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Mann zeigt App auf Natel
Swiss Climate Challenge

Wie klimafreundlich bin ich unterwegs?

Die Hälfte der CO2-Emissionen verursachen Schweizerinnen und Schweizer mit ihrer Mobilität inklusive Fliegen und Reisen im Ausland. Nun zeigt eine neue App-Funktion auf Knopfdruck, wie ökologisch man im Vergleich zu seinen Mitmenschen fährt. Die "Swiss Climate Challenge" ist eine Initiative von Swisscom, South Pole, Engagement Migros und wird unterstützt von Energie Schweiz. Sie schafft Transparenz, Starthilfen und spielerische Anreize für klimafreundliche Mobilität.
Sabrina Hubacher
Sabrina Hubacher, Mediensprecherin
16. Dezember 2019

Die Klimaveränderung ist eine der grossen Herausforderungen unserer Zeit. Trotzdem fällt es den meisten Menschen schwer abzuschätzen, ob sie persönlich die Entwicklung beeinflussen können. Nicht zuletzt, weil der eigene CO2-Fussabdruck bislang nur mit viel Aufwand und aufgrund von Schätzungen berechnet werden kann. Das wollen Swisscom, South Pole und Engagement Migros mit Unterstützung von Energie Schweiz mit der Initiative "Swiss Climate Challenge" ändern. Sie lancieren heute eine sogenannte Huckepack-Applikation, mit der in beliebten Medien-Apps auf Knopfdruck das eigene Mobilitätsverhalten gemessen werden kann. Zum Start ist die Funktion exklusiv in der Blick-App verfügbar. Man findet sie im Menu als eigenen Punkt. Die "Swiss Climate Challenge" stellt so einen persönlichen CO2-Fussabdruck her, zeigt wie man ihn ganz einfach verkleinern kann – und welche Auswirkungen das hat. "Aus vielen Gesprächen mit an Nachhaltigkeit interessierten Kunden wissen wir, dass das Bedürfnis nach ehrlichen und transparenten CO2-Auswertungen sehr gross ist", erklärt Res Witschi, Leiter Nachhaltigkeit bei Swisscom. "Mit unserer Technologie zeigen wir jedem Einzelnen auf, wie er selbst Einfluss aufs Klima nehmen kann."

CO2-Fussabdruck verkleinern ist wie Schritte zählen

Wer an der Swiss Climate Challenge teilnimmt, sieht auf einen Blick, mit welchen Verkehrsmitteln wie viel CO2 verursacht wird – und wie klimaverträglich man unterwegs ist im Vergleich zur Bevölkerung im eigenen Kanton oder der ganzen Schweiz. Und erfährt, wie stark sich das Klima verbessern oder verschlechtern würde, wenn sich die gesamte Weltbevölkerung nach diesem Vorbild verhalten würde. Um Anreize für eine Verhaltensänderung zu schaffen, kann man sich mit anderen messen. Entweder anonym mit anderen Usern oder offen mit Freunden und Familie, die zur Challenge eingeladen werden können. "Die Klimaveränderung ist kein Spiel, aber der Weg zu einem besseren Klima soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern trotzdem Spass machen", erklärt Res Witschi. "Es verhält sich dabei wie beim Schrittzähler. Auch der hat uns alle animiert, auf unterhaltsame Weise etwas mehr für unsere Alltagsfitness zu tun."

Ergebnisse fliessen in Klimaforschung ein

Um die technische Hürde so tief wie möglich anzusetzen und gleichzeitig dem Datenschutz höchste Priorität einzuräumen, behalten die Nutzer jederzeit die Kontrolle über die Verwendung ihrer Daten und deren Nutzungszwecke. Der Teilnehmer muss vor der Aktivierung die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung akzeptieren (Opt-in). Diese Einwilligung kann jederzeit rückgängig gemacht werden.

Über die Swiss Climate Challenge hinaus dürfen die gewonnenen, aggregierten Datensätze, welche keine Rückschlüsse auf die Nutzer zulassen, von Swisscom in Zusammenarbeit mit Schweizer Hochschulen zur Klimaforschung genutzt werden.

Innovative Lösung für die Schweiz

Swisscom selbst ist seit Beginn der Unternehmensgeschichte führend im Bereich der Nachhaltigkeit. Mit zukunftsorientierten Investitionen für den eigenen Betrieb und innovativen Lösungen für die Kunden hilft Swisscom heute mehr CO2 einzusparen, als sie selbst verursacht. Mit der Swiss Climate Challenge wird zusammen mit den Initiativpartnern ein weiteres Instrument geschaffen und die Initianten der Lösung erhoffen sich, dass damit die persönliche Veränderung zu Gunsten des Klimas als freiwillige, spielerische Herausforderung angenommen wird. Davon profitiert letztlich das ganze Land.

Über die beteiligten Initiativpartner


Engagement Migros

Der Förderfonds Engagement Migros ermöglicht Pionierprojekte im gesellschaftlichen Wandel, die neue Wege beschreiten und zukunftsgerichtete Lösungen erproben. Der wirkungsorientierte Förderansatz verbindet finanzielle Unterstützung mit coachingartigen Leistungen im Pionierlab. Engagement Migros wird von den Unternehmen der Migros-Gruppe mit jährlich circa zehn Millionen Franken ermöglicht und ergänzt seit 2012 das Migros-Kulturprozent.
Weitere Informationen: www.engagement-migros.ch

South Pole

South Pole, ein führender Anbieter von globalen & lokalen Klimaschutzlösungen mit 300 Experten in 18 Niederlassungen weltweit arbeitet mit vielen öffentlichen und privaten Organisationen hin zur klimagerechten Wirtschaft & Gesellschaft. In über 700 Projekten mit erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und nachhaltiger Forst- und Landwirtschaft konnte South Pole bereits mit Klimafinanzierung gegen 100mio Tonnen CO2-Emissionen reduzieren. Informationen auf southpole.com/de oder folgen sie uns @southpoleglobal

Energie Schweiz

Das Programm EnergieSchweiz wurde 2001 vom Bundesrat ins Leben gerufen. In den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien fördert es innovative Projekte, unterstützt die Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte und aktiviert die Schweizer Bevölkerung. Damit trägt es massgebend dazu bei, dass Neues marktfähig wird, Fuss fassen kann und Sichtbarkeit erlangt. Erneuerbare Energien oder effizienter Umgang mit Energie: EnergieSchweiz berät und informiert Interessierte. Weitere Informationen finden Sie auf energieschweiz.ch

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