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Data Driven Business in Schweizer Unternehmen

Studie zu Data Driven Business

Data Driven Business – wo steht die Schweiz?

«Data Driven Business», das datengetriebene Unternehmen, ist in aller Munde. Doch wo stehen Schweizer Unternehmen in diesem Prozess? Eine aktuelle Studie der MSM Research AG im Auftrag von Swisscom liefert Antworten.

Text: Jörg Rothweiler,

Der erfolgreiche Umgang mit Unternehmensdaten wird künftig zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Darüber herrscht Einigkeit, sowohl im produzierenden Gewerbe, dem Data Driven Business (DDB) neue Möglichkeiten zur Prozessoptimierung sowie Predictive Maintenance-Massnahmen eröffnet, als auch im Dienstleistungssektor, wo mit DDB Kundenerlebnisse optimiert und ganz neue Geschäftsmodelle etabliert werden können.

 

In Deutschland zeigte unlängst eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom: Fast alle Unternehmen wissen um die wachsende Bedeutung DDB-spezifischer Technologien wie Big Data (81%), Internet der Dinge (IoT; 79%) oder künstliche Intelligenz (KI; 60%). Doch bei weitem nicht alle investieren und handeln entsprechend (Big Data: 59%; IoT: 44%; KI: 12%).

 

Stellt sich die Frage: Wo stehen Schweizer Unternehmen puncto Data Driven Business? Philipp A. Ziegler, CEO der MSM Research AG Schaffhausen, hat im Auftrag von Swisscom nachgefragt.

Schweizer Firmen glauben an mehr Erfolg durch DDB

Die gute Nachricht zuerst: Zwei von drei inländischen Unternehmen sagen: «Datengetriebenen Unternehmen gehört die Zukunft.» Lediglich 6 Prozent erkennen keinen direkten Vorteil, 27 Prozent trauen sich keine Beurteilung zu.

 

Von den Befürwortern sagen 38 Prozent, wichtig für den Erfolg von DDB sei nicht das Sammeln der Daten, sondern deren sinnstiftende Ummünzung in wertschöpfungssteigernde Informationen. Entsprechend glauben 36 % der Befragten, es brauche die «richtigen Analysetools», und 28 % meinen, es seien «ausgewiesene Experten und entsprechendes Know-how» vonnöten.

Drei Ziele treiben die DDB-Entwicklung

Getrieben wird die Entwicklung von drei Erwartungen: Erstens mehr Transparenz zugunsten maximierter Wertschöpfung. Zweitens Kostenersparnisse, etwa durch optimierte Logistik. Drittens ein optimierter Kundenfokus dank massgeschneiderter Produkte und Dienstleistungen.

 

All dies verspricht Wettbewerbsvorteile, weshalb Data Driven immer mehr zum Topthema wird, wie Philipp A. Ziegler sagt: «Zwar beschäftigen sich erst knapp 10 Prozent der Befragten mit den Kerntechnologien und Grundlagen von DDB. Allerdings werden diese Themen in den kommenden drei Jahren zu Topthemen avancieren und die Grundlage von DDB weiter festigen.»

 

Konkret will rund jedes dritte Unternehmen bis 2022 KI-Tools, Big Data und Data Analytics sowie IoT nutzen und Daten der eigenen Enterprise-Applikationen, von IoT, Sensoren und smarten Maschinen sowie, in geringerem Umfang, der Kommunikation analysieren.

Facts & Figures zu Data Driven Business (MSM Research AG)

Facts & Figures zu Data Driven Business (MSM Research AG)

Painpoints und Hürden

Als grösste Painpoints gelten derzeit Qualität, Aktualität und Konsistenz der Daten sowie Sicherheit, Datenschutz und ganzheitliche Storage-Strategien. Als wesentliche Hürden nennen Schweizer Firmen ein (derzeit) noch nicht konkretisierbarer Benefit von DDB, fehlendes Know-how und mangelnde personelle Ressourcen.


Vor diesem Hintergrund und weil 62,5 respektive 51 Prozent denken, wesentliche DDB-Technologien wie IoT und KI seien frühestens bis 2024 so breit etabliert, dass Auswirkungen spürbar werden, entwickelt sich die inländische DDB-Kompetenz eher langsam. Studienautor Philipp A. Ziegler warnt vor zu viel Lethargie: «Dank aktuell guter geschäftlicher Entwicklungen sehen viele keinen Grund, etwas zu ändern. Zumal der Nutzen von DDB in seiner ganzen Bandbreite und Konsequenz derzeit nur inkomplett ersichtlich ist. Es muss aber auch klar sein: Die digitale Revolution verläuft viel rasanter als alle bisherigen industriellen Revolutionsstufen.»

Empfehlungen aus Expertensicht

Ziegler rät daher zum Aufbruch: «Der Wandel zum datengetriebenen Unternehmen ist eine lange Reise. Wer die ersten, kleinen Schritte bereits jetzt unternimmt, ist schneller als der Wettbewerb. Das aber ist eminent, denn künftig zählt nicht mehr gross, viel und billig, sondern schnell und individuell.»

 

Konkrete Empfehlungen, wie diese ersten Schritte gelingen sowie weitere zentrale Erkenntnisse der Schweizer Data Driven Business-Studie finden Sie im neuesten Whitepaper «Data Driven Business». Dieses können Sie hier downloaden.


Wissenswertes zur Studie

Für das Whitepaper wurden die Resultate von drei Schweizer Studienarbeiten zu den Themen IoT (Stichprobe: 64), KI (51) und DDB (40) herangezogen, für welche CIOs, IT-Chefs, Geschäftsführer und Fachbereichsleiter von Schweizer Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden (27%) sowie Schweizer KMU (bis 500 MA; 73%) befragt worden waren.

 

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