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Mit diesen Tipps kommst du sicher zum Black Friday Schnäppchen

Am Black Friday reiben sich nicht nur Schnäppchenjäger, sondern auch Cyberkriminelle die Hände. Mit den sieben Tipps des Sicherheitsexperten Marcus Beyer von Swisscom überstehst du die Schnäppchenjagd sicher und ohne Probleme.

Laut einer Medienmitteilung der Softwarefirma Avira gibt es aktuell 30 bis 40 Prozent mehr Cyberattacken als in den Sommermonaten. Es lohnt sich also, jetzt besonders vorsichtig zu sein!

Tipp 1 – Nur bei seriösen Anbietern einkaufen 

Alle lieben Schnäppchen – das ist auch für Cyberkriminelle kein Geheimnis. Sie versuchen die menschlichen Schwächen auszunutzen. Die Angreifer mahnen zum Beispiel offene Rechnungen an oder zielen mit hohen Rabatten auf die Gier der Käuferinnen und Käufer ab. Darum ist es umso wichtiger, nicht auf jedes günstige Preisschild hereinzufallen. Verlockende Angebote können sich im Nachhinein als sehr teuer erweisen. Gerade am Black Friday haben Fälschungen Hochkonjunktur. Es lohnt sich also, ein super Schnäppchen vor dem Kauf noch einmal auf Herz und Nieren zu überprüfen. Und merke Dir: Im Internet bekommst Du nichts geschenkt.

Tipp 2 – Achtung vor gefälschten Webseiten und Links 

Zeit sparen und rasch einen verlockenden E-Mail-Link klicken, um einzukaufen? Das ist nicht immer eine gute Idee. Denn oft werden E-Mails des eigenen Lieblingsshops imitiert und so als Falle für willige Käuferinnen und Käufer missbraucht. Die Internetadresse sollte am besten immer direkt im Browser eingegeben werden. Zudem ist es hilfreich, im privaten Modus  des Browsers zu surfen. Das verhindert, dass gefährliche Software-Erweiterungen oder dubiose Links geladen werden. 

Ganz allgemein lohnt sich immer ein Blick auf die Internetadresse. Ist es wirklich https://shop.ch oder doch http://sh0p.ch? Cyberkriminelle erstellen mit Absicht Webseiten, die den originalen Seiten der Hersteller zum Verwechseln ähnlichsehen. So wird zum Beispiel die Internetadresse seriöser Shops unauffällig mit Zusätzen oder verdrehten Buchstaben gefälscht. Wichtig ist, dass ein Schloss-Symbol mit «https»-Browser Kennzeichnung heute kein Sicherheitsmerkmal mehr für seriöse Shops ist. Wenn das Schloss allerdings ganz fehlt, handelt es sich bestimmt um keinen seriösen Anbieter.

Tipp 3 – Dubiose und unprofessionelle Logos und Webseiten

Auch hier zahlt sich ein zweiter Blick oft aus. Passt die Internet-Adresse zu Logo und Namen des Online-Shops, hat es Rechtschreib- und Grammatikfehler im Text der Webseite? Cyberkriminelle stampfen falsche Webseiten oft in kürzester Zeit und mit möglichst wenig Aufwand aus dem Boden. Da bleibt nicht mehr viel Zeit, um korrekt und sauber zu arbeiten. Ein weiteres Indiz für eine falsche Webseite können falsche oder vorgetäuschte Gütesiegel sein. Organisationen wie «Trusted Shops«, der «Schweizer Handelsverband» oder «E-Commerce Europe» zertifizieren seriöse Online-Shops. Ein echtes Siegel ist immer mit dem Zertifikat des Siegelbetreibers verlinkt. Ohne diesen Link dürfte es sich ziemlich sicher um eine Fälschung handeln. Zudem sollten bei fehlenden oder mangelhaften AGBs oder Impressa die Alarmglocken läuten. Gerade am Black Friday muss also zwingend ganz genau darauf geachtet werden, auf welcher Seite das Lieblingsprodukt eingekauft wird.

Tipp 4 – Passwortsicherheit ist zentral

Der Klassiker unter allen Tipps. Jedes Online-Konto sollte ein eigenes, regelmässig aktualisiertes und starkes Passwort besitzen. Dieser effektive Klassiker ist nach wie vor der beste Schutz gegen Cyberkriminelle. Ein sicheres Passwort besteht aus einer längeren Kombination aus Zahlen, Klein- und Grossbuchstaben und Symbolen. Ein Tipp für alle, die sich Passwörter nicht merken können: Wer sich jetzt denkt, ach dafür bin ich doch zu faul: Es gibt  sogenannte Passwortmanager. Mit ihnen können Passwörter ganz einfach gesetzt und verwaltet werden.

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Tipp 5 – Planung und Organisation sind wichtig

Schlau geplant ist halb geshoppt – getreu diesem Motto lohnt es sich einen E-Shopping-Trip vorzubereiten. Dabei empfiehlt sich ein E-Mail-Konto einzurichten, welches zum Beispiel nur für die Abwicklung der Online-Deals benutzt wird. Beim Erstellen des Kontos sollten so wenige Informationen wie möglich angegeben werden. Dieses E-Mail-Konto sollte danach nicht für Online-Banking, Geschäftskorrespondenzen und Familienangelegenheiten genutzt werden.

Tipp 6 – Bankverbindungen und Online-Zahlungen vor Betrugsversuchen schützen 

Kreditkartendaten und Passwörter sollten niemals dauerhaft auf Webseiten hinterlegt, sondern bei jedem Einkauf neu erfasst werden. Beim Online-Shopping über öffentliche oder gemeinsam genutzte Computer und drahtlose Netzwerke ist Vorsicht geboten. Hier haben Hacker oft ein leichtes Spiel. Sie können oft ganz einfach Kontoinformationen erfassen und danach missbrauchen. Abhilfe schaffen kann zusätzlich eine separate Kredit- oder Debitkarte mit einem kleineren Kreditlimit. Viele Kreditinstitute und Neo-Banken bieten mittlerweile auch virtuelle Debit-Kreditkarten an, die z.B. nur für Online-Käufe genutzt werden können.

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Tipp 7 – Kontoauszüge überprüfen

Last but not least – im Anschluss an den Black Friday oder Cyber Monday lohnt es sich, die Kreditkartenabrechnungen ganz genau zu überprüfen, um unerwartete Transaktionen frühzeitig zu entdecken und nicht autorisierte Zahlungen zurückbuchen zu lassen.

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