Kolumne: Coworking – what the heck?





Kolumne: Ruggero Crameri, Future Work Experience Developer, Swisscom

Coworking – what the heck?


Open Space, Free Seating, Shared Desk – die Buzzwords klingen geschwollen, dabei ist die Umsetzung recht simpel.


Text: Ruggero Crameri,




Neue Arbeitskonzepte wie Coworking, agile Zusammenarbeit, Design Thinking und fancy Arbeitsräume sind heute in aller Munde. Aber wann und wie hat unsere Reise hin zu modernen Arbeitskonzepten und neuer Raumgestaltung eigentlich ihren Lauf genommen?


Ich erinnere mich noch genau: Vor acht Jahren haben wir bei Swisscom ein Projekt lancierten mit dem Ziel, zusammenzurücken, um unsere Räume besser auszulasten. Dies, weil viele Mitarbeitende bereits die Möglichkeit nutzten, von unterwegs oder zuhause aus zu arbeiten, respektive aufgrund von Teilzeitarbeit nicht im Büro waren. Die Devise lautete: Wer nicht mehr als 70 Prozent seiner Arbeitszeit im Büro ist, hat kein Anrecht auf einen fixen Schreibtisch. Wir mussten also vom fixen Arbeitsplatz zum Shared Desk und vom Einzelbüro zum Open Space übersiedeln.


Eine Welle der Entrüstung ging durch die Büros. Zum ersten Mal hatte es weniger Arbeitsplätze als Mitarbeitende. Aber war das wirklich so schlimm?


Sicher war es für viele Mitarbeitende eine riesige Umstellung. Denn wohin man schaute stapelten sich damals Ordner, Bücher und persönliche Gegenstände. Das ganze Papier machte das sogenannte "Free Seating" nicht wirklich einfacher. Aufräumen und Digitalisieren war angesagt.


Und während ich diese Zeilen schreibe, fällt mir auf dem Shared Desk ein violetter Kartonaufsteller auf. Er ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Mitarbeitende begonnen haben, die Veränderung selbst in die Hand zu nehmen. Sie haben den Mehrwert darin erkannt, ihren Arbeitsplatz zu teilen. Mehr noch: Sie haben sich selber mal woanders hingesetzt und die Gelegenheit genutzt, mit anderen Leuten als gewöhnlich einen Schwatz abzuhalten. Und das Familienfoto, das einst eingerahmt auf dem Pult gestanden hat, strahlt ihnen jetzt rund um die Uhr vom eigenen Bildschirm entgegen.


Was sagt uns das? Einmal von der obersten Geschäftsetage vorgegeben, hat die Flexibilisierung unserer Arbeitsplätze eine Veränderung in Gang gesetzt. Klar, mit jeder Veränderung stellt sich zunächst eine Baisse ein. Diese wandelt sich aber – je nach Umsetzung mehr oder weniger rasch – zu einer Verbesserung für alle. Die Mitarbeitenden beginnen den Flow aufzunehmen und erfinden sich neu. Zum Nutzen aller.


Und die Moral von der Geschicht': So schwer ist Anpassung nicht. Wir Menschen sind zwar Gewohnheitstiere, passen uns aber trotzdem recht schnell neuen Gegebenheiten an. Und entwickeln diese schliesslich gemäss unseren Bedürfnissen. Es ist alles eine Frage der Einstellung jedes einzelnen und natürlich dem Willen des Unternehmens, Veränderung nachhaltig anzupacken und zu begleiten.


Ruggero Crameri begleitet seit vielen Jahren Swisscom auf dem Weg zur grenzenlosen Zusammenarbeit. Mit Leidenschaft unterstützt er Organisationen und ihre Mitarbeitenden dabei, in neue, smarte Arbeitswelten einzutauchen.


Sein erklärtes Ziel: das Leben von Menschen zu vereinfachen und dabei Nutzen für Unternehmen zu stiften. Zusammen mit seinem Team erfindet Ruggero die Arbeitsplatzkonzepte von morgen, mischt Generationen auf und erfindet Regeln neu. 





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