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IoT-gesteuerte Wärmepumpen als USP

Meier Tobler: Service als Gesamtpaket

Wenn der Techniker schneller als der Kunde ist

Bevor der Kunde ein Problem an der Wärmepumpe bemerkt, hat der Techniker es schon behoben. Kein Wunschtraum, sondern Realität mit der Lösung «smart-guard» von Meier Tobler. Das IoT-basierte System für Fernwartung und -steuerung bringt Vorteile für Anbieter und Kunden.

Text: Andreas Heer, Bild: Boris Baldinger,

Wärmepumpen liegen im Trend. Das spürt auch Meier Tobler. Rund 1'800 Kunden nutzen bereits «smart-guard», ein IoT-System, mit dem sich Wärmepumpen fernwarten und -kontrollieren lassen. Die Dienstleistung ist seit März 2017 auf dem Markt, nach einer ausführlichen Testphase mit Swisscom als Technologieanbieterin. Mit der smart-guard-Technologie kann ein Ferndiagnostiker von seinem Arbeitsplatz aus nicht nur die Betriebsdaten der Wärmepumpe auslesen und damit Fehler frühzeitig erkennen. Er kann auch den Betrieb regeln und beispielsweise während der Ferienabwesenheit der Hausbewohner die Leistung drosseln. Die Lösung umfasst Sensoren und die Wärmepumpen-Steuerung und kommuniziert übers Swisscom Mobilfunknetz.

Die smart-guard-Box in der Wärmepumpe kommuniziert via Aussenantenne mit dem Mobilfunknetz von Swisscom.

Ein wichtiges Gesamtpaket für beide Seiten

«Im Zuge der Energiewende sind Wärmepumpen definitiv ein Wachstumsmarkt», bestätigt Lukas Amrein, Leiter Service bei Meier Tobler. Die Abkehr von fossilen Brennstoffen und im Gegenzug die Förderung von Wärmepumpen tragen massgeblich zu diesem Trend bei. Bei Neubauten und Renovationen sind Wärmepumpen üblicherweise der Standard für Heizung und Warmwasser. Entsprechend gross ist die Konkurrenz auf dem Markt für Heizungstechnik. smart-guard spielt bei Meier Tobler eine wichtige Rolle als zeitgemässe Serviceleistung, wie Lukas Amrein betont: «Damit bieten wir ein Gesamtpaket für Service und Wartung, Steuerung und Connectivity inklusive. smart-guard ist unser USP gegenüber der Konkurrenz.»

Für Lukas Amrein spielt smart-guard im boomenden Markt für Wärmepumpen eine zentrale Rolle.

Die IoT-Lösung ist aber auch ein wichtiges Argument gegenüber den Kunden, weil sie dank Fernwartung die Betriebskosten senkt. «Bei smart-guard-Lösungen haben wir eine höhere Quote an Serviceverträgen gegenüber konventionellen Wärmepumpen», sagt Lukas Amrein. «Und die Kundenzufriedenheit ist höher.»

Mit IoT zur Ferndiagnose

Die Gründe für die Kundenzufriedenheit kennt Roberto Di Cerbo, langjähriger Ferndiagnostiker bei Meier Tobler: «smart-guard ermöglicht einen sicheren Betrieb der Wärmepumpe. Wir erkennen auch Probleme mit anderen Komponenten, beispielsweise einen Druckabfall im Heizsystem. Dadurch können wir den richtigen Spezialisten aufbieten, ohne dass sich der Kunde um die Diagnose kümmern muss.»

«Mit smart-guard besitzen wir einen wichtigen USP gegenüber der Konkurrenz.»

Lukas Amrein, Leiter Service bei Meier Tobler

Kunden profitieren zudem davon, dass sie bei Fragen mit einem der drei Ferndiagnostiker direkt eine Fachperson am Draht haben. Eine Fachperson, die aufgrund der Datenlage eine Diagnose stellt und keine Vermutungen anstellen muss. «Schon manch ein Kunde war überrascht, als wir ihn wegen eines Problems angerufen haben, das er noch gar nicht bemerkt hat», sagt Roberto Di Cerbo mit einem verschmitzten Lächeln. «Dadurch sorgt smart-guard nicht nur für Sicherheit, sondern auch für Vertrauen bei den Kunden.»

Mit Technik gegen den Fachkräftemangel

Wenn die Ferndiagnostiker Diagnose und Steuerung der Wärmepumpen vom Arbeitsplatz aus erledigen können, sind weniger Einsätze von Servicetechnikern notwendig. Roberto Di Cerbo sieht darin einen weiteren Vorteil für Meier Tobler: «Bei den Servicetechnikern herrscht Fachkräftemangel. Und der Boom verstärkt diesen Missstand noch.» Will heissen: Meier Tobler sucht weiterhin Servicetechniker für den Wachstumsmarkt der Wärmepumpen, kann aber mit den Ferndiagnostikern als eine Art Service-Innendienst den Mangel etwas dämpfen.

 

Die Helfer vor Ort braucht es nach wie vor, etwa zum Austausch defekter Komponenten. Oder für den Pikettdienst. Dieser ist mit ein Grund, weshalb Lukas Amrein die Rollen von Servicetechniker und Ferndiagnostiker verschmelzen oder zumindest näher zusammen bringen möchte: «Der Pikettdienst wird attraktiver, wenn der Servicetechniker gewisse Probleme von zu Hause aus lösen kann, statt jedes Mal auszurücken.»

 

Auch smart-guard selbst entwickelt sich weiter. Noch möchte sich Lukas Amrein nicht in die Karten blicken lassen. Doch er verrät immerhin so viel: «Wir arbeiten an einer Lösung, mit der die Kunden den Betrieb der Wärmepumpe mitverfolgen können.»


Meier Tobler

Das Haustechnik-Unternehmen Meier Tobler entstand 2018 aus dem Zusammenschluss von Walter Meier und Tobler Haustechnik und beschäftigt heute auf Vollzeitstellen umgerechnet rund 1'300 Mitarbeitende, davon rund 700 in der Serviceorganisation. Der Hauptsitz liegt in Nebikon (LU), das Unternehmen ist mit verschiedenen Stützpunkten und Märkten schweizweit präsent. 2019 erzielte Meier Tobler einen Umsatz von knapp 500 Millionen Franken.



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