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Medienmitteilung

Swisscom wendet sich gegen ComCom-Entscheid

14. Juni 2005

Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) senkt im Rahmen der Interkonnektionsverfahren zugunsten von TDC Switzerland AG (sunrise) und MCI WorldCom AG die Interkonnektionspreise nachträglich für die Jahre 2000 bis 2003. Die ComCom bestätigt damit weitgehend ihren bereits am 6. November 2003 getroffenen Entscheid. Swisscom wird gegen die beiden ComCom-Verfügungen Beschwerde beim Bundesgericht einreichen.

Die beiden ComCom-Verfügungen ordnen gegenüber Swisscom rückwirkend eine Senkung der Interkonnektionspreise von rund 30% an. Die Verfügungen betreffen die Interkonnektionspreise der Jahre 2000 bis 2003 und gelten lediglich für sunrise und MCI Worldcom, welche im Jahr 2000 bei der ComCom die Bedingungen der Interkonnektion beanstandeten.

Am 6. November 2003 verfügte die ComCom, dass Swisscom für die zwei Mitbewerber rückwirkend für die Jahre 2000 bis 2003 die Interkonnektionspreise um 25 - 35% senken müsse. Swisscom reichte gegen die beiden Verfügung Beschwerden beim Bundesgericht ein. Das oberste Gericht hob die Verfügungen am 1. Oktober 2004 auf und wies die Sache zur Neubeurteilung an die ComCom zurück.

Preise für die Interkonnektion liegen im europäischen Mittel

Swisscom ist überzeugt, dass die Interkonnektionspreise den rechtlichen Vorgaben entsprechen. Die Berechnung der Preise erfolgte jeweils auf Basis der gesetzlich vorgeschriebenen Kostenmethode Long-run incremental costs (LRIC). Das Berechnungsmodell wurde mit grossem Aufwand aufgebaut und laufend weiter entwickelt. Deshalb wird Swisscom die Verfügungen vor dem Bundesgericht mittels Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechten. Seit 2000 hat Swisscom konsequent die Preise der Interkonnektionsdienste gesenkt, so z.B. Anfang 2005 um bis zu 7%. Die Preise liegen im europäischen Mittel.

Konkurrenten profitieren von Swisscom-Netzdiensten

Beim Begriff Interkonnektion geht es nicht um die Entbündelung der letzten Meile (ULL). Die Interkonnektion ermöglicht den alternativen Telekommunikationsanbietern, Teile des Swisscom-Netzes zu nutzen, um landesweit ihren Kunden einen Telefoniedienst anbieten zu können. Die Interkonnektionspreise beinhalten nur die relevanten Kosten. LRIC (Long-run Incremental Costs) ist die rechtlich vorgeschriebene Methode zur Kostenberechnung.

Ein Beispiel zur Interkonnektion: Die seit 1. Januar 2005 geltenden Interkonnektionspreise im Festnetz liegen bei lediglich 1,12 Rappen pro Minute; dies gilt für die regionale Terminierung basierend auf der effektiven Verkehrsverteilung (Normaltarif 42%, Niedertarif 58%) und einer durchschnittlichen Gesprächsdauer von 4 Minuten (vgl. Medienmitteilung vom 12. Oktober 2004).

Bern, 14. Juni 2005

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Swisscom AG
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3050 Bern

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