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Digitale Innovationsmethoden





Innovationsmethoden

Kein Zufall: Erfahrung trifft auf Kreativität


Neue Ideen und ihre erfolgreiche Vermarktung sind für die IT- und Telekommunikation zentral. Damit sie nicht nur aus Zufall entstehen, arbeitet Swisscom eng mit dem Innovationszentrum Impact Hub Zürich zusammen. Wie das geht, zeigt ein Besuch bei einem Workshop.


Hugo Vuyk




Fassbarer als hier ist die Bedeutung Zürichs als Verkehrsknotenpunkt fast nirgends: Wenige Meter entfernt der Bahnhof Hardbrücke am Rande des weiten Gleisfelds des Hauptbahnhofs. Auf dem Dach des Impact Hub donnern die Züge über den Aussersihler Viadukt. Der Kreativität der Besucher tut es keinen Abbruch, sie tauschen sich angeregt aus oder sitzen konzentriert vor ihrem Notebook.


Neue Geschäftsideen auf dem Prüfstand

So auch am Donnerstag, dem 13. August. Vor dem Eingang begrüsst Program Manager Johanna Stephan um 10 Uhr neun Jungunternehmer. Sie haben Start-up-Ideen eingereicht für den Wettbewerb «Fellowship ICT4good», der von Swisscom unterstützt wird. Johanna erklärt den Tagesablauf. Auf Englisch – einige von ihnen sind noch nicht lange in der Schweiz, andere kommen aus der Romandie.

 

Zur gleichen Zeit sitzen im Innern des Viaduktbogens acht Swisscom Manager konzentriert über Unterlagen und machen sich Notizen. Sie nehmen teil an einem Workshop zur Stärkung der unternehmerischen Führungskraft. Heute kreuzen sich die Wege der Manager und der Jungunternehmer. Erstere machen sich die Ideen Letzterer zu eigen, um sie im «Reverse Pitching» präsentieren zu können. Eine Win-win-Situation für beide Seiten, wie Tagungsleiter Michel Bachmann erklärt: «Die Manager müssen für die Aufgabe vom verbreiteten Kritik- in den Lösungsmodus wechseln und die Jungunternehmer sehen ihre Businessidee mit anderen Augen.»




Swisscom und der Impact Hub Zürich

Swisscom arbeitet in verschiedenen Bereichen mit dem Impact Hub Zürich zusammen und pflegt ein sehr enges Verhältnis. Es werden verschiedene Events beispielsweise in den Bereichen FinTech und Internet of Things (IoT) gemeinsam organisiert. Weiter gibt es die oben beschriebenen Programme ICT4Good (ein Wettbewerb für Startups aus dem ICT-Umfeld) oder das Programm „GROW“, bei dem Führungskräfte von Swisscom ihren Unternehmergeist stärken und Methoden wie „Rapid Prototyping“ kennenlernen können. Die Swisscom geht mit dem Impact Hub und weiteren Partnern wie SIX jedoch noch viel weiter. Zusammen soll an verschiedenen Standorten ein gesamtes Ökosystem für Unternehmertum und Innovation in der Schweiz geschaffen werden.


1/5 Reverse-Pitching: 1 Stunde Vorbereitung, 5 Minuten Präsentation, um die Idee für ein Start-Up vorzustellen und damit das Plenum zu überzeugen. Nach Verständnisfragen folgt die Manöverkritik: Was hat einem gefallen, was hätte man auch noch gerne gehört. «Wichtig dabei ist», sagt M. Bachmann, «dass man die Feedbackteile nicht mit dem Wort ‹aber› verbindet, sonst wertet man das Lob gleich wieder ab.»

2/5 Reverse-Pitching: 1 Stunde Vorbereitung, 5 Minuten Präsentation, um die Idee für ein Start-Up vorzustellen und damit das Plenum zu überzeugen. Nach Verständnisfragen folgt die Manöverkritik: Was hat einem gefallen, was hätte man auch noch gerne gehört. «Wichtig dabei ist», sagt M. Bachmann, «dass man die Feedbackteile nicht mit dem Wort ‹aber› verbindet, sonst wertet man das Lob gleich wieder ab.»

3/5 Mit ihrer Start-up-Idee «Movit» will Laura Mählmann Personen mit ungenügender Bewegung oder chronischen Schmerzen helfen. Ihr Eindruck vom Reverse-Pitching: «Es erweitert den Horizont, die eigene Idee von einer anderen Person zu hören. Wertvoll waren für mich neue Hinweise zur Vermarktung der App, etwa über Krankenversicherungen.»

4/5 Mit einem 1-Dollar-Mikroskop und Bilddigitalisierung will Flavio Trolese Bewohnern in Armen Ländern und Touristen Zugang zu einer Erstdiagnose bieten. «Etwas befremdlich war für mich, dass unsere Idee anders als von uns angedacht präsentiert wurde. Alles in allem fühlt man sich geehrt durch die Vorstellung. Und durch die vom Manager erdachte Story hat die Idee zudem eine neue Qualität gewonnen.»

5/5 Swisscom Managerin Eva Lüthi bereitet sich auf ihren Einsatz für den Reverse-Pitch vor. Ihr Rückblick am nächsten Tag: «Ein sehr wertvolles Erlebnis. Man lernt, in kurzer Zeit ein neues Thema zu präsentieren und eine Idee zu seiner eigenen zu machen. Spannend war für mich der Umstand, dass ich mich der Idee des Jungunternehmers auch im weiteren Verlauf des Tages verbunden fühlte.»

1/5 Reverse-Pitching: 1 Stunde Vorbereitung, 5 Minuten Präsentation, um die Idee für ein Start-Up vorzustellen und damit das Plenum zu überzeugen. Nach Verständnisfragen folgt die Manöverkritik: Was hat einem gefallen, was hätte man auch noch gerne gehört. «Wichtig dabei ist», sagt M. Bachmann, «dass man die Feedbackteile nicht mit dem Wort ‹aber› verbindet, sonst wertet man das Lob gleich wieder ab.»

Vom Tool zum Transfer

Am folgenden Tag des Workshops für die Swisscom Manager steht nochmals ein Tool im Zentrum: Rapid Prototyping. Lego, Figürchen, Sparschweine, Geldstücke, Knetmasse und Marshmallows bedecken die Tische. Eine Gruppe soll damit einen Blog bauen. Die zweite soll darstellen, wie sie die Konzernleitung überzeugen kann, finanzielle Mittel für neue Projekte freizugeben. Michel Bachmann erläutert die Methode: «Rapid Prototyping ist eine spielerische Methode zur Visualisierung von Projekten. Im Zentrum steht nicht das Basteln, sondern der Prozess.» Das grosse Thema sind denn auch nicht die Methoden selber, sondern der Transfer von Ideen innerhalb von Swisscom.


1/5 Manchmal sieht ein Ausstehender nur wenige Aspekte einer Firma, der Rest verbirgt sich hinter einer Wand. Ein Blog soll einen besseren Blick auf die Firma ermöglichen.

2/5 Fehlt ein Utensil auf dem Tisch, werden auch mal die Eier aus dem Kühlschrank dazu genommen und zur Swisscom umfunktioniert.

3/5 Für Swisscom Manager C. Schwarzer (im rosafarbenen Hemd) ist Rapid Prototyping nicht neu: «Am Anfang fühlt man sich vielleicht in den Kindergarten zurückversetzt, aber die Methode funktioniert erstaunlich gut. Wichtig dabei ist die Diskussion untereinander.» Mit einem Augenzwinkern ergänzt er: «Unerklärlich ist mir, wie an unserem Tisch die Hälfte der Marshmallows spurlos verschwinden konnte... »

4/5 Gute Methoden funktionieren mit ganz einfachen Mitteln, auch wenn man sich in der Welt der High-Tech-Themen bewegt. Post-It, Filzer oder Bauklötze bringen die Swisscom-Manager und andere Kunden des Impact Hub voran.

5/5 Michel Bachmann, Mitbegründer und Creative Director des Impact Hubs in Zürich, leitete im Auftritt locker und in der Sache bestimmt durch den Workshop. Der Impact Hub Zürich, Teil eines weltweiten Netzwerks, will unternehmerische Führung und Innovation möglich machen. Michels Kurzfassung: «Wir wollen dem glücklichen Zufall etwas auf die Sprünge helfen.»

1/5 Manchmal sieht ein Ausstehender nur wenige Aspekte einer Firma, der Rest verbirgt sich hinter einer Wand. Ein Blog soll einen besseren Blick auf die Firma ermöglichen.


Für die Swisscom Manager des Innovationsteams ist die Arbeit mit dem Workshop am Impact Hub Zürich, der von Swisscom mitgetragen wird, nicht zu Ende. Die grosse Arbeit folgt danach: 3 Monate für das Transfer Prototyping. Und der Wettbewerb Fellowship ICT4good zieht sich noch über die nächsten zwölf Monate hin, bis der Gewinner im August 2016 seine Schlusspräsentation halten darf.



Hier treibt Swisscom die Innovation voran


Swisscom Business Campus Zürich


Welche Chancen hält die Digitalisierung für Ihr Unternehmen bereit? Im Swisscom Business Campus gehen wir dieser Frage nach. In CoCreation-Workshops erarbeiten Sie gemeinsam mit unseren Experten Ihr Businessmodell der Zukunft.

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Impact Hub Zürich


Im Impact Hub Zürich nutzen über 300 Unternehmerinnen und Unternehmer, Innovatoren und Social Entrepreneurs die inspirierenden Arbeitsräume an zentralster Lage. Neben Networking werden den Start-ups lehrreiche Veranstaltungen und Weiterbildungsprogramme geboten.

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La Werkstadt Biel


In den oberen Stockwerken arbeiten Projektteams unterschiedlicher Unternehmen intensiv und über längere Zeiträume nach der Philosophie und den Methoden vom Human Centered Design zusammen. Im Erdgeschoss ermöglichen wir Unternehmen, Managern, Einzelunternehmern, Studenten und Querdenkern den Einstieg in die Methoden vom Human Centered Design.

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Digital Lab Lausanne EPFL


Aus einer strategischen Partnerschaft von Swisscom und EPFL ist ein Kompetenzzentrum für Digitalisierung auf dem EPFL-Campus entstanden. Das Lab verbindet als kollaborativer Raum Technologien, Kompetenzen und Methoden mit der EPFL-Forschung, um die digitale Transformation der Swisscom-Kunden voranzutreiben.

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