Aufgefallen

Hilfe für Hi-Fi-Nostalgiker und für Sprachfaule

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Chromecast Audio

Wi-Fi für Hi-Fi-Nostalgiker

Nach dem Erfolg des ersten Chromecast-Sticks – Google hat nach eigenen Angaben über 20 Millionen Stück verkauft – ist jetzt die zweite Generation erhältlich. Neben dem verbesserten Chromecast 2, der wie sein Vorgänger «stumpfsinnige» TV-Geräte Wi-Fi-fähig macht und mit Internet-Angeboten füttert, bringt Google nun mit dem Chromecast Audio einen sehr interessanten Zwilling. Dieser verwandelt in die Jahre gekommene, aber qualitativ hochstehende Hi-Fi-Anlagen in intelligent vernetzte Musikterminals. Anschliessen lässt er sich an Receiver oder Boxen über einen 3,5-mm-Klinkenstecker, über herkömmliche Audiokabel oder über ein optisches Kabel.

Steuerung über mobile Geräte

Gesteuert wird der Chromecast Audio über Android- oder iOS-fähige Smartphones und Tablets mit der entsprechenden Chromecast-App. Ebenfalls unterstützt werden Windows-Notebooks und selbstverständlich die hauseigenen Chromebooks. Ein wichtiger Punkt ist der Preis: Mit 39 Franken ist der Chromecast Audio um einiges günstiger als Alternativen etwa von Apple (Airplay) und Sonos (Connect).

Der neue Chromecast Audio Video

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Drohnen-Technologie

Drohnen forsten auf

Das Start-up BioCarbon hat sich vorgenommen, weltweit jährlich bis zu einer Milliarde Bäume zwecks Wiederaufforstung zu pflanzen – vollautomatisch. Das entspricht etwa einem Zehntel der Bäume, die pro Jahr global gefällt werden oder Brandrodungen zum Opfer fallen.

Viele aufforstungsbedürftige Regionen auf dem Planeten sind äusserst schwer zugänglich. Das drohnengesteuerte Vorhaben von BioCarbon sieht vor, zuerst mit Aufklärungsdrohnen Daten zu Topografie, Nährstoffgehalt des Bodens und Biodiversität zu erheben. Diese Informationen werden in einen selbstlernenden Algorithmus eingespeist, um eine sogenannte «precision planting platform» zu generieren.

Die Präzisionspflanzung selbst übernehmen die mit den Resultaten dieser Berechnungen gefütterten, ferngesteuerten Quadrokopter. Sie säen in ein biologisch abbaubares Nährgel eingebettete Pflanzenkeimlinge aus. Laut BioCarbon garantiert das Nährgel viel grössere Erfolgschancen fürs Keimen als etwa die Trockenaussaaten von Hand.

Automatische Aufforstung: So soll es gehen

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Mobile Payment

«Mobiles Zahlen ist der Anfang ganz neuer Einkaufserlebnisse.»

Das Handy ist ständig dabei und oft näher zur Hand als die Brieftasche. Es scheint geradezu logisch, dass sich das Zahlen mit dem Handy rasch etablieren wird. Dafür braucht es lediglich eine App wie Paymit, die SIX, UBS, ZKB und Swisscom gemeinsam zum mobilen Bezahlstandard entwickeln wollen. Heute kann Paymit Geld zwischen Privatpersonen transferieren. Die Zahlung wird dabei direkt dem Bankkonto verbucht. Die Lösung überzeugt: Beim diesjährigen Best of Swiss Apps Award kürten die Jury und das Publikum die App gleich mehrfach. Ab 2016 wird nun auch das Bezahlen im Handel möglich.

Warum wird sich Paymit auf dem Schweizer Mobile-Payment-Markt behaupten?

Simon Zwahlen, Head of Paymit Initiatives, Swisscom: Weil das offene System und die breite Trägerschaft durch SIX, Swisscom und die Banken – aktuell UBS, ZKB und bald auch Raiffeisen sowie die Kantonalbanken Genf, Luzern und Waadt – eine schnelle Verbreitung garantieren. Heute zählen wir bereits 140 000 Paymit-Nutzer. Zudem legen wir bei der Entwicklung viel Wert auf das Benutzererlebnis. Paymit soll für Privatnutzer – in Zukunft auch für den Handel – einfach, schnell und sicher sein. Ein Beispiel: Paymit-Zahlungen sollen direkt dem Konto verbucht werden. Der Titel «Master of Swiss Apps» hat uns bestätigt, dass wir bezüglich Benutzererlebnis gut unterwegs sind.

Wofür benötigen wir Mobile-Payment-Lösungen – reichen Bargeld und Kreditkarten nicht aus?

Mobile Payment wird Bargeld und Kreditkarten nicht ersetzen, sondern ergänzen. Wir wollen für Zahlungen, die heute vorwiegend per Bargeld erfolgen, eine bequeme Alternative schaffen. Das Handy ist immer dabei und mobiles Zahlen geht schneller als Cash oder Karte. Denken wir beispielsweise an einen Bauernhof-Selbstbedienungsladen oder eine mobile Imbiss-Bude, die zur Mittagszeit Dutzende von Kunden bedient: Bargeld war hier bisher ein notwendiges, im Umgang aber umständliches Übel. Zudem verschmelzen der Offline- und der Online-Einkauf immer mehr. Auch diese Prozesse können wir mit Paymit vereinfachen. Mobiles Zahlen ist der Anfang ganz neuer Kundenerlebnisse. 

Bis jetzt ist Paymit eine P2P-Lösung. Wie geht’s weiter?

Ab Anfang 2016 bringen wir schrittweise Paymit-Lösungen für den Handel. Wir starten mit Händlern, die bisher ohne Zahl-Terminal funktionierten. Im weiteren Jahresverlauf ergänzen wir dann laufend das Angebot für grössere Händler und auch für den Online-Handel. Die Zahlfunktion wird dann mit Funktionen, die zwischen Händler und Kunde vermitteln, erweitert. Dabei geht es um standortbezogene und individualisierte Angebote oder das Sammeln von Treuepunkten. Zurück zum Bauernhof-Beispiel: Während mich der Bauer heute vielleicht noch nicht mal kennt, kann er mich in Zukunft direkt ansprechen, wenn meine Lieblingskonfi wieder erhältlich ist. 

Mehr zu Paymit 

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El Capitan und iOS 9

Business-Kunden im Fokus

Apple-CEO Tim Cook hat anlässlich des letzten Präsentations-feuerwerks seines Unternehmens versichert, dass er keine Pläne hege, das Desktop- und Notebook-Betriebssystem OS X mit dem mobilen Antreiber iOS zu verschmelzen. Das mag stimmen und der Strategie des Erzkonkurrenten Microsoft entgegenlaufen, der Windows 10 erklärtermassen zum Mass aller Dinge auf sämtlichen Hardware-Plattformen erhoben hat. Tatsache ist allerdings, dass sich die neuste Version von OS X, nach dem markanten Felsen El Capitan im kalifornischen Yosemite-Nationalpark getauft, ziemlich freimütig beim Inventar von iOS bedient und dass El Capitan und die jüngste Version des mobilen Betriebssystems, iOS 9, immer enger zusammenarbeiten.

Attacke auf Microsoft

Im Fokus haben die Apfelbauer aus Cupertino dabei beileibe nicht mehr nur den an Luxuriöses gewöhnten Heimanwender oder die Kreativen in Sachen Grafik, Film und Sound. Tim Cook brachte es bei der Präsentation des iPad Pro auf den Punkt: Mit diesem Tablet könne man bereits 80 Prozent der Business-Aufgaben erledigen, die man auch am PC tun kann – bloss flexibler, kreativer und mit mehr Spass. Es mag dahingestellt bleiben, ob dieser Apple-typische Wortschatz immer noch up to date ist – klar ist aber, dass der i-Hersteller mit seiner Strategie direkt auf Microsoft und seine Windows-10-basierten Surface-Tablets zielt. Und in der Tat verleiht das Zusammenspiel der Produktivitätssuite iWorks über El Capitan, iOS 9 und iCloud hinweg Apple einen beachtlichen zusätzlichen Schub in Richtung Business-Welt.

Das ist neu am  OS El Capitan
Die neuen Funktionen von iOS 9 Video

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Digitale Transformation

Diese 6 Digitalisierungstrends beschäftigen uns 2016

2015 wurden neue Digitalisierungs-Projekte ins Leben gerufen, Digitalstrategien formuliert, mobile Apps konzipiert und neue Web-Experiences geschaffen. Laut PAC geht es 2016 punkto digitale Transformation ans Eingemachte. Es geht für Unternehmen darum, fundamental neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die vielleicht bisherige Modelle kannibalisieren, und grundlegende Anpassungen der Organisation und Veränderungen in der Unternehmenskultur vorzunehmen.

Diese 6 Entwicklungen sieht PAC für 2016:

1. Von der Analyse der Kundeninteraktion geht es hin zu datenbasierten Geschäftsmodellen.

2. Durch das Internet der Dinge werden integrierte Cyber-Security-Strategien 2016 unerlässlich.

3. Kundenerlebnisse werden 2016 ganzheitlicher.

4. Prozesse sollen weniger effizienzgetrieben, dafür agiler und kundenorientierter werden.

5. Arbeitsteilige Organisationsstrukturen werden zu kollaborativen Arbeitswelten.

6. Und last, but not least: Rigide Steuerungsmechanismen werden abgelöst von lebendigen, lernenden Unternehmenskulturen.

Hier können Sie den gesamten Bericht herunterladen 

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Skype Translator

Können Sie Mandarin?

Die Anwender von Skype für Windows 7, 8.x und 10 kommen ab sofort in den Genuss der Simultanübersetzer-Funktion Skype Translator. Der Software-Zusatz wird phasenweise und automatisch mittels Updates integriert, was bedeutet: Wer nach seinem Update oben rechts ein Weltkugel-Symbol erblickt, hat die Dolmetscher-App. Vorerst unterstützt Skype Translator Live-Telefonate in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Mandarin und Spanisch in beiden Richtungen. Weitere Sprachen sollen folgen.

Noch nicht perfekt – aber lernfähig

Lilian Rincon, bei Microsoft für die Entwicklung von Skype Translator zuständig, räumt zwar ein, dass immer mal wieder lustige Resultate bei der Live-Übersetzung herauskommen. Sie betont aber, dass das System lernfähig sei und deshalb bei kontinuierlicher Nutzung immer zuverlässiger werde. Etwas gewöhnungsbedürftig sind sicher die Pausen, welche die Sprecher einlegen müssen, damit der Translator folgen kann. Und Deutschschweizer sind angehalten, ihr schulisches Hochgermanisch zu verwenden. Das dürfte auch so bleiben: Schwiizertütsch ist nicht vorgesehen.

Alles Wichtige zu Skype Translator Video