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Keine neuen Erkenntnisse

BAFU-Studie

Keine neuen Erkenntnisse

Ende November hat das Bundesamt für Umwelt den Schlussbericht der Arbeitsgruppe Mobilfunk und Strahlung veröffentlicht. Neue Erkenntnisse förderte dieser nicht zu Tage: Der umfangreiche Bericht bestätigt die internationale Einschätzung, dass es keine Hinweise auf gesundheitliche Risiken von Mobilfunkstrahlung gibt, so lange die internationalen Grenzwerte eingehalten werden. Moratorien gegen den Ausbau von 5G und ihre Folgetechnologien verlieren damit jegliche Grundlage. Die Kantone und Gemeinden sind jetzt gehalten, die Baubewilligungsverfahren gemäss den geltenden Empfehlungen ohne Verzug zu behandeln.

Swisscom aktuell, 04 2019

Der Bericht bietet eine fundierte Analyse der Schweizer Mobilfunkinfrastruktur. Als wichtigste Punkte listet er auf:

  • Das Datenvolumen steigt und steigt. Hinzu kommt in naher Zukunft das Internet der Dinge.
  • Die Mobilfunknetze sind schweizweit zu 90% und in urbanen Gebieten zu 98% ausgelastet.
  • Es sind kaum Leistungsreserven zur Aufrüstung bestehender Antennen vorhanden.
  • Die Abschaltung weniger leistungsfähiger Mobilfunkgenerationen (2G und 3G) bringt kaum Besserung.
  • Zur Vermeidung eines Datenstaus braucht es unabhängig von 5G einen Ausbau der Schweizer Mobilfunkinfrastruktur.

Der Bericht gibt nicht eine einzige Empfehlung vor, wie die Mobilfunkversorgung in der Schweiz mittelfristig zu sichern ist. Einem zeitnahen Ausbau mit 5G dienen nach Ansicht von Swisscom die folgenden Optionen:

  1. Die vorsorglichen Anlagegrenzwerte sind auf 20 Volt pro Meter anzupassen; so kann der Ausbau mit 5G in einer ersten Phase weitgehend auf der bestehenden Infrastruktur erfolgen (Vorschlag Branchenverband asut).
  2. Die vorsorglichen Anlagegrenzwerte sind auf 11,5 Volt pro Meter moderat zu lockern, so können mehr bestehende Antennen für den 5G-Ausbau verwendet werden (Vorschlag Konzessions- und Regulierungsbehörde ComCom)
  3. Die vorsorglichen Anlagegrenzwerte sind ungeachtet der Frequenz auf einheitliche 6 Volt pro Meter festzulegen. Heute liegen sie je nach Frequenz bei 4, 5 und 6 Volt pro Meter (Vorschlag Branchenverband asut).

Pro Memoria: Die Grenzwertempfehlung der WHO, nach der sich die grosse Mehrheit der Länder richtet, beträgt 50 Volt pro Meter.

Begleitende Massnahmen

Einigen konnte sich die Arbeitsgruppe auf fünf begleitende Massnahmen:

  • Vereinfachungen und Harmonisierungen im Vollzug, um Prozesse zu beschleunigen
  • Monitoring der Exposition und der Gesundheitsauswirkungen, um der Bevölkerung Transparenz über die realen Immissionen zu verschaffen (und zwar sowohl tiefer als auch hoher Frequenz)
  • Information und Sensibilisierung der Bevölkerung, um Wissen zu schaffen und die Diskussion über Mobilfunk und Umwelt zu versachlichen
  • Förderung der Forschung im Bereich Mobilfunk und Gesundheit, um offene Forschungsfragen frühzeitig anzugehen und Lücken des Wissens zu schliessen
  • Umweltmedizinische NIS-Beratungsstelle, um das Phänomen der elektromagnetischen Hypersensitivität (EHS) systematisch zu erfassen
  • Austauschplattform «Mobilfunk der Zukunft», um den Risikodialog aufrecht zu erhalten.

Die Branche begrüsst die begleitenden Massnahmen, da sie dazu beitragen, die Diskussion zu versachlichen und letztendlich auch das Vertrauen in den Mobilfunk zu verbessern.

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