Sport Gadgets: Sensorbasierte Trainings





Sport-Gadgets

Digitale Fitnesstrainer


Wer im Sport besser, schneller, erfolgreicher werden will, muss seinen Körper optimal trainieren. Digitale Trainer können beim Workout helfen. Storys stellt zehn hilfreiche Fitness-Gadgets vor.


Dr. Jörg Rothweiler (Text), zVg (Fotos),




«Quäl dich, du Sau!» Mit diesem Satz prügelte Udo Bölts 1997 Jan Ullrich zum Tour-de-France-Sieg. Schliesslich sind, das weiss jeder Sportler, ohne Antrieb von aussen keine Topleistungen möglich. Wer keine anspornende «Freunde» und auch keinen Personal Trainer hat, greift zum digitalen Partner, der mit Sensoren arbeitet und das Smartphone zum knallharten Antreiber mutieren lässt.


Der persönliche Trainer im Ball

Immer mehr Hersteller bestücken Bälle mit Sensoren, die Geschwindigkeit, Flugbahn sowie Spin messen – und via Bluetooth ans Smartphone senden. Dort wertet eine App die Datenflut aus, sodass der Spieler damit lernen soll, künftig besser zu schiessen. Beispiele sind der Adidas-Fussball miCoach Smart Ball und der rund 250 Franken teure Basketball 94fifty. Ganz neu und erst ab Ende 2016 erhältlich ist der Fussball InsideCoach. Dieser kann Tricks aufzeichnen, bei denen der Fuss den Ball gar nicht berührt, sondern nur um diesen herumgeführt wird. Zudem kann InsideCoach dank Wifi-Modul seine Daten über grössere Distanzen übertragen.



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Analysiert das Fussballspiel: der smarte miCoach Smart Ball. Video: Youtube/InsideCoach



Smart Rope: Springseil reloaded

Erfahrene Sportler – nicht nur Boxer – schätzen das Springseil als effizientes Trainingsgerät. In Form des 115 Franken teuren Smart Rope von Tangram ist dieser Sportgeräte-Klassiker wieder voll up to date. Das Smart Rope «schreibt» mit 23 LEDs verschiedene Daten wie die Zahl der Sprünge, Geschwindigkeit und verbrannte Kalorien in Echtzeit «in die Luft». Die SmartGym-App (iOS, Android, Apple Watch) erteilt zudem Tipps für das Training.



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Smart Rope zählt die Sprünge und zeigt sie per LED in der Luft an. Video: Youtube/Tangram Factory



Krafttraining mit dem Sensor

Hanteln stemmen wird mit dem Beast zeitgemäss wie nie. Am Körper getragen oder mit integrierten Magneten an Gewicht oder Maschine befestigt, misst diese Hantel Kraft, Impuls, Geschwindigkeit und Hub bei jeder Bewegung. Auch die Zahl der Wiederholungen und die Summe der gestemmten Gewichte werden angezeigt. Via Webportal kann das Training analysiert und optimiert werden. Das Heavy Gadget ist in zwei Varianten erhältlich: für Athleten (ca. 250 Franken) und für Trainer (ca. 400 Franken).




Das Beast-Gadget motiviert beim Gewichtestemmen.



Moov Now: vielseitiger Fitness-Tracker

Der Fitness-Tracker Moov Now hilft beim Laufen, Velofahren, Schwimmen, Cardio Boxing und weiteren Sportarten. Anders als herkömmliche Fitness-Tracker erkennt er ganze 3D-Bewegungsprofile. So weiss das Gerät, ob sein Träger krault, Brust oder Rücken schwimmt oder im Schmetterlingsstil durchs Wasser pflügt. Die zugehörige App analysiert die Daten und gibt Tipps zur Verbesserung des Bewegungsablaufs. Mit 6 Gramm ist Moov Now ultraleicht – und mit rund 70 Franken recht günstig. Zudem misst er die Erholung vom Training im Schlaf.




Moov Now unterstützt das Training beim Boxen, Laufen, Schwimmen und bei weiteren Sportarten.



Körperanalyse dank intelligentem Tennislehrer

E-Trainer für Tennisspieler gibt es diverse, etwa Babolat Play oder den Sony Smart Tennis Sensor. Sie alle arbeiten mit Bewegungssensoren im Schläger oder am Handgelenk und einer dazugehörigen App. Deutlich weiter geht Pivot von TuringSense. Dieser Tennis-Trainer arbeitet zusätzlich mit am ganzen Körper verteilten Sensoren. Damit wird möglich, was bisher nur auf mit Spezialkameras ausgestatteten Plätzen gelang: die Aufnahme eines 360-Grad-Bildes inklusive Körperanalyse. Damit soll das Training wirkungsvoller und sicherer werden, denn Pivot deckt sogar Bewegungsmuster mit hohem Verletzungsrisiko auf.




Der smarte Tennisschläger von Sony.



Auf der Piste mit dem digitalen Skilehrer

Carv erfasst über die in den Skischuhen liegenden Einlagen mit je 58 Sensoren die Belastungen und Bewegungen der Füsse – und zwar 200 Mal pro Sekunde. Die Daten werden ans Smartphone gesendet und analysiert. Die App generiert daraus Tipps zur Optimierung des Fahrstils und teilt diese dem Fahrer über Kopfhörer mit. Zudem kann eine GoPro-Kamera verknüpft oder ein Ski-Cross-Training gemanagt werden. Der digitale Skilehrer soll pünktlich zur Skisaison 2017 erhältlich sein.



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Carv soll den Fahrstil optimieren. Video: Youtube/MotionMetrics



Ein Tracker hilft beim Klettern

Whipper ist ein winziger Tracker, der alle Stadien einer Klettertour erfasst. Neben der zurückgelegten Höhe und der verstrichenen Zeit detektiert ein Gyrosensor auch die Körperlage der kletternden Person. Die dazugehörige App analysiert, wo der Kletterer Schwierigkeiten hat – und gibt Tipps – etwa, welche Muskelpartien noch gestärkt werden sollten. Das Gadget soll in Kürze erhältlich sein und rund 100 Franken kosten.




Whipper: Klettern mit App und Tracker.



3D-Sensoren zeigen Trainingsfortschritte auf

Wer sich nackt auf die mit einer Waage ausgestattete Drehscheibe des Spiegels von Naked stellt, braucht gute Nerven. Denn der Spiegel zeichnet dank 3D-Sensoren ein schonungslos ehrliches Bild des Körpers und deckt jedes Fettpölsterchen auf! Auf dem Smartphone mit installierter Naked-App sieht man genau, wo man zu- oder abgenommen hat. Die Trainingsfortschritte können im Zeitraffer betrachtet werden – was zum Weitermachen animieren soll.




Die App Naked deckt Fettpölsterchen auf.



Die clevere Einlegesohle

Stridalyzer von ReTiSense ist eine intelligente Schuheinlage mit Drucksensoren, die in die Laufschuhe gelegt wird. Das Gadget erfasst Geschwindigkeit, Distanz, Schrittlänge, Schrittfrequenz und Bodenkontaktzeit. Es warnt, wenn den Füssen oder den Knien Überlastung droht und gibt via Smartphone-App Tipps, um das Gleichgewicht und die Körperhaltung zu optimieren.




Die smarte Schuheinlage ersetzt den Fitness-Tracker am Handgelenk und warnt vor Überbelastung von Füssen und Knien.



Die optimale Körperhaltung

Prana fängt dort an, wo konventionelle Fitness-Tracker aufhören: beim Sitzen! An den Hosenbund geklemmt, erkennt Prana, wenn man beim Sitzen in sich zusammensackt, was dem Rücken schadet, die Atmung behindert und zu Stress führen kann. In diesem Fall warnt Prada seine Benutzer via Smartphone. Beim Stehen und Gehen agiert Prana wie ein normaler Schrittzähler, im Aktiv-Modus bietet das Gerät ein gezieltes Training von Atmung und richtiger Körperhaltung.




Prana erkennt die schlechte Sitzhaltung und warnt seine Benutzer am Smartphone.







Das passende Zubehör


Ob Smartwatches oder Fitness-Gadgets – Trainingshilfen gibt es auch bei Swisscom.


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