Dank Migration auf 4G fit für die Smart-Meter-Zukunft

Der Aargauer Energiedienstleister Eniwa hat seine bisherigen Festnetz-Metering-Lösungen für kommerzielle Kunden erfolgreich auf die 4G enabled Enterprise-IoT-Lösung von Swisscom migriert und somit auch die Grundlagen geschaffen in den kommenden Monaten die 2G Ablösung proaktiv anzugehen. Damit verfügt er jetzt sowohl über eine flexible Basis für die Harmonisierung der Metering-Lösungen aller Energie-Medien als auch für den anstehenden Rollout von Smart Metern bei seinen Privatkunden.



Herausforderung

Eniwa versorgt als in der Region Aarau verankertes Energie-Dienstleistungsunternehmen Privat- und Firmenkunden in rund 30 Gemeinden mit Strom, Gas, Wärme und Kälte, Wasserstoff, Wasser, Telekommunikation und Elektroinstallationsdienstleistungen. Um die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern und die Effizienz laufend zu steigern, verfolgt das Unternehmen eine durchdachte Innovationsstrategie. Zu dieser gehört neben Smart-Grid-Technologien für das Lastenmanagement oder einem dichten Netz von Schnellladestationen für die Elektromobilität auch ein früher Einstieg in die automatisierte Zählerbewirtschaftung. Für die erste Generation von Zählern wurde noch eine Festnetz-Telefonie-Technologie verwendet. Die zweite Generation basierte auf 2G-Mobilfunk. Beide Technologien stehen nun am Ende ihres Lebenszyklus und werden nach und nach strukturiert abgelöst.



Lösung

Das auf Anfang 2018 in Kraft getretene neue Energiegesetz hat die Regeln für den Smart-Meter-Einsatz im Bereich der privaten Stromkunden festgelegt. Eniwa nutzte dies für den Startschuss zur Ablösung der bisherigen Infrastruktur durch eine langfristig zukunftsfähige Lösung. Um sowohl die 2G-basierten Zähler wie auch die Festnetz-Installationen auf eine einheitliche Basis zu bringen, in die sich auch die Zähler aller anderen Energie-Medien integrieren lassen, entschied sich Eniwa für eine 4G-basierte IoT-Lösung. Swisscom Enterprise IoT realisierte für das Versorgungsunternehmen einerseits ein privates Mobile-Netz über Secure APN. Die Zähler lassen sich so über private IP-Adressen sicher und mit äusserst geringer Latenz auslesen. Auf der anderen Seite beinhaltet die Lösung zudem eine umfassende Connectivity Management Plattform, welche die Verwaltung der Geräte markant vereinfacht.



Resultat

Während die 2G-Kommunikationsmodule mehrheitlich einfach ausgetauscht werden können, entstand bei der Ablösung der Festnetzinstallationen in einzelnen, abgelegenen Gebäuden ein grösserer Aufwand. Dabei konnte Eniwa auch auf die Unterstützung von Swisscom-Spezialisten zählen. Diese führten die notwendigen Messungen durch und fanden mit ihrem Fachwissen und ihrer breiten Erfahrung auf jeden Fall eine praxistaugliche Lösung.

Heute verwaltet Eniwa insgesamt 1’400 Digitale-Zähler von Firmenkunden und von privaten Solarstromproduzenten über die Cloud-basierte Connectivity Management Plattform von Swisscom. Aktuell plant Eniwa den Rollout an die Privatkunden. Das Gesetz verlangt, dass bis 2027 bei 80 % Smart Meter installiert sind. Ob 4G IoT dabei eine Rolle spielen wird hängt von verschiedenen Faktoren ab, jedenfalls betrachtet Eniwa die Lösung 4G IoT als eine mögliche Variante.


Eniwa AG

> Branche: Energieversorgung

> Sitz: Aarau

> Mitarbeitende: 345 (2017)





Reto Dambach

Head of Energy Data Management


Herr Dambach, wieso setzen Sie für das Metering auf eine Mobilfunk-basierte Kommunikation und nicht auf eine andere Technologie?

«Eniwa hat vor einigen Jahren Tests mit PLC (Power Line Communication) durchgeführt, die insbesondere im Multispartenbereich unbefriedigend verliefen. Dazu kommt, dass die meisten anderen Technologien proprietär sind. Hinter dem offenen IoT-Standard steht demgegenüber eine weltweite Industrie. Dies garantiert uns, dass die Weiterentwicklung auch langfristig vorangetrieben wird. So steht zum Beispiel mit NarrowBand-IoT bereits eine vielversprechende Technologie in den Startlöchern, die speziell auch auf Anwendungen in ländlichen Gebieten und innerhalb von Gebäuden ausgerichtet ist.»

Was hat Sie dazu bewogen, auf Swisscom als Partner zu setzen?

«Das Hauptkriterium war die Netzqualität. Wichtig war für uns aber auch die Innovationskraft, über die Swisscom im IoT-Bereich verfügt. Sie bietet eine ausgereifte und vollständige Plattform und investiert viel in die Weiterentwicklung. Das spürt man als Kunde auch in der Beratungsqualität. Die Spezialisten von Swisscom verstehen mehr als nur die aktuellen Geräte.»

Welche strategischen Ziele verfolgt Eniwa mit der neuen Smart-Metering-Infrastruktur?

«Wir haben uns in den letzten Monaten neu ausgerichtet. Statt wie vorher in einzelnen Sparten wie Strom, Gas oder Wärme und Kälte sind wir jetzt funktional organisiert und treten mit all unseren Services und Leistungen als Einheit auf. Das betrifft natürlich auch das Metering. Um Synergien zu erzielen und die Digitalisierung effizienter meistern zu können, werden wir die unterschiedlichen Zähler-Infrastrukturen für die verschiedenen Medien harmonisieren. Die 4G-IoT-Lösung liefert uns die flexible und leistungsfähige Basis dafür.»



Dieses Produkt setzt Eniwa AG bei sich ein



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Versorgungsbetrieben jeder Branche bietet Smart Metering eine neue Möglichkeit, mit Kunden zu interagieren und regulatorische Richtlinien einzuhalten.