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Mit reden zum Erfolg

Der runde Tisch zu den Glasfasernetzen bescheinigt: Ziele erreicht

Viele Gebiete der Schweiz werden mit modernen Telekommunikationsnetzen erschlossen. Dank den Diskussionen am Runden Tisch zu Glasfasernetzen und den erarbeiteten Standards kann der unkoordinierte Neubau mehrerer Netze vermieden werden, die Konsumentinnen und Konsumenten können ihren Anbieter von Telekomdiensten frei wählen. Die Marktakteure und die Eidg. Kommunikationskommission (ComCom) sind deshalb der Ansicht, dass weitere Gespräche am Runden Tisch nicht mehr nötig sind.

 

An ihrem neunten Runden Tisch haben die Teilnehmer festgestellt, dass sich der Ausbau von Fest- und Mobilfunknetzen mit sehr hohen Bandbreiten wie VDSL, Kabelnetze, Glasfaser und demnächst LTE positiv weiter entwickelt. Im Rahmen des Runden Tisches und der Industriearbeitsgruppen des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) konnten konkrete Resultate erreicht werden - dank der Zusammenarbeit von Telekom-Anbietern und Elektrizitätswerken.

 

Für die Wirtschaft und die Informationsgesellschaft in der Schweiz ist die Breitbandentwicklung entscheidend. Unser Land strebt in diesem Bereich international eine Spitzenstellung an. Die ComCom koordiniert und unterstützt deshalb die entsprechenden Investitionen. Es war ihr Ziel, die nötigen Rahmenbedingungen für den Ausbau der Glasfaser bis ins Haus (FTTH) zu schaffen und damit Doppelspurigkeiten zu vermeiden, aber auch eine diskriminierungsfreie, möglichst breite Nutzung des Glasfasernetzes sollte erreicht werden.

 

Die Resultate

Zentrale Anliegen des Runden Tisches wurden erreicht: Der Netzaufbau erfolgt nun koordiniert und ohne Doppelspurigkeiten. Der Netzzugang für alle Telekom-Anbieter und ein Modell mit mehreren Glasfasern in den Gebäuden (Mehrfasermodell) soll den Wettbewerb fördern und den Kunden eine breite Anbieter-Auswahl bieten.

 
In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden einheitliche technische Standards für die hausinterne Verlegung von Glasfasern bis in die Wohnungen (Schnittstellen für die Zusammenschaltung, Steckdosentyp, usw.) erarbeitet. Hauseigentümer und Netzbetreiber verfügen zudem über einen Mustervertrag, der die rechtlichen und finanziellen Aspekte von FTTH-Installationen in Wohnliegenschaften regelt. Eine gemeinsame Plattform für Bestellungen und Kundenmutationen im Glasfaserbereich wurde entwickelt und soll in diesem Jahr in den definitiven Betrieb gehen. Damit können Konsumentinnen und Konsumenten künftig ohne Probleme ihren Anbieter wechseln.

 
Moderne Telekommunikationsnetze in der ganzen Schweiz

Der Breitbandausbau soll auch in Gebieten mit geringerer Bevölkerungsdichte vorangetrieben werden. Das BAKOM hat zu diesem Zweck am 31. August 2011 eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die eine Übersicht über die verschiedenen verfügbaren Technologien zur Versorgung der Schweiz mit modernen Telekommunikationsnetzen erstellen wird. Vertreter von Telekommunikationsnetz-Betreibern, Elektrizitätswerken, Verbänden, Kantonen und Bund werden die Verfügbarkeit von Hochbreitbandangeboten, ihre Nachfrage sowie Entscheidhilfen für Gemeinden und Regionen zusammenstellen und veröffentlichen.