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Medienmitteilung

Carsten Schloter wird CEO von Swisscom

20. Januar 2006

Swisscom steht einer Abgabe der Mehrheitsbeteiligung des Bundes am Unternehmen grundsätzlich positiv gegenüber und begrüsst die vom Bundesrat eingeleitete rasche Klärung der Frage. Zusätzlich zu den Ausschüttungen gemäss geltender Ausschüttungspolitik sollen bis spätestens 2009 rund CHF 1,5 Mrd. an die Aktionäre fliessen. Der Verwaltungsrat beschloss personelle Änderungen: Als Folge der Amtszeitbeschränkung werden zwei Mitglieder im Verwaltungsrat abgelöst. Der Generalversammlung vom 25. April werden Catherine Mühlemann und Hugo Gerber zur Neuwahl ins Gremium vorgeschlagen. Der Verwaltungsrat hat zudem Carsten Schloter zum CEO der Swisscom-Gruppe ernannt: Der bisherige CEO von Swisscom Mobile übernimmt per sofort die Leitung des führenden Schweizer Telecom-Unternehmens von Jens Alder, der das Unternehmen während sechs Jahren erfolgreich geführt hat.

Der Swisscom-Verwaltungsrat hat seine grundsätzliche Haltung zur geplanten Abgabe der Bundesmehrheit definiert und die Strategieentwicklung des Unternehmens erörtert. Der Bundesrat hat am 21. Dezember 2005 über wesentliche Eckpunkte der Vernehmlassungsvorlage zur Abgabe der Mehrheitsbeteiligung an Swisscom entschieden und die Öffentlichkeit informiert. Swisscom wird die Vernehmlassungsvorlage aus Sicht des Unternehmens analysieren und dazu sowie zu allfälligen flankierenden Massnahmen im Rahmen der Vernehmlassung Stellung nehmen.

Die heutige gesetzliche Festschreibung der Mehrheitsbeteiligung im Telekommunikationsunternehmungsgesetz (TUG) kann im Hinblick auf eine beschleunigte Konsolidierung in der Telecom-Branche ein Hindernis sein. Es gilt, den Unternehmenswert von Swisscom auch künftig zu sichern und zu steigern. Dazu muss das Unternehmen in den nationalen und internationalen Telekommunikationsmärkten die Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessern.

Dies erfordert eine hohe Innovationskraft und Flexibilität: Swisscom muss in neue Geschäftsfelder vorstossen und Beteiligungen und Allianzen im In- und Ausland eingehen können. Neuste Entwicklungen müssen in der dynamischen Telecom-Branche antizipiert werden. Swisscom ist auf ein langfristig orientiertes Aktionariat angewiesen, das bereit ist, die damit verbundenen unternehmerischen Risiken zu tragen. Swisscom verfügt über eine landesweit sehr gut ausgebaute Infrastruktur und wird auch weiterhin die flächendeckende Grundversorgung in der Schweiz sicherstellen: Die Grundversorgung ist unabhängig von der Aktionärsstruktur im Fernmeldegesetz geregelt. Aus den genannten Gründen steht Swisscom einer Abgabe der Mehrheitsbeteiligung des Bundes grundsätzlich positiv gegenüber und begrüsst, dass sie der Bundesrat thematisiert hat, erwartet aber eine rasche Klärung der politischen Frage.

 

Wachstumsoptionen im In- und Ausland werden geprüft

Der Verwaltungsrat hat die neuen strategischen Ziele des Bundes für Swisscom für die Periode bis 2009 analysiert: Das Gremium sieht darin genügend Spielraum für eine weitere, Wert schaffende Entwicklung des Unternehmens. Swisscom erarbeitet derzeit eine neue, übergreifende Unternehmensstrategie. Ausgangspunkt sind auch in dieser Frage die wichtigsten Trends in der Branche: So die Konvergenz von Netzen, Diensten und Endgeräten mit Vollsortiment (Triple Play). Die Kundenbedürfnisse nach breitbandigen und damit sehr leistungsfähigen und integrierten Diensten auf dem Mobilfunk- wie auch Festnetz wachsen weiter. Die Konsolidierung in der Telecom-Branche wird sich auf internationaler Ebene weiter akzentuieren.

Geprüft werden insbesondere Wachstumsoptionen im Schweizer Kerngeschäft und verwandten Aktivitäten. Ein besonderes Augenmerk gilt dem nationalen und internationalen Geschäftskundensegment mit dem Ziel, die Position in der Schweiz zu stärken. Zudem werden auf internationaler Ebene Wachstumsmöglichkeiten ausgelotet.

 

Zusätzliche Ausschüttungen an die Aktionäre in Höhe von CHF 1,5 Mrd.

Entsprechend den Auflagen in den strategischen Zielen des Bundes wird Swisscom die ausschüttbaren Reserven der Swisscom AG über die nächsten vier Jahre bis auf CHF 1 Mrd. reduzieren. Damit diese Reserve gewährleistet ist, stehen dem Unternehmen rund CHF 1,5 Mrd. für zusätzliche, ausserordentliche Ausschüttungen an die Aktionäre zur Verfügung. Der Betrag soll in Form von Aktienrückkäufen resp. Sonder-Dividenden oder in einer Kombination davon ausgeschüttet werden.

Über die genauen Modalitäten und die zeitliche Staffelung der zusätzlichen Ausschüttungen ist Swisscom mit dem Bund im Gespräch und wird bis spätestens am 8. März 2006 informieren. Die bisherige Ausschüttungspolitik wird unabhängig von diesen zusätzlichen Auszahlungen weiter geführt.

 

Zwei neue Mitglieder für den Verwaltungsrat vorgeschlagen

Wie bereits bekannt gegeben, wird der heute amtierende Präsident des Verwaltungsrates, Markus Rauh, an der Swisscom-Generalversammlung am 25. April 2006 zurücktreten. Er erreicht die maximale Amtsdauer von acht Jahren. Wie vorgesehen wird der heutige Vizepräsident, Anton Scherrer, dem Gremium als Nachfolger von Markus Rauh zum neuen Präsidenten vorgeschlagen. Mit Erreichen der maximalen Amtsdauer wird an der kommenden Generalversammlung Jacqueline Demierre ebenfalls zurücktreten. Zur Neuwahl in das Gremium werden Catherine Mühlemann und Hugo Gerber (Personalvertreter) vorgeschlagen.

Catherine Mühlemann (1966) studierte Germanistik, Medienwissenschaften, Staatsrecht und Betriebswirtschaft an der Universität Bern. Seit 2001 ist sie in Berlin in der Medienbranche tätig und ist heute Geschäftsführerin von MTV Central & Emerging Markets und Mitglied des Vorstands bei Viva. Früher arbeitete sie beim Schweizer Fernsehen u.a. als Programmreferentin und beim Privatsender TV3 als Programmdirektorin.

Hugo Gerber (1955) ist seit 2003 Präsident der Gewerkschaft Transfair. Der gelernte Postkaufmann mit einer Zusatzausbildung im Management arbeitete u.a. als Chef Zentrale Dienste im PTT-Paketzentrum Zürich-Mülligen und als Generalsekretär der Gewerkschaft.

 

 

Carsten Schloter wird Nachfolger von Jens Alder als CEO von Swisscom

Jens Alder tritt auf eigenen Wunsch als CEO von Swisscom per 20. Januar 2006 zurück. Er zieht damit die persönlichen Konsequenzen aus der vom Bundesrat herbei geführten Änderung der internationalen Expansionspläne. Die neue Unternehmensstrategie, die jetzt erarbeitet wird, soll von seinem Nachfolger vorangetrieben werden.

Jens Alder wurde im April 1998 Mitglied der Konzernleitung von Swisscom und übernahm am 16. Dezember 1999 die Führung des Unternehmens. In den sechs Jahren unter seiner Leitung konnte Swisscom die führende Position im Schweizer Telecom-Markt behaupten und die Aktivitäten weiter ausbauen. Dazu Markus Rauh, Präsident des Verwaltungsrates: "Jens Alder hat Ausserordentliches für Swisscom in einer bewegten Zeit geleistet. Er hat Swisscom in der konsequenten Kundenausrichtung und in einer Zeit des massiven Ausbaus der flächendeckenden Telecom-Infrastruktur in der Schweiz entscheidend mitgeprägt. Seine Führungsqualitäten und fundierten Branchenkenntnisse gepaart mit grosser Sozialkompetenz haben Jens Alder viel Anerkennung im Unternehmen und in der Telecom-Branche verschafft. Davon hat Swisscom enorm profitiert".

Als Nachfolger von Jens Alder ernannte der Verwaltungsrat Carsten Schloter (1963), bisher CEO von Swisscom Mobile und Mitglied der Gruppenleitung. Der Betriebswirtschafter und Informationstechniker ist deutscher Staatsbürger, hat in Paris studiert und gearbeitet und spricht deutsch, französisch und englisch. Vor seinem Wechsel zu Swisscom im Jahr 2000 arbeitete Carsten Schloter für Mercedes und debitel in Frankreich und Deutschland. Unter seiner Führung verdoppelte Swisscom Mobile die Kundenzahl annähernd auf über vier Millionen; gleichzeitig wurden viele neue Dienste, z.B. in der mobilen Datenkommunikation, eingeführt. Mit Carsten Schloter steht auch künftig ein ausgewiesener Kenner der Telecom- und IT-Branche und eine anerkannte Führungspersönlichkeit an der Spitze von Swisscom. Schloter ist verheiratet, Vater von drei Kindern und seit dem Jahr 2000 wohnhaft im Raum Freiburg.

Kontakt

Swisscom AG
Media Relations
3050 Bern

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