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Medienmitteilung

Erfolgreiches Übernahmeangebot von Swisscom für Fastweb

Bern, 15. Mai 2007

Swisscom freut sich über das erfolgreiche Übernahmeangebot für Aktien von Fastweb. Die Akzeptanzquote lag bei 80,7%. Zusammen mit den bereits früher erworbenen 1,7% Fastweb-Aktien besitzt Swisscom nun einen Anteil von 82,4% an Fastweb. Der Gesamtkaufpreis beträgt EUR 3,1 Milliarden. Bei Berücksichtigung der übernommenen Nettoverschuldung von Fastweb in Höhe von EUR 1,1 Milliarden beläuft sich der Gesamtbetrag der Transaktion auf EUR 4,2 Milliarden oder CHF 6,9 Milliarden. Swisscom beabsichtigt die Transaktion durch die Aufnahme neuer Fremdmittel im Umfang von rund CHF 5,9 Milliarden, durch den Erlös aus dem Verkauf von Antenna Hungaria von CHF 0,5 Milliarden und durch die Veräusserung eigener Aktien im Betrag von bis zu CHF 0,5 Milliarden zu finanzieren. Da nun alle in den Angebotsunterlagen genannten Bedingungen erfüllt sind, wird die Abwicklung des Übernahmeangebots am 22. Mai 2007 erfolgen.

"Wir sind sehr erfreut, dass so viele Aktionäre unser Angebot angenommen haben", erklärt Carsten Schloter, CEO von Swisscom. "Nun werden wir unsere Vision einer erfolgreichen schweizerisch-italienischen Partnerschaft umsetzen." Swisscom bedankt sich bei den Aktionären, dem Verwaltungsrat, der Unternehmensleitung sowie den Mitarbeitenden von Fastweb für die Zusammenarbeit und ihr Vertrauen.

Die Angebotsfrist für Fastweb-Aktien startete am 10. April 2007 und endete am Dienstag, 15. Mai 2007. Abgewickelt wird die Transaktion am 22. Mai 2007. Swisscom wird den Aktionären EUR 47 für jede angediente Fastweb-Aktie bezahlen. Insgesamt boten die Aktionäre von Fastweb Swisscom 64,1 Millionen Aktien bzw. 80,7% des Aktienkapitals von Fastweb zum Kauf an. Der Kaufpreis für die angedienten Aktien wird sich auf EUR 3,0 Milliarden (CHF 5,0 Milliarden) belaufen. Zusammen mit den bereits früher erworbenen 1,4 Millionen Aktien hält Swisscom nun einen Anteil von 82,4% und der Gesamtkaufpreis wird sich auf EUR 3,1 Milliarden bzw. CHF 5,1 Milliarden belaufen.

 

Angebotsbedingungen sind erfüllt

Alle in den Angebotsunterlagen genannten Bedingungen sind erfüllt. In einem ersten Schritt erhielt Swisscom grünes Licht von der Schweizer Wettbewerbskommission und der EU-Kommission, da durch die geplante Übernahme weder eine marktbeherrschende Stellung geschaffen noch verstärkt werde. Zweitens lag die Akzeptanzquote des Swisscom-Angebots bei über 50% des Fastweb-Aktienkapitals. Drittens kam es zu keinen Aktionen, die dem Angebot im Weg stehen könnten oder die Marktsituation wesentlich verändern und damit das Angebot oder das Konzerngeschäft von Fastweb negativ beeinflussen dürften. Überdies gab es keine Änderungen (bzw. keine offiziellen Änderungsvorschläge vom Parlament oder der Regierung Italiens) an den rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, die eine Übernahme von Fastweb behindern oder in irgendeiner Weise gefährden oder das Stimmrecht und weitere Rechte des Anbieters im Zusammenhang mit den Aktien von Fastweb oder dem Konzerngeschäft von Fastweb beschränken könnten.

 

Finanzierung der Transaktion

Die Transaktion, die den Kaufpreis von EUR 3,1 Milliarden und die übernommene Nettoverschuldung von EUR 1,1 Milliarden von Fastweb umfasst, beläuft sich auf EUR 4,2 Milliarden oder CHF 6,9 Milliarden. Swisscom beabsichtigt die Transaktion durch die Aufnahme neuer Mittel im Umfang von rund CHF 5,9 Milliarden, durch den Erlös aus der Veräusserung von Antenna Hungaria von CHF 0,5 Milliarden und durch die Veräusserung eigener Aktien im Betrag von bis zu CHF 0,5 Milliarden zu finanzieren. Swisscom besitzt derzeit 4,9 Millionen eigene Aktien. Es ist vorgesehen, die nicht benötigten eigenen Aktien an der ordentlichen Generalversammlung 2008 mittels Kapitalherabsetzung zu löschen.

Einzelheiten zum Zeitpunkt und zur Art der Veräusserung der eigenen Aktien folgen später. Ziel ist es, den Verkauf der erforderlichen Aktien 2007 abzuschliessen. Zur Sicherstellung der Transaktion mit den Aktionären von Fastweb wurde ein Überbrückungskredit bereitgestellt.

 

Finanzpolitik und neue Ausschüttungspolitik

Die künftige Finanzpolitik von Swisscom beruht auf folgenden Eckpfeilern:

  • Beschränkung der Nettoverschuldung auf maximal rund das Doppelte des EBITDA.
  • Ausschüttung von rund 50% des jährlichen operativen Free Cashflow (OpFCF) an die Swisscom-Aktionäre*) in Form von Dividenden und wenn möglich Aktienrückkäufen. Grundsätzlich soll die Höhe der Dividenden zumindest gleich bleiben.
  • Jährliche Überprüfung des Bedarfs an strategischer Flexibilität (gegenüber der Grenze von rund 2xEBITDA). Mittel, die nicht für die strategische Flexibilität benötigt werden, können neben den 50% des OpFCF an die Aktionäre zurückfliessen.
  • Sonderrückkaufprogramm über CHF 500 Millionen im Jahr 2008.

*) Operativer Free Cashflow an Swisscom-Aktionäre definiert als EBITDA - Investitionsausgaben +/- Veränderungen Nettoumlaufvermögen - Minderheitsanteile

 

Zusammenarbeit beginnt sofort

Swisscom wird nun gemeinsam mit der Unternehmensführung von Fastweb die künftige Geschäftstätigkeit planen und mögliche Formen der Zusammenarbeit detaillierter prüfen. Für Swisscom ist die Transaktion ein logischer Schritt zur Umsetzung ihrer Unternehmensstrategie. Schwerpunkte sind dabei das Wachstum des Kerngeschäfts und die Steigerung des Unternehmenswertes durch neue Tätigkeitsbereiche. Swisscom als langfristig orientierte, strategische Partnerin investiert in Fastweb mit dem klaren Ziel, die heutigen Wettbewerbsvorteile und den technologischen Vorsprung von Fastweb weiter zu entwickeln sowie das Angebotsportfolio zu erweitern. Das operative Geschäft von Fastweb wird weiterhin getrennt geführt. Innerhalb der kommenden Wochen wird eine Generalversammlung einberufen und es werden neue Mitglieder für den Verwaltungsrat vorgeschlagen.

Swisscom beabsichtigt, weiterhin mit dem bestehenden, erfolgreichen Führungsteam zusammenzuarbeiten und in Italien an der gut positionierten Marke Fastweb festzuhalten.

 

Kontakt

Swisscom AG
Media Relations
3050 Bern

media@swisscom.com