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Es liegt nicht an der Antenne

Untersuchungen zeigen: Elektromagnetische Hypersensibilität hängt nicht kausal mit elektromagnetischen Feldern zusammen.

Als elektrosensibel bezeichnen sich Menschen, die in ihrer Gesundheit oder ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt sind und dies auf elektromagnetische Felder in ihrem Alltag zurückführen. Anerkannte medizinische Diagnosekriterien existieren bislang nicht. Das Bundesamt für Umwelt hat nun verschiedene Studien zum Thema bewertet und stellt fest, dass die Beschwerden von Personen mit Elektromagnetischer Hypersensibilität (EHS) nicht auf elektromagnetische Felder (EMF) - etwa im Umfeld von Sendeanlagen - zurückzuführen sind
 
Kürzlich hat das Bundesamt für Umwelt eine Bewertung [1] der Studien über EHS publiziert. EHS ist eine meist selbstdeklarierte Umweltintoleranz mit unspezifischen Symptomen, welche EMF zugeordnet werden. Die Autoren der Studie, Kerstin Hug und Martin Röösli von der Universität Basel, stellen fest, dass die Beschwerden von EHS-Personen nicht kausal auf EMF zurückzuführen sind. Der sogenannte Nocebo-Effekt, d.h., dass bereits die Erwartung einer Beeinträchtigung diese auslösen kann, scheint aber einen Teil der Beobachtungen erklären zu können. Zudem konnten keine Unterschiede in der Konstitution (Grösse, Körperbau) zwischen Menschen mit und ohne EHS festgestellt werden.
 
[1] Hug K., Röösli M. 2012: Elektromagnetische Hypersensibilität.Bewertung von wissenschaftlichen  Studien. Stand Ende 2011.Bundesamt für Umwelt, Bern. Umwelt-Wissen Nr. 1218: 103 S.