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Mobilfunk-Antenne in Bergregion
Mobilfunk

5G beschleunigt den Gleisbau

Zeit- und Kostendruck sind die grossen Herausforderungen bei Bauvorhaben. Das Beispiel von Rhomberg Sersa zeigt, wie Wartungsfenster dank 5G besser ausgenutzt und die Sicherheit für Arbeiter und Zugspassagiere erhöht werden konnte.
Bruno Böhlen
Bruno Böhlen, Corporate Journalist
06. September 2021

Bauarbeiten an der Bahninfrastruktur sind mit extrem kurzen Zeitfenstern, Nachtschichten und harter körperlicher Arbeit eine riesige Herausforderung. Zudem kann in einem Tunnel die Anzahl Maschinen oder Arbeiter nicht einfach verdoppelt werden. Eine akribische Planung ist zentral. In vielen Fällen könnte die Digitalisierung Abhilfe schaffen. Allerdings scheitern Digitalisierungsprojekte von Bauunternehmen oft am fehlenden Fokus oder der fehlenden Kultur.

Der Spagat zwischen Realität und Technologie

Anders beim Familienunternehmen Rhomberg Sersa. Das Beispiel zeigt, dass der Spagat zwischen Baustellenrealität und Technologie gelingen kann. Das Unternehmen kombiniert grosse Maschinen, Kies, Schotter und Stahl mit 5G, dem Internet der Dinge, der Cloud und Data Driven Business. Ein gut ausgebautes 5G-Netz ist aus Sicht von Rhomberg Sersa für künftige Bauvorhaben zentral.

 

Wenn Rhomberg Sersa heute in sehr engen Zeitfenstern – meist in der Nacht – eine Baustelle betreibt, unterstützen mehr und mehr digitale Tools die Schwerarbeiter. Hubert Rhomberg, Mitinhaber von Rhomberg Sersa: «Wir brauchen Innovationen, um nachhaltiger und effizienter zu werden. Zudem ist arbeiten auf dem Bau nicht sexy. Wir müssen die Arbeit attraktiver machen, damit wir auch in Zukunft das beste Personal finden. Heute stellen wir Poliere ebenso wie Programmierer oder Game Entwickler ein, die Hand in Hand zusammenarbeiten.»

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Verwendete Technologien und ihre Funktion

Daten sind alle erdenklichen Arten von Informationen. Nicht alle Informationen sind gleich wertvoll, darum müssen sie analysiert und verwertet werden. Diese Informationen geben ein Gesamtbild zur Baustelle. Je detailgetreuer das Bild, desto besser ist die Planung der Bauvorhaben möglich.

  • Daten gewinnen: Das Internet der Dinge sammelt die Daten auf der Baustelle. Ob von Maschinen, Werkzeugen, Messgeräten ebenso wie von Geräten der Mitarbeitenden. Je mehr Daten gesammelt werden, desto grösser das Silo an Daten, das verwertet werden kann.
  • Daten transportieren: Die Übermittelung erfolgt über 5G, denn die Daten von der Baustelle müssen zentral zusammengeführt werden.
  • Daten vor Ort vorverarbeiten: Weil auf der Baustelle enorm viel Daten entstehen, werden sie vor Ort in einer sogenannten Edge Cloud vorverarbeitet, eher sie übermittelt werden.
  • Daten nutzen: In der eigentlichen Cloud fliessen alle vorverarbeiteten Daten zusammen. Ein Nutzen der Daten entsteht jedoch erst durch den Einbezug weiterer Quellen, der Analyse grösserer Zeiträume und die Integration von weiteren Quellen, wie z.B. von weiteren am Bau beteiligten Akteure. Nun gilt es, aus diesen Daten Muster zu erkennen und mittels Data Analytics Erkenntnisse zu gewinnen, welche die Baustellen vereinfachen, nachhaltiger oder sicherer machen. Hier werden die Daten mittels Algorithmen und Künstlicher Intelligenz veredelt.

Im gemeinsamen Projekt testen Rhomberg Sersa und Swisscom die genannten Technologien in verschiedenen Teilprojekten für die digitale Baustelle.

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