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Starkes Wachstum bei mobilen Datendiensten und Swisscom TV - stabiler Umsatz trotz Preiserosion von über CHF 500 Mio

Bern, 17. Februar 2011

2010 sanken der Nettoumsatz von Swisscom um 0,1% auf CHF 11,99 Mrd. und das Betriebsergebnis (EBITDA) um 1,9% auf CHF 4,6 Mrd. Auf Basis konstanter Währungen erhöhte sich der Umsatz um 2,1%. Die italienische Tochtergesellschaft Fastweb steigerte den Nettoumsatz in lokaler Währung um 1,5% auf EUR 1,88 Mrd. Der Umsatz von Swisscom ohne Fastweb erhöhte sich um 2,3% auf CHF 9,4 Mrd. Die Zunahme ist vor allem auf die konjunkturelle Erholung, Firmenkäufe von Swisscom IT Services sowie auf das Wachstum im Mobilfunk und bei Bündelangeboten zurückzuführen. Die Preiserosion im Schweizer Kerngeschäft in Höhe von CHF 526 Mio. konnte mit einem Kunden- und Volumenwachstum von CHF 546 Mio. mehr als kompensiert werden. Aufgrund der Rückstellung im Mehrwertsteuerverfahren gegen Fastweb im ersten Quartal 2010 in Höhe von CHF 102 Mio. reduzierte sich das Betriebsergebnis (EBITDA) um 1,9% auf CHF 4,6 Mrd. Bereinigt um die Rückstellung und Währungseffekte stieg der EBITDA um 1,7%. Vor allem als Folge der Rückstellung sank der Reingewinn um 7,1% auf CHF 1,79 Mrd. Mit über CHF 1,9 Mrd. Investitionen leistete Swisscom auch 2010 einen wichtigen Beitrag zum Ausbau einer modernen Telekom-Infrastruktur. Der Generalversammlung wird die Ausschüttung einer ordentlichen Dividende von CHF 21 (Vorjahr CHF 20) pro Aktie vorgeschlagen. Hansueli Loosli übernimmt das Präsidium des Swisscom-Verwaltungsrats am 1. September 2011.Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet Swisscom einen Nettoumsatz von mindestens CHF 11,8 Mrd., einen EBITDA von über CHF 4,6 Mrd. sowie Investitionen von unter CHF 2,0 Mrd.

 

2009

 

2010

 

Änderung

Nettoumsatz (in Mio. CHF)

12001

 

11988

 

-0,1%

EBITDA (in Mio. CHF)

4684

 

4597

 

-1,9%

EBIT (in Mio. CHF)

2689

 

2625

 

-2,4%

Reingewinn (in Mio. CHF)

1923

 

1786

 

-7,1%

Operating Free Cash Flow* (in Mio. CHF)

2685

 

2512

 

-6,4%

Breitbandanschlüsse Retail Schweiz (Ende Jahr in Tausend)

1478

 

1584

 

7,2%

Swisscom TV-Kunden Schweiz (Ende Jahr in Tausend)

232

 

421

 

81,5%

Mobilfunkkunden Schweiz (Ende Jahr in Tausend)

5602

 

5828

 

4,0%

Mobile Datendienste Schweiz (in Mio. CHF)

327

 

435

 

33,2%

Breitbandkunden Italien (Ende Jahr in Tausend)

1644

 

1724

 

4,9%

Investitionen (in Mio. CHF)

1987

 

1903

 

-4,2%

Mitarbeitende Konzern (Vollzeitstellen Ende Jahr)

19479

 

19547

 

0,3%

* EBITDA - Investitionsausgaben +/- Veränderungen Nettoumlaufvermögen - Gewinnausschüttung an Minderheitsaktionäre

 

Der Nettoumsatz des Swisscom-Konzerns sank um CHF 13 Mio. oder 0,1% auf CHF 11'988 Mio. Auf Basis konstanter Währungen betrug der Anstieg 2,1%. Die italienische Tochtergesellschaft Fastweb steigerte den Nettoumsatz in lokaler Währung um 1,5% auf EUR 1'880 Mio. Der Umsatz ohne Fastweb erhöhte sich um 2,3% auf CHF 9'426 Mio. Die Zunahme ist vor allem auf die konjunkturelle Erholung, Firmenkäufe von Swisscom IT Services sowie auf das Wachstum im Mobilfunk und bei Bündelangeboten zurückzuführen.

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sank um CHF 87 Mio. oder 1,9% auf CHF 4'597 Mio. Die Abnahme des EBITDA ist vor allem auf die Bildung einer Rückstellung für das Mehrwertsteuerverfahren bei Fastweb in Höhe von EUR 70 Mio. (CHF 102 Mio.) zurückzuführen. Bereinigt um die Rückstellung und Währungseffekte stieg der EBITDA gegenüber dem Vorjahr um 1,7%.

Der Reingewinn sank um CHF 137 Mio. oder 7,1% auf CHF 1'786 Mio. Die Reduktion resultiert vor allem aus der Rückstellung in Höhe von EUR 70 Mio. für das Mehrwertsteuerverfahren gegen Fastweb im ersten Quartal 2010. Zusätzlich reduzierte ein höherer Ertragssteueraufwand den Reingewinn.

 

Nachhaltig hohe Investitionen in die Infrastruktur

Auch 2010 wurden über CHF 1,9 Mrd. in eine moderne Telekom-Infrastruktur investiert. Die Abnahme der Investitionen um 4,2% auf CHF 1'903 Mio. ist im Wesentlichen auf Währungseffekte zurückzuführen. Der Operating Free Cash Flow sank um CHF 173 Mio. oder 6,4% auf CHF 2'512 Mio., was vor allem auf Zahlungen für Interkonnektionsverfahren in der Schweiz zurückzuführen ist.

Der Generalversammlung vom 20. April 2011 wird eine Dividende pro Aktie von CHF 21 (Vorjahr CHF 20) vorgeschlagen. Dies entspricht einer Dividendensumme von CHF 1'088 Mio. oder 43% des Operating Free Cash Flow. Ein Teil der Dividende (CHF 466 Mio.) soll aus den Reserven aus Kapitaleinlagen geleistet werden. Dieser Teil der Ausschüttung unterliegt in der Schweiz weder der Verrechnungs- noch der Einkommenssteuer.

Die Nettoverschuldung konnte innert Jahresfrist um CHF 293 Mio. auf CHF 8'848 Mio. reduziert werden. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg innert Jahresfrist um 0,3% auf 19'547 Vollzeitstellen. Im Schweizer Geschäft erhöhte sich der Mitarbeiterbestand innert Jahresfrist um 69 auf 16'064 Vollzeitstellen.

 

Swisscom steigerte die Zahl der TV-Kunden innert Jahresfrist um 81,5% auf 421'000

Im Schweizer Geschäft hielt der Trend zu gebündelten Angeboten und neuen Preismodellen wie Pauschaltarifen an. Die Preiserosion im Schweizer Kerngeschäft in Höhe von CHF 526 Mio. konnte mit einem Kunden- und Volumenwachstum von CHF 546 Mio. mehr als kompensiert werden.

Ende 2010 verzeichneten die Bündelangebote wie beispielsweise Vivo Casa, die einen Festnetzanschluss mit Telefonie, Internet und TV enthalten, bereits 327'000 Kunden. Der Bestand an Swisscom TV-Kunden stieg innert Jahresfrist um 81,5% und lag Ende 2010 bei 421'000 Kunden. Alleine im letzten Quartal wurden 63'000 Kunden neu gewonnen.

 

Entbündelung schreitet weiterhin zügig voran

Der Bestand entbündelter Festnetzanschlüsse stieg innert Jahresfrist um 102'000 auf 255'000. Als Folge der Entbündelung sank die Zahl der Breitbandanschlüsse mit Wholesale-Kunden um 105'000 auf 226'000. Dagegen konnte Swisscom die Zahl der Breitbandanschlüsse mit Endkunden innert Jahresfrist um 106'000 oder 7,2% auf knapp 1,6 Mio. erhöhen.

 

Stark wachsender mobiler Datenverkehr bei sinkenden Preisen

Die Zahl der Mobilfunkkunden in der Schweiz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 226'000 auf 5,8 Mio. (+4%). 2010 konnte Swisscom 1,38 Mio. Mobilfunkgeräte verkaufen, rund die Hälfte davon waren Smartphones. Der Umsatz mit mobiler Datenübertragung von Swisscom-Kunden stieg im Vergleich zum Vorjahr um 33% auf CHF 435 Mio. Die Kunden profitieren seit längerem von laufend tieferen Preisen: Innert drei Jahren sank der Preis in der mobilen Datenübertragung pro Megabyte um 94%. Insgesamt betrug die Preiserosion im Mobilfunk im Vergleich zum Vorjahr rund 13% (Preise bezogen auf Volumen).


Im IT-Outsourcing gehört Swisscom zu den grössten Anbietern im Markt

Die Tochtergesellschaft Swisscom IT Services ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und bietet ein breites Spektrum an IT-Dienstleistungen. Der Auftragseingang betrug 2010 CHF 464 Mio. Im Outsourcing-Geschäft gehört Swisscom IT Services zu den grössten Anbietern im Schweizer Markt. Mit der Übernahme der Panatronic Schweiz AG wurde die Expansion von Swisscom IT Services im Jahr 2010 weiter vorangetrieben. In diesem Zusammenhang wurde die Tochtergesellschaft Swisscom IT Services Workplace AG gebildet, die im Bereich Workplace-, Printing- und Repair-Lösungen tätig ist - in einem Markt, der ebenso wie das Business Process Outsourcing für Banken und SAP-Dienstleistungen über Wachstumspotenzial verfügt.


Moderates Umsatzwachstum bei Fastweb

Fastweb verzeichnete auch 2010 ein Umsatz- und Kundenwachstum. Im Geschäftskundenbereich gewann das Unternehmen rund 60% der eingereichten Offerten und festigte damit ihre Marktposition in diesem für Fastweb wichtigen Geschäft. Die Bereiche Privatkunden und Kleine und Mittlere Unternehmen spürten den zunehmenden Wettbewerbsdruck. Der Nettoumsatz von Fastweb stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 1,5% auf EUR 1'880 Mio. Berücksichtigt man einmalige Sonderfaktoren, so betrug das Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis 3,7%. Die Zahl der Breitbandkunden konnte innert Jahresfrist um netto 80'000 oder 4,9% auf 1,72 Mio. gesteigert werden.

Als Folge des Mehrwertsteuerverfahrens gegen Fastweb wurde im Swisscom-Konzernabschluss im ersten Quartal 2010 eine Rückstellung in der Höhe von EUR 70 Mio. (CHF 102 Mio.) im übrigen Betriebsaufwand erfasst. Zusätzlich beeinflussten eine Anpassung der Umsatzverbuchung, Rückstellungen und weitere Sonderfaktoren das Ergebnis. Dies führte dazu, dass das Segmentergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahr um 21,4% auf EUR 433 Mio. sank. Auf vergleichbarer Basis reduzierte sich der EBITDA um 1,1%. Die Investitionen von Fastweb sanken um EUR 7 Mio. oder 1,6% auf EUR 427 Mio., was auf rückläufige Investitionen in die Netzinfrastruktur zurückzuführen ist.


Veränderungen im Verwaltungsrat von Swisscom

Der Swisscom-Verwaltungsrat wird an der nächsten ordentlichen Generalversammlung am 20. April 2011 Hansueli Loosli als neuen Präsidenten zur Wahl vorschlagen. Er wird die neue Funktion nach Abgabe seiner operativen Tätigkeiten bei Coop am 1. September 2011 übernehmen. Der heutige Präsident des Swisscom-Verwaltungsrats, Dr. Anton Scherrer, stellt sich an der Generalversammlung zur Wahl als Präsident bis am 31. August 2011 zur Verfügung. Der 55jährige Hansueli Loosli ist seit 2001 Vorsitzender der Geschäftsleitung von Coop. Er verfügt über eine breite Erfahrung in der Führung von grossen Unternehmen der Konsumgüterbranche und im Detailhandel. Unter anderem realisierte er die Neuorganisation von Coop und setzte eine erfolgreiche und nachhaltige Wachstumsstrategie um. Hansueli Loosli wird per 31. August 2011 die operative Führung abgeben und zu diesem Zeitpunkt das Präsidium des Verwaltungsrates der Coop übernehmen. Er wird sich dann auf die Mandate bei Swisscom und der Coop Gruppe konzentrieren. Der Verwaltungsrat hat zudem entschieden, der Generalversammlung 2011 Theophil Schlatter als neues Verwaltungsratsmitglied vorzuschlagen. Da dadurch der Verwaltungsrat vorübergehend zehn Mitglieder umfassen wird, werden der Generalversammlung entsprechende Statutenänderungen unterbreitet.

Theophil Schlatter ist 60jährig und Finanzchef von Holcim. Nach über 30 Jahren Tätigkeit im Bereich Finanzen und als CFO im internationalen Konzern wird er sich im März 2011 von seiner operativen Tätigkeit zurückziehen. Sein Studium an der Hochschule St. Gallen mit Schwerpunkt Bankwirtschaft ergänzte er mit einer Ausbildung als Wirtschaftsprüfer und einem International Executive Programm am Insead. Es ist geplant, dass Theophil Schlatter 2012 den heutigen Vorsitzenden des Audit Committees, Othmar Vock, ablösen wird. Othmar Vock wird an der Generalversammlung 2012 nicht mehr zur Wahl zur Verfügung stehen.

Auch wird ab der nächsten Generalversammlung der vom Bundesrat gewählte Staatsvertreter, Dr. Hans Werder, Einsitz in den Verwaltungsrat nehmen. Felix Rosenberg, der seit der Gründung der Swisscom AG im Verwaltungsrat ist, wird nach einer langjährigen Verwaltungsratstätigkeit als Vertreter des Bundes an der Generalversammlung sein Mandat weitergeben.

Der 65jährige Hans Werder war bis Ende 2010 Generalsekretär des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Hans Werder verfügt über profunde Kenntnisse des Unternehmens sowie der Strategie des Bundes. Aufgabe des Staatsvertreters ist es, unter anderem die Anliegen des Bundes in den Verwaltungsrat einzubringen.


Finanzieller Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet Swisscom einen Nettoumsatz von mindestens CHF 11,8 Mrd., einen EBITDA von über CHF 4,6 Mrd. sowie Investitionen von unter CHF 2,0 Mrd. Swisscom erwartet, dass Fastweb nach einem Übergangsjahr 2011 - ohne Umsatzwachstum, aber mit leicht höherem EBITDA - in den Folgejahren aufgrund von eingeleiteten Vermarktungsinitiativen und Effizienzsteigerungen ein starkes Umsatz- und Cash-Flow-Wachstum erzielen wird.

Beim Ausblick zu den Investitionen sind keine Ausgaben für die im Jahr 2011 geplante Auktion der Mobilfunkfrequenzen enthalten, da aus heutiger Sicht eine verlässliche Schätzung des Ergebnisses und der Preise nicht möglich ist. Aus dem gleichen Grund verzichtet Swisscom auf eine Prognose zur Höhe des Operating Free Cash Flows.

Der Ausblick ist mit Unsicherheiten zur Währungsentwicklung verbunden. Für die Umrechnung von Fastweb wurde ein Eurokurs von CHF 1.30 (Vorjahr CHF 1.37) angenommen.

Bei Erreichen der Ziele wird Swisscom für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von mindestens CHF 21 pro Aktie vorschlagen.


Der detaillierte Geschäftsbericht:
http://www.swisscom.com/bericht2010

 

Weitere Unterlagen:
http://www.swisscom.com/ir

 

Kontakt

Swisscom AG
Media Relations
3050 Bern

media@swisscom.com