CHF)

 575

 613

 6,6%

Equity Free Cash Flow (in Mio. CHF)

 461

 606

 31,5%

ADSL-Anschlüsse (per 31.3.)

 596'000

 878'000

 47,3%

Kunden Mobile (per 31.3. in Mio.)

 3,84

 3,98

 3,8%

Mitarbeitende

(Vollzeitstellen per 31.3.)

 15'759

 15'397

 -2,3%

*Reingewinn vor Abzug der Minderheitsanteile

Der Umsatz der Swisscom-Gruppe mit externen Kunden nahm gegenüber dem Vorjahr um CHF 43 Mio. (1,7%) auf CHF 2,45 Mrd. ab. Der Bereich Fixnet verzeichnete eine Umsatzabnahme von CHF 34 Mio. (2,9%). Die Zunahme bei den Anschlussgebühren als Folge des ADSL-Wachstums wurde durch die Umsatzrückgänge beim Verkehr überkompensiert. Bei Mobile führte vor allem eine höhere Kundenzahl zu einer Umsatzzunahme von CHF 13 Mio. (1,5%). Das Segment Solutions verzeichnete als Folge des anhaltend starken Preis- und Konkurrenzdrucks eine Umsatzabnahme von CHF 35 Mio. (11,1%). Der Bereich Übrige steigerte den Umsatz auf Grund von Mehrumsätzen von Swisscom IT Services mit Dritten um CHF 15 Mio. (13,3%).

Der Betriebsaufwand konnte nicht im Umfang des Umsatzrückgangs durch Kosteneinsparungen gesenkt werden. Aus diesem Grund nahm der EBITDA um CHF 30 Mio. auf CHF 1,09 Mrd. ab. Das Nettofinanzergebnis nahm um CHF 23 Mio. zu; vor allem weil gegenüber dem Vorjahr ein besseres Nettozinsergebnis und höhere Gewinne aus Veräusserungen von Beteiligungen erzielt werden konnten. Der Ertragssteueraufwand liegt mit CHF 147 Mio. (Vorjahr CHF 145 Mio.) auf Vorjahresniveau.

Der Reingewinn vor Abzug der Minderheitsanteile nahm gegenüber dem Vorjahr um CHF 38 Mio. (6,6%) auf CHF 613 Mio. zu. Der EBITDA-Rückgang wurde durch tiefere Abschreibungen, ein höheres Nettofinanzergebnis und den Wegfall des Verlusts aus dem nicht weitergeführten Geschäftsbereich (debitel) überkompensiert. Auf Grund einer neuen Rechnungslegungsvorschrift wird der Reingewinn neu vor Abzug der Anteile der Minderheitsaktionäre an vollkonsolidierten Gruppengesellschaften ausgewiesen. Nach Abzug der Minderheitsanteile beträgt der Reingewinn CHF 520 Millionen (Vorjahr CHF 488 Millionen). Als Folge des Aktienrückkaufsprogramms im Jahr 2004 und der daraus resultierenden geringeren durchschnittlichen Anzahl Aktien nahm der Reingewinn pro Aktie um 14,8% auf CHF 8,46 zu.

Swisscom lanciert wie bereits angekündigt auch im laufenden Jahr ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von CHF 2 Mrd. Der Rückkauf erfolgt über die zweite Handelslinie und wird voraussichtlich bis 23. Mai 2005 gestartet.

 

Führungswechsel bei Swisscom IT Services AG

Michael Shipton (geb. 1956), Chief Strategy Officer der Swisscom AG, wird neuer CEO der Swisscom IT Services AG und bleibt in dieser Funktion Mitglied der Swisscom-Gruppenleitung. Michael Shipton wird damit Nachfolger von Urs Stahlberger (1946), der Ende 2005 in den Ruhestand treten wird. Der Führungswechsel erfolgt im Laufe dieses Jahres. Im gleichen Zeitraum wird die Nachfolge von Michael Shipton geregelt.

 

Gedämpfte Aussichten für 2005

Swisscom erwartet für das Geschäftsjahr 2005 bei intensivem Wettbewerb und Preisreduktionen bei Mobile und Fixnet einen Umsatzrückgang auf rund CHF 9,6 Mrd. und ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund CHF 4,1 Mrd. Der Rückgang von Umsatz und EBITDA im Vergleich zum Vorjahr beträgt rund CHF 0,4 Mrd. bzw. CHF 0,3 Mrd., was vor allem auf weniger Verkehr bei Fixnet und Mobile, die angekündigten Preissenkungen bei Mobile (insbesondere Terminierung), und den geplanten Transfer der International Carrier Services Aktivitäten per Mitte Jahr zum Joint Venture mit Belgacom zurückzuführen ist. Die Investitionen der Swisscom-Gruppe werden wiederum bei rund CHF 1,2 Mrd. liegen.

 

Bericht der Segmente

Der Umsatz von Fixnet mit externen Kunden nahm gegenüber dem Vorjahr um 2,9% auf CHF 1'119 Mio. ab. Der Zunahme bei den Anschlussgebühren durch das anhaltende Wachstum bei den Breitbandanschlüssen (ADSL) standen Abnahmen beim Verkehr Retail und Wholesale gegenüber.

Der Umsatz des Verkehrs Retail nahm um 12,0% (CHF 40 Mio.) auf CHF 294 Mio. ab. Der Rückgang im Nah- und Fernbereich sowie beim Internet-Verkehr ist vor allem eine Folge der anhaltenden Migration von Internet-Verkehr auf ADSL. Weitere Gründe für die Umsatzreduktion sind der Markteintritt von Kabelfernsehgesellschaften und die Einführung von neuen Preissystemen. Die Umsätze beim Verkehr Fix-to-Mobile und international sanken auf Grund reduzierter Volumen als Folge des Wettbewerbs.

Der Umsatz des Wholesale-Verkehrs sank um 11,9% auf CHF 148 Mio. Der volumenbedingte, höhere Umsatz aus dem internationalen Wholesale-Verkehr wegen höherer Verkehrsvolumen wurde durch die Abnahme beim nationalen Wholesale-Verkehr überkompensiert. Die Abnahme beim nationalen Wholesale-Verkehr ist auf die Migration von Internet-Verkehr auf ADSL und Preisreduktionen bei den Interkonnektionstarifen zurückzuführen.

Der Umsatz bei den Anschlussgebühren stieg dank der höheren Zahl von Breitbandanschlüssen (ADSL) um 6,1% auf CHF 487 Mio. Die Zahl der ADSL-Anschlüsse nahm gegenüber dem Vorjahr um 47,3% auf 878'000 zu. Vom Bestand entfallen 550'000 Anschlüsse auf Bluewin Retail-Kunden und 328'000 Anschlüsse auf Kunden von anderen Anbietern. Die Position Anschlussgebühren umfasst Gebühren für analoge und digitale Anschlüsse, Breitbandanschlüsse (ADSL) von Retail- und Wholesale-Kunden sowie Internet-Abonnementsgebühren. Der Umsatzrückgang mit anderen Segmenten ist auf reduzierte Umsätze mit den Segmenten Mobile und Solutions zurückzuführen.

Der Betriebsaufwand von Fixnet nahm gegenüber dem Vorjahr um 1,3% auf CHF 859 Mio. ab. Den umsatzbedingten tieferen Aufwendungen sowie Kosteneinsparungen standen höhere Aufwendungen für Stellenabbau gegenüber. Der Aufwand für Stellenabbau betrug CHF 17 Mio. (Vorjahr CHF 3 Mio.). Der EBITDA des Segments Fixnet sank um 9,7% auf CHF 519 Mio. Die Umsatzausfälle konnten nicht mit entsprechenden Kostenreduktionen kompensiert werden.

Das Segment Mobile steigerte den Umsatz mit externen Kunden im Vergleich zum Vorjahr als Folge der gestiegenen Anzahl Kunden um 1,5% auf CHF 901 Mio. Rückläufige Umsätze mit anderen Segmenten führten zu einem um 3,0% tieferen Nettoumsatz. Die Zahl der Kunden wuchs gegenüber dem Vorjahr um netto 145'000 oder 3,8% auf 3,98 Mio. Die Zunahme ist insbesondere auf die steigende Mobile-Marktdurchdringung und das wertorientierte Churn-Management zurückzuführen. Im Vorjahrsvergleich ist zu berücksichtigen, dass sich Prepaid-Kunden auf Grund einer neuen gesetzlichen Vorschrift bei den Netzbetreibern registrieren müssen. Dies hatte zur Folge, dass per Ende 2004 rund 124'000 Anschlüsse von nicht registrierten Kunden deaktiviert wurden. Diese Kunden sind im Teilnehmerbestand nicht mehr enthalten.

Im Bereich Connectivity Voice nahm der Umsatz um 1,5% auf CHF 551 Mio. zu, vor allem als Folge der Ausweitung der Kundenbasis sowie Outbound Roaming. Der Umsatz im Bereich Connectivity Data und Value Added Services stieg gegenüber dem Vorjahr um 16,8% auf CHF 146 Mio. Die Zunahme ist vor allem auf die erhöhte Kundenzahl und Einführung neuer Datendienste zurückzuführen. Der Umsatz Übrige nahm um 27,7% oder CHF 13 Mio. auf Grund der gesunkenen Zahl von Kunden-Endgeräten ab. Der Umsatz mit anderen Segmenten nahm insbesondere wegen rückläufigen Lieferungen von Endgeräten an Fixnet zum Verkauf in den Swisscom Shops um CHF 45 Mio. oder 24,5% ab.

Die durchschnittliche Anzahl verrechneter Minuten pro Kunde und Monat (AMPU) sank auf Grund von zurückhaltendem Kundenverhalten von 116 Minuten auf 112 Minuten. Dies führte zu einem Rückgang des durchschnittlichen Umsatzes pro Kunde und Monat (ARPU). Auch als Folge dieser Entwicklung hat Swisscom Mobile vor einer Woche deutliche Preissenkungen angekündigt: Das Unternehmen lanciert per 1. Juni 2005 ein neues Abonnement, bei dem nur 50 Rp. pro Gespräch verrechnet werden und senkt gleichzeitig die Terminierungsgebühren um 40%. Der Rückgang bei den SMS ist auf eine im März 2004 durchgeführte SMS-Promotion zurückzuführen. Für einen Pauschalbetrag von CHF 5 konnten die Kunden eine unbeschränkte Anzahl SMS innerhalb der Schweiz versenden. Ohne diese Promotion liegt die Anzahl versandter SMS leicht über dem Vorjahr.

Der Betriebsaufwand von Mobile sank gegenüber dem Vorjahr um 10,0% auf CHF 531 Mio. Die Abnahme ist auf tiefere Kosten für Kundenakquisition und -bindung, tieferen Aufwendungen für den Einkauf von Endgeräten und Kosteneinsparungen zurückzuführen. Das Betriebsergebnis (EBITDA) nahm als Folge dieser Effekte um 5,6% auf CHF 509 Mio. zu. Die EBITDA-Marge stieg von 45,0% auf 48,9%.

Swisscom Enterprise Solutions wurde per 1. Januar 2005 mit Swisscom Systems fusioniert und wird in der Berichterstattung neu als Segment Solutions ausgewiesen. Der Umsatz des Segmenst mit externen Kunden nahm gegenüber dem Vorjahr um 11,1% auf CHF 281 Mio. ab. Der Umsatz im Bereich Verkehr nahm um 17,5% auf CHF 66 Mio. ab; eine Konsequenz tieferer Volumen auf Grund der Substitution durch Mobilfunk und tieferer Preise als Folge des anhaltenden Konkurrenzdrucks. Im Bereich Mietleitungen resultierte die Umsatzabnahme um 16,7% auf CHF 40 Mio. als Folge der Substitution und Optimierung durch internetbasierte (IP) Angebote mit tieferen Preisen. Die Abnahme beim Übrigen Umsatz von 31,8% auf CHF 15 Mio. resultierte grösstenteils aus tieferen Umsätzen bei der Vermietung von Teilnehmervermittlungsanlagen.

Die Abnahme des Betriebsaufwandes um 7,3% ist vor allem auf das Umsatz bedingt geringere Einkaufsvolumen und einen geringeren Personalaufwand als Folge des tieferen Stellenbestands zurückzuführen. Der EBITDA sank um 41,0% auf CHF 23 Mio., weil die Umsatzabnahme nicht vollumfänglich mit Kosteneinsparungen kompensiert werden konnte. Die EBITDA-Marge betrug 7,3% (Vorjahr 11,0%).

Das Segment Übrige umfasst hauptsächlich die Gruppengesellschaften Swisscom IT Services AG, Swisscom Broadcast AG, die beiden Billag-Gesellschaften und die Swisscom Eurospot Gruppe. Der Umsatz mit externen Kunden stieg im Vergleich zum Vorjahr um 13,3% auf CHF 128 Mio. und ist auf den höheren Umsatz aus Dienstleistungen im Bereich Informatik-Outsourcing von Swisscom IT Services zurückzuführen.

Der Betriebsaufwand nahm im Vergleich zum Vorjahr um 2,5% auf CHF 207 Mio. zu. Der EBITDA stieg um 5,4% auf CHF 39 Mio., weil der Umsatz stärker zunahm als der Betriebsaufwand. Die EBITDA-Marge betrug 15,9% (Vorjahr 15,5%).

 

Der detaillierte Zwischenbericht ist im Internet abrufbar unter:

 

http://www.swisscom.com/q1-report-2005


Bern, 12. Mai 2005

 

Cautionary statement regarding forward-looking statements

 

This communication contains statements that constitute "forward-looking statements". In this communication, such forward-looking statements include, without limitation, statements relating to our financial condition, results of operations and business and certain of our strategic plans and objectives.Because these forward-looking statements are subject to risks and uncertainties, actual future results may differ materially from those expressed in or implied by the statements. Many of these risks and uncertainties relate to factors which are beyond Swisscom's ability to control or estimate precisely, such as future market conditions, currency fluctuations, the behavior of other market participants, the actions of governmental regulators and other risk factors detailed in Swisscom's past and future filings and reports filed with the SWX Swiss Exchange and the U.S. Securities and Exchange Commission and posted on our websites. Readers are cautioned not to put undue reliance on forward-looking statements, which speak only of the date of this communication. Swisscom disclaims any intention or obligation to update and revise any forward-looking statements, whether as a result of new information, future events or otherwise.

Kontakt

Swisscom AG
Media Relations
3050 Bern

media@swisscom.com