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Medienmitteilung

Wachsende Kundenbasis, gestiegene Netzinvestitionen und erhöhte Dividende - Sonderbelastungen im ersten Halbjahr führen zu Gewinnrückgang

Bern, 13. März 2007

Swisscom verzeichnete im Geschäftsjahr 2006 einen knapp gehaltenen Umsatz von CHF 9,65 Mrd. und ein um 9,2% reduziertes Betriebsergebnis (EBITDA) von CHF 3,79 Mrd. Rückstellungen für Interkonnektionsverfahren und IT-Outsourcing-Projekte sowie die seit Juni 2005 massiv reduzierten Preise für die Mobilfunkterminierung wirkten sich als Sondereffekte negativ auf das Ergebnis im ersten Halbjahr 2006 aus. Im zweiten Halbjahr verlief das Geschäft stabil: Der Umsatz stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 1,2% auf CHF 4,88 Mrd; der EBITDA lag mit CHF 1,97 Mrd. auf Vorjahresniveau. Der Reingewinn nach Abzug der Minderheitsanteile sank im zweiten Halbjahr um 7,3% auf CHF 840 Mio. Die Zahl der Kunden im Mobilfunk und bei ADSL stieg stark an. Der Generalversammlung wird die Ausschüttung einer erneut erhöhten Dividende von CHF 17 (Vorjahr CHF 16) pro Aktie vorgeschlagen. Für das Geschäftsjahr 2007 erwartet Swisscom eine Steigerung des Nettoumsatzes auf rund CHF 9,7 Mrd. und des Betriebsergebnisses (EBITDA) auf CHF 3,9 Mrd.

  1.7.-31.12.2006 Veränderung* 1.1.-31.12.2006 Veränderung*

Nettoumsatz

(Mio. CHF)

4880 1,2% 9653 -0,8%
EBITDA (Mio. CHF) 1973 0,1% 3787 -9,2%
Reingewinn (Mio. CHF)** 840 -7,3% 1599 -20,9%
Reingewinn pro Aktie (CHF)  15,54 -0,3% 28,92 -14,4%

*Veränderung im Vergleich zur Vorjahresperiode; **Reingewinn nach Abzug der Minderheitsanteile

  per 31.12.2005 per 31.12.2006 Veränderung
Anschlüsse Fixnet (in Mio.)  4,92 5,12 4,0%
Davon Breitbandanschlüsse (in Mio.) 1,10 1,37 24,6%
Kunden Mobile (in Mio.)  4,28 4,63 8,2%
Mitarbeitende (Vollzeitstellen)  16'088 17'068 6,1%

 

Wachstum bei ADSL und Mobile - hohe Investitionen in Breitbandkommunikation

Das starke Wachstum bei den Breitbandanschlüssen im Segment Fixnet hält an: Die Zahl der Kunden stieg um 24,6% auf 1,37 Mio. Vom Bestand entfallen 936'000 Anschlüsse auf Bluewin-Kunden und 432'000 auf Kunden von anderen Anbietern. Die Zahl der analogen und digitalen Anschlüsse verringerte sich als Folge des intensiven Infrastrukturwettbewerbs mit Kabelnetzgesellschaften und der Substitution durch Mobilfunk um 2,0% auf 3,75 Mio. Mit dem Ausbau der Breitband-Technologie VDSL stiegen die Investitionen bei Fixnet stark um 23,5% auf CHF 610 Mio. VDSL steht bereits über 65% der Schweizer Haushalte zur Verfügung. Seit November 2006 verfügt Swisscom mit Bluewin TV über ein komplettes Triple-Play-Angebot: Kunden erhalten für monatlich CHF 29 Zugang zu über 100 Fernseh- und 70 Radiokanälen. Der Start von Bluewin TV hat eine hohe Nachfrage ausgelöst: In nur zwei Monaten entschieden sich über 20'000 Kunden für das neue Angebot.

Das Segment Mobile konnte vor allem dank neuen Preismodellen (z.B. Liberty-Stundentarif von 50 Rappen) und der Lancierung von M-Budget-Mobile die Zahl der Kunden um 351'000 oder 8,2% auf 4,63 Mio. steigern. Ende Jahr nutzten rund 1,6 Mio. Kunden die Produkte der Liberty-Familie; das Prepaid-Produkt M-Budget-Mobile verzeichnete über 278'000 Kunden. Die neuen Preismodelle führten zu einer verstärkten Nutzung: Die durchschnittliche Anzahl Minuten pro Kunde und Monat (AMPU) stieg von 120 auf 124. Als Folge der tieferen Preise und des höheren Anteils an Prepaid-Nutzern fiel der durchschnittliche Umsatz pro Kunde von CHF 74 auf 65.

Im Zusammenhang mit der am 5. Februar 2007 durch die Wettbewerbskommission (Weko) verfügten Sanktion von CHF 333 Mio. wegen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung in der Mobilterminierung wurden keine Rückstellungen gebildet. Swisscom weist den Vorwurf des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung und die Sanktion zurück und wird die Verfügung anfechten.

Der Auftragseingang im Projekt- und Outsourcing-Geschäft bei Swisscom IT Services und Swisscom Solutions entwickelte sich auch 2006 erfreulich. Insgesamt konnten mit Geschäftskunden über mehrere Jahre laufende Verträge mit einem Auftragsvolumen von insgesamt rund CHF 600 Mio. abgeschlossen werden.

Der Personalbestand der Swisscom-Gruppe stieg im Vergleich zum Vorjahr vor allem als Folge von Firmenübernahmen und Wachstum in neuen Geschäftsfeldern um netto 980 oder 6,1% auf 17'068 Vollzeitstellen. Aus den Übernahmen (insbesondere Comit und Geschäftsbereich von Siemens Schweiz) resultierte eine Zunahme von rund 660 Stellen.

 

Aktienrückkauf unterbrochen - Dividende erhöht

Der Generalversammlung wird die Ausschüttung einer erneut erhöhten Dividende von CHF 17 (Vorjahr CHF 16) pro Aktie vorgeschlagen. Am 12. März 2007 hat Swisscom die Absicht bekannt gegeben, das italienische Unternehmen Fastweb zu erwerben. Kommt es zur Transaktion, so wird Swisscom ihre bisherige Ausschüttungspolitik (Aktienrückkäufe plus Dividenden) zu Gunsten einer Schuldenrückführung unterbrechen: Das Unternehmen wird für diese Zeit mit Ausnahme eines Sonderrückkaufs von CHF 500 Mio. im Jahr 2008 keine Aktienrückkäufe mehr tätigen und ihre bisherige Ausschüttungspolitik in eine reine Dividendenpolitik umwandeln. Die Jahresdividende soll weiterhin etwa die Hälfte des Reingewinns betragen und wird den Swisscom-Aktionären somit eine attraktive Rendite sichern.

 

Verschärfter Wettbewerb im Jahr 2007

Swisscom erwartet für das Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz von rund CHF 9,7 Mrd. und ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund CHF 3,9 Mrd. Der konkurrenzbedingte Rückgang im Festnetzgeschäft soll durch Wachstum in anderen Bereichen aufgefangen werden. Die Investitionen werden bei rund CHF 1,4 Mrd. liegen.

 

Link zum Jahresbericht:

www.swisscom.com/bericht2006

 

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