Meta Navigation

1 300 000 bereit für die Digitalisierung


1 300 000 bereit für die Digitalisierung


Die Umstellung der herkömmlichen Festnetztelefonie (analog und ISDN) auf das Internetprotokoll (IP) ist im vollen Gang. Heute benutzen bereits über 60 Prozent – oder rund 1,3 Millionen – Kunden von Swisscom die zukunftsorientierte Technologie. Sie folgt der weltweiten Entwicklung und legt die Basis für eine vollständige Digitalisierung der Schweiz. Swisscom unterstützt damit auch konsequent die vom Bundesrat verabschiedete Strategie „Digitale Schweiz“. Eine vollständige und möglichst rasche Umsetzung von All IP stärkt den Wettbewerbsstandort Schweiz und verhindert einen sich über Jahre hinziehenden digitalen Graben.

Swisscom informiert seit Anfang 2014 ihre Privat- und Geschäftskunden, die Öffentlichkeit sowie sämtliche betroffenen Branchen im Bereich der Sonderanwendungen umfassend und über diverse Kanäle über die bevorstehende All IP Migration. Kritische Nutzergruppen werden dabei besonders eng beraten. Für den Bereich der Sonderanwendungen hat Swisscom ausserdem ein spezialisiertes Team aufgebaut.

 

Bisherige Erfahrungen

Die IP-Technologie wird schon seit Jahren erfolgreich in verschiedensten Bereichen eingesetzt und hat sich als zuverlässig und stabil erwiesen. Schon heute kommunizieren 1,3 Millionen Swisscom Kunden (60 Prozent) über All IP.


Stromversorgung

Mit einem batteriegestützten Router kann der Telefondienst in den allermeisten Fällen auch bei einem Stromunterbruch weiter verwendet werden. Trotz hohen Verfügbarkeiten kann Swisscom auch bei der herkömmlichen TDM-Technologie (analog und ISDN) keinen unterbruchfreien Betrieb garantieren.


Sonderanwendungen

Insbesondere im Bereich der Sonderanwendungen (Lifttelefone, Alarmanlagen, Haustechnik etc.) werden seit längerem fast ausschliesslich nur noch IP- und mobilfunkbasierte Lösungen eingebaut. Über solche moderne Anbindungen werden sowohl preiswerte Basisprodukte als auch höherwertige Produkte für Kundinnen und Kunden mit spezifischen Sicherheitsansprüchen angeboten. Diese Angebote können die Kunden direkt bei einer Vielzahl von national und international tätigen Unternehmen beziehen.


Zeitplan

Swisscom plant die Umstellung bis Ende 2017 umzusetzen. Eine Weiterführung der analogen TDM-Anschlusstechnologie hätte sehr einschneidende Konsequenzen:

  • Die veraltete TDM-Technologie müsste künstlich und flächendeckend über Jahre hinaus weiter betrieben werden.
  • Ein jahrelanger Parallelbetrieb von zwei Technologien und Netzen ist mit immensen Kosten verbunden und für Swisscom und ihre Aktionäre keine gangbare Alternative.
  • Swisscom stellt den Betrieb der TDM-Technologie bis Ende 2017 sicher. Darüber hinaus kann sie einen zuverlässiger Weiterbetrieb mangels Ersatzteilen und qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nur noch beschränkt bieten.
  • Deshalb ist Swisscom sehr darum besorgt jeden Kunden auf IP zu führen und auf die Bedürfnisse kritischer Nutzergruppen Rücksicht zu nehmen und Lösungen zu finden.

Umsetzung in der Branche

  • Die analoge Technologie ist für die ganze Branche ein Auslaufmodell: Für upc steht die Frage nicht im Raum, weil sie sie nicht anwendet, und Salt hat vor kurzem kommuniziert, wie sie Hilfestellung leistet, um ihren Kunden den Umstieg zu erleichtern. 
  • Seit 2014 wurden die Partner der Industrie – Elektriker, lokale IT-Installateure, Ausbildungsstätten, Lifthersteller – über die Entwicklung informiert und auf die Umstellung geschult. Swisscom arbeitet eng mit Herstellern und Verbänden zusammen.

Politische Diskussion

In einem Postulat hat SR Eder gefordert, die TDM-Technologie noch über 2017 am Leben zu erhalten, um insbesondere der Liftindustrie und den Hausbesitzern mehr Zeit für die Umstellung zu geben. Der Bundesrat hat das Anliegen in einer ersten Antwort abschlägig beantwortet. Der Ständerat hat sich mit der Antwort nicht zufrieden gegeben und einen ausführlichen Bericht vom Bundesrat verlangt. Dieser wird in der Herbstsession erwartet.


Anforderungen an die Kommunikation in Liftanlagen

Die Anforderungen an ein Kommunikationssystem für Liftanlagen sind in der Aufzugsverordnung (SR 819.13) festgehalten sind. Deren Adressaten sind die Hersteller und Installateure der Aufzüge, also eine Branche ausserhalb des Anwendungs- und Geltungsbereiches des Fernmeldegesetzes (SR 784.10). Eine Vorgabe für eine Fernspeisung von einer bestimmten Zeitdauer ist darin nicht zu finden. Kommunikationssysteme in Aufzügen sowie sonstigen Sonderanwendungen sind auch nicht Bestandteil des gesetzlich verankerten Umfangs der Grundversorgung. Dies hat auch der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum Postulat Eder unmissverständlich festgehalten.

 
Auf die Art und Weise, wie Lifthersteller und –installateure ihre Kunden beraten, hat die Kommunikationsbranche keinen Einfluss. Sie unterstützt aber mit Know-How und Information.