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Mobilfunk und Gesundheit

Mobilfunk – Antennen, Umwelt und Gesundheit.

Die Nutzung unseres Mobilfunknetzes nimmt stark zu. So verdoppelt sich das Datenvolumen jährlich. Der Ausbau der Netzkapazitäten, um die Nachfrage zu decken, ist jedoch eine grosse Herausforderung. Verbreitet sind Vorbehalte gegen Mobilfunkantennen wegen möglicher Gesundheitsrisiken. Aber auch strenge Grenzwerte, nicht mehr zeitgemässe Beurteilungsmethoden und Bauvorschriften verteuern und verzögern den Netzausbau. Ohne leistungsfähige Mobilfunkinfrastruktur riskieren wir, den Anschluss an die Digitalisierung zu verlieren. 

Infografiken

 

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Perspektiven

Damit unser Netz mit der rasant wachsenden Nutzung Schritt halten kann, setzen wir auf technische Innovationen im Netzausbau und engagieren uns für zeitgemässe Vorschriften.

Mikroantenanen

In Städten setzen wir an stark frequentierten Orten Antennen in Kabelschächten ein. Diese werden mit geringen Leistungen betrieben, liefern punktuell aber die erforderliche Kapazität.

Modernisierung

Dank neuer Technologien werden Antennen immer effizienter. So nutzt 4G das Funkspektrum ungefähr 30-mal effizienter als 2G. Und mit 5G wird die Kapazität noch einmal um ein Vielfaches zunehmen.

Grenzwerte

Wir setzen uns für eine moderate Lockerung der aus dem Jahre 1999 stammenden Anlage-Grenzwerte von 6 auf 20 Volt pro Meter ein. Das wären immer noch dreimal tiefere Werte als die vorsorgliche Empfehlung der WHO und EU.

Bewertungsmethode

Wir schlagen eine Verbesserung der Bewertungsmethode in Anlehnung an internationale Standards vor. Sie basiert auf einer zeitlichen und räumlichen Mittelwertberechnung statt der heute geltenden Maximalwert-Berechnung.

Low Power Network

In Ergänzung zum Mobilfunknetz hat Swisscom ein schweizweites Low Power Network aufgebaut für Anwendungen mit geringem Datenvolumen wie z.B. die Vernetzung von Sensoren.

Netzausbau

Die Schweiz benötigt tausend neue Antennen in den nächsten Jahren, um mit dem Wachstum der Nutzung Schritt halten zu können.

Häufige Fragen

Hier beantworten wir Fragen, die uns häufig gestellt werden. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes und der Lesbarkeit haben wir die Fragen anonymisiert und gekürzt, jedoch die verwendeten Begrifflichkeiten wenn möglich übernommen.
Haben Sie selber Fragen? Schreiben Sie uns.



Sie überziehen die Schweiz mit Elektrosmog. Können Sie beweisen, dass dies nicht schädlich ist?



Wie kann ich mit dem Handy telefonieren, ohne stark seinem Elektrosmog ausgesetzt zu sein?



Seit Jahrzehnten wird gestritten, ob Mobilfunk gefährlich ist oder nicht. Sie sagen nein, aber Sie sind Partei. Elektrosmogbetroffene sagen ja, können aber auch irren. Wem kann man da noch vertrauen?



Ich leide am Elektrosmog Ihrer Handyantennen (Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, Niedergeschlagenheit). Was soll ich tun?



Ich habe an sich keine gesundheitlichen Probleme wegen Elektrosmog. Mich würde aber interessieren, was bei mir zu Haus am meisten strahlt?



Ich bin enttäuscht von Swisscom. Wie können Sie einerseits nachhaltig agieren (zum Beispiel beim Energieverbrauch) und sich auf der anderen Seite für eine Schwächung der Grenzwerte für Handyantennen stark machen?



Ihre Lobby wiederholt gebetsmühlenartig, Mobilfunk-Elektrosmog sei ungefährlich. Genau so tönte es damals in Sachen Asbest.



Wo Rauch ist, da gibt es auch ein Feuer. Immer wieder beweisen Studien, die Schädlichkeit von Elektrosmog durch Mobilfunk.



Nun wollen Sie ja die neue Technologie 5G einführen. Muss deshalb wieder neu geforscht werden ob diese Technik nicht gefährlich ist?



Was sagen Sie dazu, dass gemäss Krebsforschungsagentur Mobilfunk krebserregend ist?

Glossar

Facts & Figures

IARC

Die Internationale Agentur für Krebsforschung IARC hat 2011 elektromagnetische Felder als möglicherweise krebserregend eingestuft. Auf der gleichen Risikostufe befindet sich etwa auch eingelegtes Gemüse. Die Einstufung der IARC bedeutet denn auch nicht, dass der Nachweis einer krebserregenden Wirkung erbracht ist. Sie bedeutet vielmehr, dass die Hinweise einer krebsfördernden Wirkung aus Tier- und Zellstudien sowie aus epidemiologischen Studien limitiert sind.

ICNIRP

Die Internationale Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung analysiert die wissenschaftlichen Studien im Bereich und empfiehlt auf der Basis der resultierenden, wissenschaftlichen Evidenz Grenzwerte, die den Menschen vor schädlichen Effekten schützen. Die Grenzwerte der NISV sind zehnmal strenger als die von der ICNIRP und der WHO empfohlenen Grenzwerte.

NISV

In der Verordnung über den Schutz vor nicht ionisierender Strahlung NISV hat die Schweiz die Grenzwerte für maximal zulässige elektrische, magnetische und elektromagnetische Strahlung von ortsfesten Anlagen im Frequenzbereich von 0 Hz bis 300 GHz geregelt. Dabei wurde ein zweistufiges Schutzkonzept angewendet. An allen zugänglichen Orten muss der Immissionsgrenzwert, der den Empfehlungen der WHO entspricht, eingehalten werden. Um dem im Umweltschutzgesetz geforderten Vorsorgeprinzip Rechnung zu tragen, wurden basierend auf der technischen Machbarkeit und der wirtschaftlichen Tragbarkeit vorsorglich zehnmal strengere Werte für intensiv genutzte Orte, an denen sich Menschen über längere Zeit aufhalten, festgelegt.

EMF

EMF wird meist als Bezeichnung für elektromagnetische Felder unterhalb der optischen Wellenlängen verwendet, also für nicht-ionisierende Strahlung, wie sie für die Übertragung von Signalen im Mobilfunk oder Rundfunk genutzt wird.

SAR

Die Funkwellen eines Mobiltelefons werden zum Teil vom Körper aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Die Leistung, die der Körper dabei absorbiert, wird in Watt pro Kilogramm Körpergewebe angegeben und als spezifische Absorptionsrate SAR bezeichnet. Der gültige SAR-Grenzwert für Mobiltelefone beträgt in der Schweiz 2 Watt pro kg (am Kopf).

V/m

Volt pro Meter ist die Masseinheit für die Stärke von elektrischen Feldern.

OMEN

In der NISV werden für Orte mit empfindlicher Nutzung (OMEN) so genannte Anlagengrenzwerte festgelegt. Diese sind um einen Faktor 10 strenger als die allgemein gültigen Grenzwerte (so genannte Immissionsgrenzwerte) und stellen im internationalen Vergleich eine schweizerische Sonderregelung dar. Für gewöhnlich befinden sich OMEN innerhalb von Gebäuden wie Wohnungen, Schulräumen, Kindergärten, Patientenzimmer in Spitälern und Heimen, ständigen Arbeitsplätzen. Ausserhalb von Gebäuden sind es insbesondere Kinderspielplätze sowie Pausenplätze von Schulen und Kindergärten.

WHO

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht nach einer Analyse aller relevanten Studien heute nicht davon aus, dass die Strahlung von Mobilfunkantennen und Drahtlosnetzwerken ein Gesundheitsrisiko darstellt.

Strahlung

Strahlung ist eine Form von Energie, die sich als elektromagnetische Wellen ausbreitet. Man unterscheidet zwischen ionisierender und nicht-ionisierender Strahlung. Ionisierende Strahlung kann die Bausteine der Materie wie Moleküle oder Atome verändern, nichtionisierende Strahlung besitzt hierfür zu wenig Energie. Daher kann nicht-ionisierende Strahlung keine Atome oder Moleküle verändern.

Elektromagnetische Hypersensibilität

Als elektrosensibel bezeichnen sich Menschen, die in ihrer Gesundheit oder ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt sind und dies auf elektromagnetische Felder in ihrem Alltag zurückführen. Anerkannte medizinische Diagnosekriterien existieren bislang nicht. Bisher konnte mit wissenschaftlichen Methoden nicht nachgewiesen werden, dass die Beschwerden von EHS-Personen kausal auf die Belastung durch elektromagnetische Felder im Alltag zurückzuführen sind.

Haben Sie Fragen zum Thema?

Jürg Studerus, Fachexperte Mobilfunk und Gesundheit