Aufgefallen

Von perfekten Steaks und durchsichtigen Lastwagen

01

Personal Transporter

Des Segways späte Kinder

Revolutionen lassen sich manchmal ein wenig mehr Zeit. 2001 versprach der Segway Personal Transporter eine völlig neue Mobilität. Seither wurden allerdings nur gerade 50‘000 der sich selber balancierenden, zweirädrigen City-Roller verkauft, die einem ab und an mit Touristengruppen kreuzen. Mit dem ungebremsten Anwachsen der Metropolen scheint das Konzept jetzt aber wieder an Attraktivität zu gewinnen und der Segway  bekommt sozusagen späte Kinder. Nachdem Toyota bereits 2013 mit den Winglet einen direkten Segway-Konkurrenten auf die öffentlichen Strassen gebracht hat, lanciert jetzt auch Volkswagen einen handlichen Elektroroller für das agile und schnelle Vorwärtskommen auf der «letzten Meile».

Der nächste Weihnachtsrenner?

Das Modell von VW hat zwar drei Räder, ist dafür aber viel kompakter als seine Eltern. Sogar ohne Lenker kommen die diversen Spassversion à la PhunkeeDuck, Hovertrax oder Solowheel aus, die sich anschicken, zum grossen Weihnachtsrenner zu werden. Sie setzen allerdings auch einen gewissen Gleichgewichtssinn voraus. Das dürfte auch für das futuristische Lexushover-Board gelten. Es schwebt mit Magnetkräften über Metallflächen. Das stickstoffgekühlte Supraleitungs-Wunderding ist allerding erst eine Technologiestudie, die es noch nicht zu kaufen gibt.

Der Volkswagen-Scooter für den Kofferraum Die neuen Fun-Rider im Wired-Test

Lexus lässt das Bord schweben

«Dank Flachbildschirmen auf der Rückseite von Trucks könnten sich Autofahrer gefährliche Ausschermanöver sparen, um sich die Übersicht zu verschaffen. Ob der gläserne Lastwagen Verkehrsrealität wird, ist allerdings noch nicht klar.»

04

Project 365d

Nach der ICT-WG ist vor der ICT-WG

365 Tage verbrachten Thomas, Daniel und Johannes (v.l.) zusammen in der Swisscom-Wohngemeinschaft und mussten dabei nicht nur als Mitbewohner, sondern auch als Arbeitskollegen miteinander auskommen. Während ihrer Zeit in der «WG der Zukunft» haben sie zahlreiche Smart-Home-Produkte getestet und ihren Haushalt vernetzt. Vieles war ein Erfolg, einiges ging aber auch schief.

Unterdessen konnten die drei Berufseinsteiger viele Kontakte knüpfen und an ihre Zeit nach der WG denken. Sowohl Thomas als auch Daniel haben dabei eine Festanstellung bei Swisscom gefunden. Johannes hat einen Job bei einem Zürcher Start-up angenommen. Dort wird er bei der Erstellung eines Online-Marktplatzes mithelfen. «Da es sich um ein gemeinsames Vorhaben von Swisscom und Coop handelt, fällt mir der Abschied allerdings nicht ganz so schwer», fügt der Informatiker an.

Aus dem Vollen schöpfen

Auf das vergangene Jahr schauen die jungen Männer gerne zurück und fühlen sich mit der nötigen Erfahrung für die neuen Aufgaben gerüstet. Für die ICT-WG, deren neue Bewohner am 1. Oktober ins Projekt starten werden und die sie bereits kennengelernt haben, wünschen sich die drei eine thematisch stärkere Verknüpfung der WG-Projekte mit Innovationsprojekten innerhalb des Unternehmens: «So könnte man das Potenzial des Projekts noch mehr ausschöpfen», meint Designer Thomas.

Den neuen Bewohnern Abi, Oli und George raten die Drei offen und aktiv ins Projekt zu gehen. «Habt den Mut, Neues auszuprobieren, macht viele Fehler, lernt daraus und schöpft aus dem kreativen Vollen», ermuntert Daniel seine Nachfolger.

Das ist der letzte Beitrag zur Swisscom-WG. dialogue hat das «Projekt 365d» ein Jahr lang begleitet.

Alle Beiträge auf dem Blog zum NachlesenDer Instagram-Kanal der WG

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Grillen für Nerds

Der ultimative Hightech-Smoker

Keine angebrannten oder ausgetrockneten Steaks mehr. Das haben sich Harvard-Ingenieur-Studenten vorgenommen und den ultimativen Smoker konstruiert. Dank seiner optimierten Form, welche die Luft ähnlich wie ein AKW-Kühlturm automatisch zirkulieren lässt, und cleveren, durch einen Raspberry Pi-gesteuerten Algorithmen bleibt die Temperatur des Fleischs stundenlang optimal. Ob die Millionen von Hobby-Grillmeister daran ihre Freude haben werden, ist eine andere Frage. Schliesslich wird das durch sie zelebrierte BBQ mit dem Hightech-Smoker zum Kinderspiel degradiert.

Kühlturmdynamik für das perfekte Steak

03

Safety Truck

Der gläserne Lastwagen

Lastwagen sind gross und sie bremsen den Individualverkehr aus. Das zerrt am Geduldsfaden von so manchem Autofahrer und verleitet immer wieder zu riskanten Überholmanövern. Der südkoreanische Elektronikriese Samsung will nun mit Hilfe seiner Display-Technologie den Brummi-Sichtblockaden ein Ende bereiten. Dafür sorgen vier grosse, zusammengesetzte Flachbildschirme auf der Rückseite des sogenannten Samsung Safety Truck. Sie zeigen den sich hinter dem Lastwagen stauenden Autofahrern, was vorne auf der Strasse läuft und fährt. Sie können sich damit die gefährlichen Ausschermanöver sparen, die bisher nötig waren, um sich die Übersicht zu verschaffen. Ob der gläserne Lastwagen Verkehrsrealität wird, ist allerdings noch nicht klar. Vorläufig existiert er erst in einem argentinischen Werbefilm der Agentur Leo Burnett. 

Der Safety-Truck-Werbespot

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Mini-Roboter

Roboter-Origami für den Körpereinsatz

Ein Roboter tut Dinge selbständig. Ein neuer Mini-Bot des amerikanischen MIT und der Technischen Universität München macht aus diesem Prinzip quasi sein vollständiges «Lebensmotto». Er kann nicht nur schwimmen, Gegenstände bewegen und über die Haut spazieren. Die knapp ein Zentimeter kleine Maschine faltet sich auch selber in die aktive Form und löst sich nach getaner Arbeit auf. Möglich macht dies ein dreischichtiger Aufbau, bei dem eine PVC-Schicht von zwei Polystyrene- oder Papierblättern ins Sandwich genommen wird. Durch ein Erhitzen zieht sich das PVC zusammen, wodurch sich die Form automatisch anhand des Schnittmusters faltet. Für die Bewegung sorgt ein Magnet. Zur Selbstauflösung steuert der niedliche Krabbelautomat in ein Acetonbad. Übrig bleibt nur noch der Magnet. Die Forscher planen jetzt eine wasserlösliche Version. Zudem wollen sie die Konstruktion weiter verkleinern. Das Ziel sind medizinische Mini-Roboter, die gezielt im Körper aktiviert und dann auch wieder abgebaut werden können.

Der «goldige» Origami-Bot in Aktion