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Medienmitteilung

Mit "fibre suisse" in die Glasfaserzukunft

Bern, 09. Dezember 2008

Swisscom baut das Glasfaser-Breitbandnetz der Zukunft. Nachdem die Glasfasern in die Quartiere und zu den grossen Unternehmen gezogen worden sind, erfolgt nun die Erschliessung der Privatkunden und KMU: Gestartet in Zürich, Basel und Genf werden bis Ende 2009 bereits 100'000 Wohnungen mit Glasfaser erschlossen sein. Gemäss Planung wird im Laufe des kommenden Jahres der Ausbau für Wohneinheiten auf die Städte St. Gallen, Bern, Fribourg sowie Lausanne ausgeweitet. Die ersten Angebote für Privatkunden und KMU werden im ersten Halbjahr 2009 lanciert. Swisscom plant in den kommenden sechs Jahren insgesamt rund CHF 8 Mrd. in die Schweizer Telekom- und IT Infrastruktur zu investieren, davon entfallen rund 35% auf den Glasfaserausbau.

Swisscom kann beim Aufbau von Telekommunikationsnetzen auf rund 150 Jahre Erfahrung zurückblicken. Dank dieses Wissens und der Konkurrenz mit den Mobilfunk- und Kabelnetzbetreibern verfügt die Schweiz heute über eine Telekommunikationsinfrastruktur, die in Bezug auf die Leistungsfähigkeit im internationalen Vergleich in der ersten Liga mitspielt. Um die Spitzenposition in der Breitband-Kommunikation auch in Zukunft zu halten, baut Swisscom seit Oktober 2008 ihr Glasfasernetz bis zu den Privatkunden und KMU aus. Die bestehende Infrastruktur hilft bei diesem Aufbau, denn durch die Investitionen in das Glasfaser-betriebene Basisnetz (Backbone) sowie den Ausbau von Glasfasern bis in die Wohnquartiere für die Verbreitung von VDSL verfügt Swisscom bereits heute über ein dichtes Hochleistungsnetz.

 

12'500 Geschäftshäuser sind bereits erschlossen

Swisscom vernetzt seit mehr als zehn Jahren Grossunternehmen mit Glasfaser. Rund ein Drittel der Geschäftskunden bezieht bereits über das schnelle Netz ihre Breitbanddienste, insgesamt sind in der Schweiz 12'500 Geschäftshäuser direkt mit Glasfasern von Swisscom erschlossen. Und das Interesse an Glasfasernetzen wächst stark: Innert einem Jahr ist die Zahl der Glasfaser-Kunden bei Swisscom um 40 Prozent gewachsen.

Das Bedürfnis nach neuen Geschäftsanwendungen wie zum Beispiel Voice over IP (VoIP), Unified Communications und Videokonferenzen erfordert immer höhere Netzkapazitäten und veranlasst immer mehr Grossunternehmen, von einem Kupfer- auf ein leistungsfähigeres Glasfasernetz umzusteigen.

 

Kunden profitieren vom Wettbewerb zwischen den Netzen

Bereits Ende Juli hat Swisscom potentielle Kooperationspartner aus der Telekom-, Kabel- und Elektrizitätsbranche dazu eingeladen, das Glasfasernetz gemeinsam zu bauen. Ziel dieser Kooperationen ist, das Glasfasernetz mit mehreren Partnern schneller und auch kostengünstiger zu errichten. Zudem lässt sich durch die Zusammenarbeit ein Wettbewerb der verschiedenen Netze erwirken, der Investitionen und Innovationen fördert und den Kunden und Hauseigentümern die grössten Vorteile bietet.

Damit mögliche Kooperationspartner auch nach Baubeginn ihre eigene Glasfaserinfrastruktur erweitern können, verlegt Swisscom in allen Gebieten mehrere Fasern pro Wohnung. Eine Faser wird Swisscom nutzen. Die weiteren Fasern stehen Kooperationspartnern zur Verfügung. Mit dem Mehr-Fasern-Modell lässt sich verhindern, dass in der Schweiz ein neues Netz-Monopol geschaffen wird. Es berücksichtigt zudem die Forderungen der Mitbewerber, die im Rahmen des FMG in Bezug auf vollständigen Kupferkabelzugang erhoben wurden.

 

Technik beim Glasfasernetz ist Basis für Wettbewerb

Bereits heute bestehen in der Schweiz verschiedene Netze, über die Telekommunikations-Dienstleistungen angeboten werden. Anbieter sind neben Swisscom die Kabelnetzbetreiber, die Elektrizitätswerke und die Bahnen. Die Netzbetreiber können bei einer eigenen Infrastruktur verschiedene Technologien einsetzen und darauf ihre Dienste aufbauen und anbieten. Welche Services und welche Netzqualität später angeboten werden können, hängt stark von der Wahl der eingesetzten Technologien ab. Nur wenn die Betreiber das gesamte Netzwerk von den Zentralen bis zum Endkundengerät überwachen und steuern, können sie sich auf dem Markt bei Service, Qualität und technologischer Innovation differenzieren.

Mit der Verlegung mehrerer Glasfasern pro Wohnung steigen die Investitionen marginal, dafür wird auf der Technologie- und Service-Ebene Wettbewerb gewährleistet. Es wäre nicht sinnvoll, sich heute auf eine einzige Glasfaser pro Wohnung zu beschränken, da dieses die Marktdynamik und die technologische Innovation in der Telekommunikationsindustrie für die nächsten 30 bis 50 Jahre gefährden würde.

 

Kooperationsmodelle für alle Ansprüche

Swisscom bietet interessierten Partnern vier unterschiedliche Modelle der Zusammenarbeit an, um beim Bau und Betrieb des Glasfasernetzes zusammenzuarbeiten, Doppelspurigkeiten beim Bau zu vermeiden, Kosten zu sparen und die Einführung der Breitbandnetze in der Schweiz zu beschleunigen.

  • Baupartnerschaft: Dieses Kooperationsmodell wendet sich insbesondere an Partner mit eigener Kanalisation wie Elektrizitätswerke oder Kabelnetzbetreiber. Der Bau des Glasfasernetzes in einem bestimmten Gebiet - beispielsweise eines Quartiers oder einer ganzen Stadt - wird durch einen der Partner übernommen. Es werden mehrere Glasfasern verlegt, so dass bei Fertigstellung den anderen Kooperationspartnern eine Faser übergeben wird. Erschliessen alle Partner gleich grosse Gebiete, die untereinander getauscht werden, entfällt eine Ausgleichszahlung.
  • Investitionspartnerschaft: Diese Zusammenarbeit ist interessant für Partner ohne eigene Kabelkanalisation. Die Partner finanzieren gemeinsam den Ausbau. Ein Partner baut das gesamte Netz und räumt dem Investor ein Nutzungsrecht an den verlegten Fasern ein.
  •  Miete einzelner Glasfasern: Die Miete einzelner Glasfasern durch Partner, die zwar keine Investitionen in den Netzausbau leisten wollen, jedoch die Technikebene für die Steuerung des Glasfasernetzes selber bestimmen wollen.
  • Miete von Übertragungsdienstleistungen: Wie bereits bei der bestehenden DSL-Breitbandtechnologie seit Jahren im Markt etabliert, bietet Swisscom auch Wiederverkaufsangebote für Internet Service Anbieter, die nicht in eine eigene Infrastruktur investieren wollen. Diese Anbieter können sowohl die Glasfaser als auch die übergeordnete Netztechnologie von Swisscom nutzen.

 

Wiederverkaufsangebot startet im März 2009

Swisscom stellte Anfang November allen Internet Service Anbietern ihr Wiederverkaufsangebot vor. Das diskriminierungsfreie und faire Angebot umfasst in der ersten Phase Bandbreiten von 30 bis 50 Megabit/Sekunde für den Download (Empfang von Daten) und bis zu 10 Megabit/Sekunde im Upload (Versand von Daten).

In der Pilotphase, die Anfang März startet und im Herbst 2009 in ein kommerzielles Angebot übergeht, konzentriert sich das Angebot auf die bereits mit Glasfaser erschlossenen Gebiete in Zürich, Basel und Genf. Mit Hilfe der vereinbarten Zusammenarbeit überprüfen die Partner die technische Umsetzung und die Marktakzeptanz der einzelnen Angebote. Die Internet Service Anbieter, darunter VTX, green, Netstream und init7 sind frei in der Gestaltung ihrer Endkunden- und Wiederverkaufsangebote.

 

Privatkundenangebote ab 2009

Mit dem Glasfaserausbau wird zunächst die Infrastruktur bereitgestellt, die für zukünftige Produkte und Angebote für Privatkunden sowie kleine und mittlere Unternehmen notwendig ist. Erste Angebote werden voraussichtlich im ersten Halbjahr 2009 auf den Markt kommen.

Kontakt

Swisscom AG
Media Relations
3050 Bern

media@swisscom.com