Erfolgreiches Pilotprojekt

Eine vielversprechende nächste Generation

Unkomplizierte Bildübertragung in Echtzeit statt kilometerweise Kabel: An den Olympischen Jugendspielen 2020 in Villars (VD) entfaltet nicht nur die nächste Sportgeneration ihr volles Potenzial: Auch die 5G-Technologie zeigt zukunftsweisende Leistungen – und sorgt erst noch für eine bessere Ökobilanz.

David Rossé, zuständig für Barrierefreiheit und ESG ratings.

29. September 2020

Villars, Januar 2020. Zwei ganz verschiedene Events mit einem gemeinsamen Fokus: die nächste Generation. Der erste Event ist sportlicher Natur – die Olympischen Jugendspiele 2020, die im Kanton Waadt stattgefunden haben. Der zweite bezieht sich auf eine innovative Technologie – die fünfte Generation des Mobilfunknetzes. Beide Events erlauben einen Blick in die Welt von morgen, beide zeigen aussichtsreiche und ungeahnte Möglichkeiten. Wir wissen zwar noch nicht, wer der Sportler oder die Sportlerin von morgen ist. Aber die an den Olympischen Jugendspielen angetretenen Talente bringen alle grosses Potenzial mit. Genau wie die Mobilfunktechnologie der nächsten Generation. Gemeinsam mit ihren Partnern BAKOM, EPFL, SRG, HEIG-VD und dem Neuenburger Unternehmen NuLink hat Swisscom diesen Event genutzt und die Möglichkeiten der 5G-Technologie weiter erforscht.

Unkomplizierte Atmosphäre, schlanke Technologie

Die Olympischen Jugendspiele beeindruckten mit ihrem hohen professionellen Niveau und einer unkomplizierten Atmosphäre. Zuschauerinnen und Zuschauer lobten die spürbare Nähe, die Begeisterung und die Frische der jungen Sportlerinnen und Sportler. Derselbe Sportsgeist zeigte sich in der unkomplizierten und doch hochprofessionellen Technologie, die die Partner zur Übermittlung der Bilder einsetzten. Das Live Streaming von Bildern aus den grossflächig aufgestellten Kameras verlangt normalerweise viel Material und Logistik. Bei einem Skirennen etwa werden kilometerweise Kabel verlegt, um Kameras, Studios und Senderelais miteinander zu verbinden. 5G macht die benötigte Infrastruktur wesentlich schlanker: Jedes Gerät wird über 5G kabellos und in Echtzeit verbunden – denn das Netzwerk der nächsten Generation weist eine sehr kurze Latenzzeit auf. So entfallen die Übermittlung per Kabel und die Hochfrequenzübertragung. Das Ziel des Pilotprojektes in Villars war es, das von 5G gebotene Potenzial zum «mobilen, universellen WiFi» auszureizen. Und es zeigte: Der Aufbau von Studios am Austragungsort ist dank dem neuen «mobilen WiFi» Schnee von gestern. Denn 5G vereinfacht das Bildmanagement für Sport- und andere Events massiv.

Nachhaltig und effizient

Der Einsatz von 5G reduziert den Materialbedarf auf rund einen Zehntel. Entsprechend geht die CO2-Belastung zurück. Aber 5G bedeutet nicht nur weniger Material, auch der Personalaufwand vor Ort sinkt: Kameras, Mikrofone, Zeitmesssysteme und Anzeigetafeln vor Ort werden über 5G aus der Ferne gesteuert. Wo bisher Walkie-Talkies eingesetzt wurden, kommen neu Smartphones zum Einsatz. Mobile Studios oder Hardware für Radio-Livesendungen sind nicht mehr notwendig. All dies verbessert nicht nur die Ökobilanz eines Events: Die «Null-Kabel-Technologie» eliminiert auch die Verkabelungskosten, die sich auf Millionen belaufen – denn oft werden die Kabel nicht wiederverwendet und vor Ort belassen.

5G – das Post-Smartphone-Netz

Das Experiment in Villars war nicht nur eine Machbarkeitsstudie – es hat auch die Fantasie beflügelt. Die Zukunft wurzelt immer in der Gegenwart. Ein innovatives Experiment wie dieses wirkt sich zugleich auf die Gegenwart und auf unsere Vorstellungen von der Zukunft aus. 5G bricht mit 4G. Die neue Technologie weitet die drahtlose Kommunikation des Smartphones auf andere Geräte aus.

Konkret heisst das: Das 4G-Netz ist auf Smartphones beschränkt, das 5G-Netz lässt sich mit jeder Art von Gerät nutzen – beispielsweise mit einer Kamera. Der Swisscom Mitarbeiter Jean-Luc Dumont erklärt, wie wichtig die Upload-Geschwindigkeit bei bestimmten Geräten wie hochauflösenden Kameras ist. Auch andere Geräte profitieren von raschen Upload-Möglichkeiten: zum Beispiel alle Geräte, die Inhalte kreieren, anstatt sie – wie die heutigen Smartphones – zu empfangen.

Swisscom und die nächste Generation

Für Swisscom und das Team von Swisscom Event and Media Solutions (SEM) war dieses Projekt ein wahrer Motivationsschub. Das SEM-Team ist Teil der Division Broadcast und befasst sich mit der Digitalisierung und Übermittlung von Video Streams an Übertragungsplattformen wie TV-Sender. Mithilfe von 5G lassen sich kleinere und mittelgrosse Events auch ohne die aufwendigen Mittel einer Grossveranstaltung noch besser abdecken.

 

Für das SEM-Team handelt es sich um ein Pilotprojekt, in dem das technologische Potenzial untersucht wird. Die Betriebsphase ist noch nicht angelaufen. Es wurden keine Bilder an einen Fernsehsender übermittelt – vor allem auch, weil das Verhandlungen mit dem Sender des IOC, dem Olympic Channel, erfordert hätte. Dennoch haben der Innovationscharakter und die Nachhaltigkeit des Projekts das Organisationskomitee der Olympischen Jugendspiele überzeugt. Weitere 50 potenzielle Kunden, die das Projekt vor Ort mitverfolgt haben, interessieren sich dafür – darunter die UEFA, SRG oder Eurovision.

 

Villars 2020 wurde so zum Geburtsort eines neuen Innovationsfelds mit grossem Potenzial – für die nächsten Generationen ebenso wie für Swisscom.  



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