Sobald das Bundesamt für Kommunikation die Konzession erteilt, wird Swisscom das mit Technologiepartner Ericsson aufgebaute 5G-Netz einschalten. Die ersten 5G-Geräte laufen auf einer bewährten Frequenz im 3.5 Gigahertz-Band, die bis anhin etwa für TV-Aussenreportagen genutzt und vom Bund nun für den Mobilfunk freigegeben wurde. Diese Frequenz ist ausgelegt, um jetzt schon Geschwindigkeiten von bis zu 2 Gbit/s zu erreichen (5G-fast). Am Medienanlass führte Swisscom eine Spitzengeschwindigkeit von 1.86 Gbit/s vor. «Als Nummer 1 sind wir für unser Land verantwortlich und müssen vorauszudenken», sagt Urs Schaeppi. «1996 haben wir Prepaid erfunden, 2004 Mobile Unlimited als Weltneuheit eingeführt und 2012 als Erste ein 4G-Netz gebaut. Die Schweiz soll weiter Innovationsstandort bleiben. Deshalb prägen wir seit 2016 die Entwicklung von 5G in internationalen Gremien und arbeiten an einer Modernisierung der NISV mit.» Bis Ende Jahr soll die ganze Schweiz mit 5G versorgt sein – Stadt, Land und Bergregionen. Ein weiterer als 5G-wide bezeichneter Ausbauschritt nutzt Frequenzen, mit denen man eine hohe Flächendeckung erreicht. So profitieren Kunden überall von schnelleren Reaktionszeiten, grösseren Bandbreiten und dank Technologie-Sharing in Kombination mit 4G auch von höheren Geschwindigkeiten.